Hobelspäne als Einstreu im Hühnerstall

Früher fast ausschließlich als Einsteu für den Pferdestall verwendet, sind Hobelspäne inzwischen DIE Einsteu im Hühnerstall. Die enorme Saugfähigkeit und die einfache Handhabung von Hobelspänen haben Stroh und Sand inzwischen fast komplett aus den Hühnerställen verdrängt.

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Die Hobelspäne – Praxistipps und Empfehlungen

Hobelspäne bzw. Sägespäne als Einstreu für den Hühnerstall erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie sind nicht nur einfach zu beziehen, sondern auch hinsichtlich der Handhabung gut zu bedienen. Ebenso ist die Saugfähigkeit und Geruchsdämmung bei Hobelspänen ein wichtiger Punkt, ähnlich verhält es sich mit der Staubentwicklung im Hühnerstall durch Hobelspaneinstreu.

Hobelspäne als Einstreu im Hühnerstall

Nicht zuletzt spielt auch die gute Entsorgbarkeit und natürlich Preis und Lagermöglichkeit eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, das geeignete Produkt zu finden.

Vor- und Nachteile von Hobelspänen

Nicht jedes Huhn fühlt sich in Hobelspänen wohl. Besonders bei Zuchttieren und Legerassen sollte immer ein Alternativ-Angebot an Nistmaterial zur Verfügung stehen. Nicht alle Hühner legen in einem Nest aus Spänen gerne ihre Eier ab, was mitunter dazu führen kann, dass sich die Hennen einen anderen Ort zum Eierlegen suchen.

Auch während der Brut sollte auf Späne im Nest tunlichst verzichtet werden. Sie nehmen zum einen zu viel Feuchtigkeit auf, was für den Schlupferfolg nicht besonders zuträglich ist und kleben während des Schlupfes schnell an den nassen Küken fest. Im Gegensatz zu Stroh als Einstreualternative sind Hobelspäne meistens teurer. Dafür lassen sie sich wiederum einfacher und platzsparender lagern. Hinsichtlich der Kompostierbarkeit ist die Verrottungszeit von Hobelspänen im Vergleich zu anderen natürlichen Einstreumaterialien zwar häufig deutlich länger, dies hängt aber maßgeblich mit der Holzart zusammen, aus der die Hobelspäne gefertigt wurden und der Partikelgröße.

Hobelspäne – die richtige Größe finden

Die ideale Partikelgröße der Hobelspäne für den Hühnerstall ist sowohl von den Ansprüchen des Hühnerhaltes als auch von den Hühnern selbst abhängig.

Küken fordern andere Hobelspäne als erwachsene Hühner, sie fühlen sich auf Sägemehl besonders wohl, da sich dieses besser mit den noch sehr kleinen Zehen verträgt und die Hinterlassenschaften zudem gleich „paniert“ werden.

Bei erwachsenen Hühnern sollten Hobelspäne vorgezogen werden, da Sägemehl mitunter bei der Futteraufnahme mit aufgenommen werden könnte und so zu Problemen bei der Verdauung führt. Bewährt haben sich Hobelspäne immer wieder in Kombination mit anderen Einstreumaterialien. Ein Sand-Hobelspäne-Gemisch oder ein Papierschnipsel-Hobelspäne-Gemisch ist sowohl für den Halter als auch für die Hühner selbst eine angenehme Einstreu. Durch das Gemisch lassen sich die Hinterlassenschaften häufig schnell und einfach absammeln, bzw. abharken und der Stall bleibt relativ kotfrei.

Selbst grobe Hobelspäne kommen dem natürlichen Scharrverhalten der Hühner entgegen. Ausgebrachtes Futter animiert noch zusätzlich und schadet weder Einstreu noch Huhn. Zu grob sollten die Hobelspäne für die Einstreu um Hühnerstall jedoch nicht gewählt werden. Je größer der Span selbst, desto geringer die Saugfähigkeit. Bei kleiner Partikelgröße bleibt der Stall schön trocken und die Gerüche werden bestens absorbiert. Die optimale Körnungsgröße für den Einsatz im Hühnerstall liegt bei Spänen zwischen 5-10 Millimeter.

Bezugsquellen für Hobelspäne

Die erste Wahl beim Kauf sollte sicherlich nicht auf Kleinstpackungen Hobelspäne, auch als Kleintierstreu bekannt, aus dem nächsten Zoofachhandel fallen. Hobelspäne als Einstreu für den Hühnerstall werden in größeren Mengen benötigt, was im Idealfall den Landhandel als Bezugsquelle für Sägespäne auf den Plan ruft. Zumeist als Pferdeeinstreu deklariert, lassen sich die großen Folienpressballen einfach lagern und liegen auch im Preis deutlich niedriger als die kleinen Pressballen Kleintierstreu. Beide haben jedoch gemeinsam, dass die Späne vor dem Pressen weitestgehend entstaubt werden, sodass Atemwegsproblematiken in der Regel keine Enstehungs-Chance haben.

Auf der Suche nach Sägemehl, das oft als Schweinemehl deklariert wird, wird man im Landhandel ebenfalls fündig. Günstiger, dafür mit etwas mehr Aufwand verbunden und meistens nicht im folienverschweißten Pressballen erhältlich, ist der Bezug von Hobelspänen direkt aus Tischlerei oder Sägewerk. Für zumeist sehr moderate Preise erhält man feinste Hobelspäne, allerdings müssen hier auch Abstriche gemacht werden. Gerade in Tischlereien ist es oft nicht möglich, Hobelspäne von unbehandeltem Holz zu bekommen, für dieses Anliegen ist man in der Sägerei häufig besser aufgehoben. Bei beiden Bezugsquellen für günstige Hobelspäne ist außerdem zu beachten, dass die Späne nicht eigens entstaubt werden. Viele Hühner leben nicht so lange, dass sie hierdurch Atemwegsprobleme ausbilden, beim Hühnerhalter sieht das jedoch anders aus und sollte bedacht werden!

Produktempfehlungen

Empfehlung

Hobelspäne 20 Kilo

Diese entstaubten Hobelspäne eignen sich hervorragend als Einstreu im Hühnerstall. Diese 20 Kilogramm sind gepresst und ergeben in ungepresstem, aufgelockertem Zustand um die 500 Liter. Diese Menge sollte daher auch für größere Hühnerställe ausreichen. Diese Hobelspäne sind aus heimischem Tannen- und Fichtenholz hergestellt.

Alternative

Hobelspäne 3,2kg

Möchte man die Einstreu Hobelspäne erst einmal ausprobieren, oder nur das Legenest mit dieser Einstreu ausstatten, ist eine Menge von 3,2 Kilogramm gut geeignet.