Kükenfutter – Tipps und Empfehlungen

Damit Küken zu gesunden und kräftigen Hühnern heranwachsen, brauchen sie eine spezielle Ernährung. Da sie einen anderen Nährstoffbedarf aufweisen, wie bereits ausgewachsenen Hühner, müssen sie mit dem entsprechenden Futter beköstigt werden. Besonders frohwüchsige Rassen, die naturgemäß schnell ihr Endgewicht und ihre Endgröße erreichen, sind hinsichtlich des erhöhten Nährstoffbedarfs auf eine Zuführung angewiesen.

Kükenfutter

Nährstoffdefizite sieht man meistens nicht sofort, sie werden erst später durch das auftreten andere körperliche Beschwerden augenscheinlich. Küken ausschließlich mit dem Futter für ausgewachsene Hühner zu füttern ist zwar möglich, erzeugt aber einen Nährstoffdefizit.

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Kükenstarter

In den ersten Tagen zehren Küken von ihrem Dottersack bzw. von der Energie, die ihnen dieser gespendet hat. Was die Glucke angeht, so hat sie mit der Versorgung der Küken hinsichtlich der Futterbeschaffung, anders als bei Säugetieren, nicht viel am Hut. Ihre Aufgabe ist hauptsächlich das schützende Gefieder zur Verfügung zu stellen, unter das sich die Kleinen flüchten um Wärme, Schutz und Fürsorge zu bekommen. Später lockt es die kleinen Federbälle zu besonders schmackhaften Futter und zeigt ihnen, was sie fressen sollen und können.

Küken fressen mit Glucke Kükenfutter

Bei der Aufzucht ohne Glucke übernimmt der Mensch diese Aufgabe, natürlich mit entsprechenden technischen Hilfsmitteln, was Schutz und Wärme angeht. Damit die Küken einen guten Start ins Leben haben, bietet der Fachhandel den sogenannten Kükenstarter an. Er dient in den ersten Lebenswochen als Alleinfutter für die Hühnerküken und ist meistens als grobes Mehl oder in fein pelletierter Form zu bekommen. Enthalten sind hierin alle wichtigen Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren, die ein schnelles Wachstum und eine hohe Vitalität der Küken fördern.

Wahlweise sind die verschiedenen Produkte als Kükenstarter mit Coccidiostatica oder ohne zu bekommen. Wird darauf verzichtet, sollte eine zeitnahe Impfung gegen Coccodiose erfolgen und auf besondere Hygiene geachtet werden, um mögliche Verluste dadurch zu vermeiden.

Kükenstarter ist ein Futter bis etwa zur dritten Lebenswoche.

Kükenaufzuchtfutter

Kükenfutter ist zum einen hinsichtlich der Körnung so gewählt, dass das Futter von den noch kleinen Schnäbeln der Fellbälle problemlos aufgenommen werden kann. Zum anderen ist die Nährstoffzusammensetzung optimal auf die Bedürfnisse des wachsenden Organismus ausgerichtet. Besonders wichtig ist eine auf das Wachstum ausgelegte Vitaminisierung und Mineralstoffzufuhr, auch hinsichtlich der Spurenelemente und Aminosäuren stellen Küken andere Anforderungen an ihr Futter als ausgewachsene Hühner. Das alleine reicht jedoch nicht, um frohwüchsige und vitale Küken im Stall zu haben.

Auch die Energiezufuhr spielt eine wichtige Rolle, denn hiervon brauchen Küken eine Extraportion. Gerne wird hier Mais als Grundlage der hochverdaulichen Energiebereitstellung gewählt, was den Kleinen zusätzliche, schnell verfügbare Energie zum Wachsen liefert. Außerdem ist der Pigmentgehalt in Kükenaufzuchtfutter, zumeist durch Carotinzusatz, so hoch gewählt, dass eine optimale Farbstoffeinlagerung gewährleistet ist, was sich später im Gesamterscheinungsbild, zum Beispiel sattgelbe Läufe, widerspiegelt.

Kükenaufzuchtfutter kann vom ersten Tag an gefüttert werden, oder, wird Kükenstarter eingesetzt, im Anschluss an diesen. Kükenaufzuchtfutter ist ein Futter bis etwa zur achten Lebenswoche. Danach kann wahlweise auf normales Alleinfuttermittel für Legehennen umgestiegen oder bis zur endgültigen Reife auf Junghennenfutter zurückgegriffen werden.

Pellets, Mehl oder Körner für die Küken

Kükenfutter in Form von Mehl oder Pellets ist für die kleinen Kükenschnäbel besonders gut geeignet. Die Presskörner der Kükenpellets sind in ihrer Größe so gewählt, dass auch Zwerghuhnrassen diese problemlos und restlos aufnehmen können. Ähnlich verhält es sich mit Kükenmehl, das in seiner Struktur etwas grobkörniger als reines Mehl ist. Auch hier muss sich der Hühnerzüchter keine Sorgen machen, dass nicht jedes Huhn sein Korn findet.

Küken beim Fressen am Futtersilo

Schwieriger ist das mit herkömmlichen Alleinfutter für ausgewachsene Hennen. Auch hiermit ist die Aufzucht von Küken möglich, die Nährstoffversorgung ist allerdings nicht so optimal, wie bei speziellem Kükenfutter und das hat gleich zwei Gründe. Die grobe Form der Körnung macht es den kleinen Schnäbeln unmöglich, jeden Bestandteil des Futters aufzunehmen. Vor allem der häufig enthaltene Mais kann nicht geschluckt werden, was einen deutlichen Nachteil in der ausreichenden Energieversorgung darstellt.

Der zweite Grund korrespondiert mit dem Ersten und forciert diesen noch weiter. Da das Futter für die „großen“ Hühner auf deren Energie- und Nährstoffbedürfnis abgestimmt ist, ist eine optimale Versorgung nach den speziellen Bedürfnissen für die Küken nicht gewährleistet. Dass sie in den ersten Wochen aufgrund der Partikelgröße nicht alle Futterbestandteile des Hühnerfutters aufnehmen können, provoziert dies nochmals ein Nährstoffdefizit.

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