Eiweiß im Hühnerfutter

Eiweiß gehört auch bei unseren Hühner, beim Menschen natürlich auch, zu den lebenswichtigen Nährstoffen. Es besteht aus einer Vielzahl an Molekülen, die wiederum aus verschiedenen Aminosäuren zusammengesetzt sind und die sind der Grundbaustein allen Lebens. Eiweiß ist elementarer Bestandteil jeder Zelle und erfüllt somit in vielen Bereichen des Hühnerorganismus eine wichtige Aufgabe, in dem es an zahlreichen Vorgängen beteiligt ist.

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Wofür brachen Hühner Eiweiß

Eiweiße, auch als Proteine bezeichnet, haben im Organismus sehr unterschiedliche und zum Teil recht spezielle Funktionen. So sind sie nicht nur für den Aufbau der Körperstruktur der Hühner, sondern auch an der Bildung von Antikörpern, am Aufbau von Knochen, Haut, Federn und Muskeln und natürlich am Transport von körperwichtigen Substanzen beteiligt. Ebenso dienen Proteine als „eiserne Reserve“, um im Bedarfsball entsprechende Energiereserven zur Verfügung stellen zu können. Für unsere Hühner spielt also das Eiweiß, wie bei allen anderen Lebewesen auch, eine entscheidende Rolle, um sämtliche Körperfunktionen im Optimalbereich zu halten. Besonders hoch ist der Eiweißbedarf der Hühner in Zeiten hoher körperlicher Belastung. Etwa während der Mauser, wenn viel Eiweiß für die Bildung neuer Federn verbraucht wurde oder aber, um seinem Besitzer das tägliche Frühstücksei zu präsentieren. Bei Mangelernährungen ist ein reibungsloser Ablauf der normalen körperlichen Funktionen nicht mehr gegeben und es kommt zu sichtbaren Einbußen. Das Gefieder erstrahlt nicht mehr in seiner ursprünglichen Form und es kommt zu Federbruch und –ausfall, ebenso kann die Legeleistung rapide abfallen und das Allgemeinbefinden gestört sein.

Die optimale Eiweißversorgung

Gute Proteinlieferanten sind neben Eiern, Fisch und Fleisch auch Milchprodukte, Nüsse und Hülsenfrüchte, allen voran Soja. Um nun die Hühner mit einem Optimum an hochwertigen Eiweißen zu versorgen, genügt in der Regel ein gutes Hühnerfutter. In solchem Futter ist meistens genügend Eiweiß enthalten, um die Versorgung sicherzustellen. Ausnahmemaßnahmen können bei einem erhöhten Eiweißbedarf nötig sein, etwa während der Mauser. Dann benötigen Hühner eine Extraportion Eiweiß zum normalen Hühnerfutter. Da die biologische Wertigkeit bei den einzelnen Euweißlieferanten relativ unterschiedlich ist, kann eine Kombination mehrerer Stoffe sinnvoll sein, um die Wertigkeit zu erhöhen. Hochwertige Eiweiße finden sich dabei in Quark, Kartoffeln, Bohnen, Hirse und Fisch. Eine Kombination von Hirse und Soja kann die verfügbare Eiweißmenge dabei deutlich erhöhen. Auch das Zufüttern von beispielsweise Milchprodukten und Bohnen zum Hühnerfutter kann als guter Eiweißlieferant angesehen werden.

Einweißfütterung von Hühnern

Durch das BSE-Gesetzt ist es seit dem Jahr 2000 nicht mehr erlaubt, tierisches Eiweiß an Nutztiere zu verfüttern und hierunter fallen natürlich auch Hühner. Garnelen scheiden somit als Eiweißlieferant (eigentlich) aus. Durch die im Gesetzt fehlende Spezifikation der tierischen Eiweißprodukte wird allerdings nach wie vor noch vereinzelt Hühnerfutter mit Garnelenzusatz angeboten. Da ausnahmslos alle Lebewesen, die keinen Pansen haben, eben auch Hühner, auf die Zuführung von Eiweiß angewiesen sind und Eiweiß nicht gleich Eiweiß ist, wird es nun schwierig, den richtigen Stofflieferanten zu finden. Eiweiß kommt sowohl in tierischen, als auch in pflanzlichen Stoffen vor, unterscheidet sich jedoch in den verschiedenartigen Aminosäuren, aus denen es aufgebaut ist. Einige kommen nur in tierischem Eiweiß vor, andere wiederum ausschließlich in pflanzlichem Eiweiß. Die besten natürlichen „Ersatzstoffe“ sind dabei vor allem Soja, Erbsen und Bohnen, sowie Milcherzeugnisse. Letztere sind allerdings nicht besonders preisgünstig und auch nicht sehr „natürlich“ für unserer Hühner. Was bleibt sind Soja, Erbsen und Bohnen von denen das Preis-Leistungs-Verhältnis von Soja mit Abstand das beste ist. Soja liefert viel verwertbares, hochwertiges Eiweiß, ist natürlich und zu günstigen Preisen zu erstehen. Bohnen und Erbsen aus heimischer Produktion sind zwar in Punkto Eiweißverfügbarkeit um eine Nasenlänge vor dem Importprodukt Soja, dafür aber auch deutlich teurer. Zu guter Letzt bleiben noch die industriell hergestellten Eiweißkonzentrate, die zwar günstig, aber mit einem kleinen Manko behaftet sind. In der Natur kommen tierische Eiweißverbindungen in L-Form vor, bei den industriell gefertigten Eiweißen jedoch nur zu 50 Prozent, die übrigen 50 Prozent bestehen aus D-Form-Aminosäuren. Langjährige Erfahrungen haben jedoch gezeigt, dass der Organismus auch mit diesem „artfremden“ Eiweiß gut zurecht kommt. Es obliegt also dem „Geschmack“ des Hühnerhalters, auf welchen Eiweißlieferanten bei der Hühnerfütterung zurückgreift.

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