Malaien

Gewicht Hahn
4,50 kg
Gewicht Henne
3,50 kg
Anfängerfreundlich
Nein (zeige alle)
Legeleistung erstes Jahr
100 Stück
Legeleistung zweites Jahr
100 Stück
Bruteimindestewicht
50 g
Winterleger
Nein (zeige alle)
Federfüße
Nein (zeige alle)

Malaien Hühner sollen mancher Theorie nach die direkten Nachfolger der längst ausgestorbenen Riesenhühner sein. Betrachtet man ihre Erscheinung, so ergibt diese Annahme durchaus Sinn. Dennoch lässt sich ihre Herkunft nicht exakt ermitteln. Eines ist allerdings sicher: Sie existierten schon lange vor unserer heutigen Zeitrechnung, was verschiedene Schriftquellen belegen. Um das Jahr 1830 wurden die Malaien der Urform aus ihrer asiatischen Heimat nach Europa importiert. In Deutschland tauchten Malaien schon einmal eher auf. Im Jahr 1570 im Frankfurter Raum, was ein Gemälde des Münsteraner Künstlers Ludger tom Ring belegt. Das heutige Erscheinungsbild der Malaien ist dabei den Zuchtbemühungen deutscher und englischer Züchter zu verdanken. Sie haben den Urtyp zu einem reinen Sport-, bzw. Ausstellungshuhn umgeformt und hierbei für eine großartige Genreserve gesorgt. Ohne die Malaien und weitere orientalische Kampfhuhnrassen wäre die Zucht vieler anderer Rassen kaum stabil möglich gewesen. Insbesondere bei den Wirtschaftsrassen, denn das Kämpferblut dient oft genug zur Rassestabilisierung, Erneuerung und teilweise auch als Initiator moderner Wirtschaftsrassen.

Farben der Malaien Hühner

Der mit Abstand am weitesten in Deutschland und Europa verbreitete Farbschlag ist der gut durchgezüchtete weizenfarbige. Auch die rotgesattelten Malaien stehen auf einer guten Basis und tauchen direkt hinter den weizenfarbigen auf. Weitere anerkannten, wenn auch nicht sonderlich häufige Farbschläge der Malaien sind Fasanenbraun, Schwarz, Weiß, Gesperbert und Porzellanfarben. Mit der Anerkennung kämpfen derzeit noch die roten Malaien, die im Anerkennungsverfahren des Bundeszuchtausschusses stehen. Die Augen sind bei sämtlichen Farbschlägen gelblich bis perlgrau und mit dem typisch düsteren Malaienblick versehen. Auffallend rot sind ebenfalls bei allen Farbschlägen Kamm, Ohr- und Kehllappen, sowie das unbefiederte Gesicht, in dem die Haut wammenartig die Kehle hinabhängt. Die Läufe sind, wie auch der Schnabel, gelb.

Körper der Malaien Hühner

Malaien sind echte Hühnen in der Welt der Hühner – sie können eine Scheitelhöhe von sage und schreibe 90 cm erreichen. Üblicherweise rangiert die Scheitelhöhe jedoch bei rund 70-80 cm, bei einem Gewicht des Hahns von bis zu 4,5 Kilogramm und der Henne von bis zu 3,5 Kilogramm. Die Malaien bringen dabei sämtliche für Kampfhuhnrassen typischen Merkmale mit sich: Ihr Gefieder liegt knapp an, ihre Muskeln sind überaus kräftig und der Kopf kurz. Die langen, kräftigen Läufe der Malaien fallen ebenfalls direkt ins Auge. Diese verleihen ihnen einen sehr hohen Stand und eine enorme Aufrichtung – wahre Kraftpakete eben. Von der Seite her gesehen fällt dann auch gleich eine weitere Besonderheit auf. Die für Malaien typischen drei Bögen, bestehend aus dem langen, gebogenen Hals, dann dem stark abfallenden Rücken mit den anliegenden Flügeln und als letzten Bogen den hängend getragenen Schwanz – sie stehen im so genannten Dreibogentyp. Last but not least ist es der Kopf, der einen echten Kämpfer ausmacht. Ein kleiner Wallnusskamm ziert den breiten Schädel der Malaien. Stark ausgeprägt sind die Augenbrauen, wodurch die Augen etwas tiefer in ihren Höhlen liegend wirken. Zusammen mit dem kräftigen Schnabel wirken die Malaien dabei wie kleine Geier – mutig und entschlossen, aber alles andere als bösartig.

Temperament und Eignung der Malaien

Malaien werden in unseren Breitengraden fast ausschließlich als Ausstellungshühner gezüchtet. Kein Wunder, dass sich die selektive Zucht dabei auf rein optische Merkmale, vornehmlich der Körperform, und weniger auf Legeleistung und Fleischansatz konzentriert. Sicherlich ist es möglich, Malaien „nur zum Spaß“ zu halten, den Anblick und ihre Eier zu genießen, wobei sich das Legen der bis zu 100 Eier nicht konstant über das Jahr verteilt. Auch an ihre Behausung stellen sie keine großen Ansprüche, denn Malaien sind nicht nur kräftig, sondern auch überaus robust. Ein zugfreier Hühnerstall, in den sich die Hühnerschar während der Nacht zurückziehen kann, reicht völlig aus. Problematischer wird es in der Gestaltung der Herde. Mehrere Hähne sollten nicht zusammen gehalten werden, da sich die selbstbewussten Tiere nicht aus dem Weg gehen, sondern den Kampf suchen. Bei Hennen ist Unruhe vorprogrammiert, wenn unbekannte Hennen in die Gruppe stoßen – auch bei den Hennen kann es dann zu heftigen Gefechten kommen. Idealerweise werden lediglich zwei Hennen mit einem Hahn zusammen gehalten. Ist Nachzucht in Aussicht, sollten die Geschlechter relativ früh getrennt werden. Setzt man einen alten Hahn zu der jungen Hähnchenschar, können diese länger zusammen gehalten werden, da der alte Hahn ein wenig Ruhe in die Bande bringt. Beginnen die Jungspunte jedoch mit ihren Kämpfen, ist eine Trennung dringend nötig. Ihrem Halter gegenüber sind Malaien alles andere als kämpferisch, im Gegenteil. Sie werden sehr schnell zutraulich und zahm, was nicht zuletzt an ihrer natürlichen Selbstsicherheit liegt.