Garnelen als Hühnerfutter

Dass Hühner eine eiweißreiche Ernährung benötigen ist gemeinhin bekannt. Schließlich verbrauchen sie jede Menge Eiweiß schon für die Eiproduktion, aber auch andere Vorgänge im Organismus des Huhn sind von einer ausreichenden Eiweißversorgung abhängig, sollen sie reibungslos funktionieren. So ist zum Beispiel während der Mauser der Eiweißverbrauch deutlich höher, um die Strukturen des neuen Federkleides zusammen zu bauen. Als Eiweißlieferant sind dabei zahlreiche Futtermittel bekannt, die sich für die Fütterung von Hühnern eignen. Gerne wird auf Soja zurückgegriffen, da es kostengünstig und effektiv ist. Hühner brauchen aber nicht nur Eiweiß pflanzlicher Herkunft, sondern auch tierisches Eiweiß, wofür Garnelen vorzüglich geeignet sind.

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Bauplan einer Garnele

Garnele wird als Sammelbegriff für verschiedene kleine Krebsarten benutzt. Auch Krill gehört zu den garnelenähnlichen Krebstierchen. Gekennzeichnet sind Garnelen durch einen langen, zylindrischen Körperbau mit dünner Schale, langen Fühlern und, wie es sich für echte Krebse gehört, kleinen Scheren. Ihr „Hauptbestandteil“ aus fütterungstechnischer Sicht sind Eiweiße und Fette. Vor allem Krill ist sehr gehaltvoll und enthält viel Omega-3-Fettsäuren. Weitere Bestandteile, die auch für die Gesunderhaltung von Hühnern maßgeblich sind, sind Eisen, Fluor, Jod, Phosphor, Kalzium, Magnesium, Vitamin B3 und B12. Inhaltsstofflich betrachtet sind Garnelen also wahre Vitaminbomben, aber auch Kalorienbomben.

Garnelen für Hühner

Nicht nur Vitamine, auch gute Fette und vor allem Eiweiß liefern Garnelen in der Hühnerfütterung. In Maßen eingesetzt, tragen sie somit zur Gesunderhaltung unserer Hühner bei. Zu viel des Guten ist aber für Hühner auch nicht zuträglich, denn schnell setzten sie dann Fett an. Garnelen können in der Hühnerfütterung sowohl in getrockneter ganzer Form angeboten werden, als auch in Form von Mehl. In fertigem Hühnerfutter ist Garnele als Bestandteil häufig aufgeführt, hier kann man getrocknete Garnelen als Leckerbissen zwischendurch füttern. Wer sein Hühnerfutter selber zusammenstellt, der kann dieses mit einer Portion Garnele gut aufwerten. Vor allem, in der Legephase und währen der Mauser darf die Zufuhr an wertvollen Eiweißstoffen gerne erhöht werden. Wie viele Garnelen verfüttert werden sollten, bzw. können, hängt vom Eiweißgehalt des Grundfutters ab. Allerdings sagen die Angaben über die Rohproteine nicht unbedingt etwas darüber aus, woher diese Proteine im Hühnerfutter kommen und entsprechend auch nicht, wie diese vom Hühnerorganismus verwertet werden können. Der Schlüssel ist also nicht die Menge an Rohproteinen, sondern die Quelle! Mit dem Rohfett verhält es sich übrigens genauso! Um ein Ei legen zu können, wandern rund 80 Prozent der verdaulichen Rohproteine in die Baustelle Ei, entsprechend viel Protein muss dem Huhn zugeführt werden, denn auch die anderen Körperfunktionen wollen am Laufen gehalten werden.

Garnelen in der Hühnerfütterung

Darf man Garnelen überhaupt an Hühner verfüttern, fragt sich jetzt der pfiffige Hühnerhalter. Ja, darf man. Die rechtliche Seite der Garnelenfütterung an Hühner hat sich seit der Wiedereinführung von Fischmehl in der Kälber- und Lämmerzucht wieder ein wenig vereinfacht. Zuvor war das Verfüttern von proteinhaltigen Bestandteilen von warmblütigen Landtieren und Fischen EU-weit verboten. Einige Futtermittelhersteller strichen sodann Garnelen, bzw. Garnelenmehl aus ihrem Hühnerfutter, um auf Nummer sicher zu gehen. Da es sich bei Garnelen jedoch um eine Krebsart handelt, also weder Warmblüter noch Fisch, hätte man auch schon zu Zeiten des Fütterungsverbotes weiterhin Garnelen in der Hühnerfütterung einsetzen können. Durch die steigenden Mischfutterpreise wurde das Verbot jedoch ohnehin wieder aufgehoben, sodass selbst übervorsichtige Hühnerhalter und Futtermittelproduzenten nun keine „falsche Gesetzesinterpretation“ mehr zu befürchten haben. Was die Fütterungsmenge von Krabben für Hühner angeht, so sollte ein Teelöffel getrockneter Krabben pro Tier und Tag als Zusatzfutter in Zeiten erhöhten Proteinbedarfs diesen ausreichend decken. In Abstimmung auf das Grundfutter versteht sich. Von einer Dauerfütterung sollte man bei Garnelen, Garnelenschalen, Garnelenmehl oder anderen Krebstierchen besser absehen, da es durchaus vorkommt, dass die Eier einen leichten Hauch von „Fisch“ annehmen und das nicht unbedingt auf jedermanns Geschmack trifft.

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