Das Legenest für die Eier

Ein oder mehrere Legenester gehören zur Basisausstattung im Hühnerstall. Mit dem Legenest stellt der Halter den Hühnern einen Eiablageplatz zur Verfügung, der die Eier vor Verschmutzung schützt und dem Halter eine komfortable Entnahme der Hühnereier ermöglicht.

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Das Legenest – Praxistipps und Empfehlungen

Die Auswahl an Legenestern im Fachhandel ist riesig. Auch die Ausstattung und Materialauswahl stellt mit ihren ganzen Möglichkeiten eine schlecht zu überschauende Option dar, gerade beim Einstieg in die Geflügelhaltung. Hier sollten zunächst grundlegende Fragen beantwortet werden, bevor es an die Auswahl der Hühnernester geht. Die ist nämlich nicht nur von den eigenen Wünschen abhängig, sondern muss auch an die Bedürfnisse der gehaltenen Hühner angepasst werden.

Legenest ja oder nein

Natürlich geht es auch ohne, denn Hühner legen Eier, egal, ob ein Legenest angeboten wird oder nicht. Allerdings bietet die Anschaffung von Legenestern, die an den eigenen Bedarf angepasst sind, viele Vorteile und gehört zur Grundausstattung eines jeden Hühnerstalls einfach dazu.

Zwei Legenester mit Eiern

Hühner ohne Legenester zu halten bedeutet dabei im wahrsten Sinne des Wortes: Täglich Eier suchen. Besonders, wenn die Hühner im Freilauf gehalten werden, suchen sich Hühner immer wieder neu, für sie attraktive Plätze zur Eiablage – nicht immer werden diese dann vom Halter auch entdeckt. Im schlimmsten Fall taucht ein vermisstes Huhn nach ein paar Wochen mit einer kleinen Kükenschar wieder auf.

Um also Ordnung in die Hühnerhaltung zu bringen und das tägliche Eiersuchen auf die vorgegebenen Nester zu beschränken, müssen Legenester angeschafft werden. Dabei sind allerdings einige Punkte zu beachten.

Wie viele Legenester brauche ich

Pro Huhn eine Legebox anzuschaffen ist zwar nett gemeint, für Hühner und Geldbeutel aber eindeutig zu viel. Hühner teilen sich gerne Nester und legen am liebsten dort, wo auch die Kollegin gerade ihr Ei gelegt hat. Als grobe Faustzahl sollte man pro Nest etwa 3 bis 5 Hühnerdamen, je nach Größe der Rasse, rechnen.

Gruppennester werden ebenfalls sehr gerne angenommen und bestehende Legenester, sind sie groß genug, auch gerne eigenständig von den Hühnern zum Gruppennest umfunktioniert.

Was für ein Legenest brauche ich

Das kommt ganz auf die Ansprüche an, die an die Hühnerhaltung gestellt werden. Werden die Hühner nur des Eierlegens wegen gehalten, sind Gruppennester vollkommen ausreichend und erleichtern zudem das tägliche Einsammeln der Eier. Auch Einzelnester werden diesen Ansprüchen gerecht und bedienen zudem die Option des Brütens. Sind genügend Eier in einem Legenest vorhanden, löst das bei vielen Hühnerrassen den Bruttrieb aus.
Die Henne kann nun mit dem gesamten Gelege zu ihrem Brutplatz verbracht werden, was sich bei Gruppennestern deutlich schwieriger gestaltet.

Bei züchterischen Ambitionen ist die Anschaffung von Fallnestern, die auch als Kontrollnester bezeichnet werden, sinnvoll. Sobald eine Henne ihr Ei abgelegt hat, kann sie das Nest nicht mehr verlassen. So ist es möglich, das Ei gezielt einer Henne zuzuordnen, was für die Zucht unerlässlich ist.

Einzelnest

Einzelnester für die Hühnerhaltung sind mindestens 30 cm breit und 40 cm tief und ebenfalls 40 cm hoch, für kleine Hühnerrassen reicht auch eine Höhe und Tiefe von 30 cm.

Die Nester werden in einer Höhe von mindestens 80 cm vom Boden aus angebracht. Je höher das Nest, desto beliebter ist es. Allerdings sollte dann eine Hühnerleiter angebracht werden, um den Damen den Einstieg zu erleichtern.

Einzelnester können sowohl nebeneinander, als auch übereinander angebracht werden. Hierbei ist die Reihenanbringung zu bevorzugen, damit alle Nester gleich „beliebt“ sind und nicht nur die hoch gelegenen Nistplätze genutzt werden.

Die Legenester selbst sollten im Inneren möglichst dunkel sein, der Platz unter den Nestern darf dagegen gerne hell sein, um eine Eiablage unter den Legenestern zu verhindern.

Gruppennest

Gruppennester bieten den Vorteil, dass sie die Bedürfnisse der Henne nach gesellschaftlicher Eiablage bedienen. Ein Gemeinschaftsnest hat eine Fläche von mindestens einem halben Quadratmeter und stellt ansonsten dieselben Ansprüche wie ein Einzelnest.

Auch das Gruppenlegenest sollte im Inneren dunkel sein, wozu der Eingangsbereich meistens seitlich angebracht ist. Auch hier sollte der Abstand zwischen Nest und Boden gut 80 cm betragen. Eine Stange vor dem Eingang erleichtert den Hennen den Zugang zum Nest und schützt die Eier zudem vor Beschädigungen beim Betreten.

Je nach Größe der Hühner sollten etwa 7-10 Hennen ein Gruppennest ihr Eigen nennen dürfen.

Fallnest

Wer mit seinen Hühnern gezielt züchten möchte, der kommt um die Anschaffung von Fallnestern nicht herum. Diese sind so konzipiert, dass das Huhn zur Eiablage durch eine bewegliche Klappe in ein Einzelnest schlüpft. Die Klappe ist jedoch nur von außen beweglich und vom Huhn nicht von innen zu öffnen.

Da das Huhn nach der Eiablage festsitzt und durch den Hühnerhalter wieder in die Freiheit entlassen werden muss, kann das gelegte Ei direkt einer bestimmten Henne zugeordnet werden. In der Regel lassen sich die Klappen der Fallnester auch herausnehmen oder auf ein Durchschwingen stellen, sodass sie außerdem als ganz „normale“ Einzelnester genutzt werden können.

Abrollnest

So genannte Abrollnester verfügen über eine Kokosmatte, die in der Mitte mit einer Aussparung versehen ist. Das gelegte Ei rollt durch die Aussparung in die darunterliegende Schublade und kann vom Halter durch Herausziehen der Schublade eingesammelt werden. Oftmals sind Fallnester mit einer solchen Schublade versehen, doch auch Einzelnester können über dieses praktische Merkmal verfügen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Das Ei bleibt sauber und lässt sich einfach einsammeln.

Abrollnester gibt es auch in vollautomatischer Form. Hierbei fungiert ein Laufband als Schublade und transportiert die Eier zu einer Sammelstelle. Ein Attribut, das bei der Hobbyhühnerhaltung aufgrund der geringen Hühnerzahl jedoch überflüssig erscheint.

Boden und Polsterung von Legenestern

Auch in diesem Punkt bietet der Fachhandel einige Optionen an. Von Kokosmatten mit oder ohne Loch bis hin zur Warmhaltematte aus Kunststoff ist für jeden Geschmack etwas dabei. Wer es gerne einfach hat, der greift auf Kokosmatten oder andere Einwegunterlagen zurück, die in regelmäßigen Abständen einfach ausgetauscht werden, um das Nest immer schön sauber zu halten.

Die günstigere Alternative bilden klein gehäckseltes Stroh oder anderes Einstreumaterial. Hier bereitet das Reinigen durch die lose Einstreu dann jedoch ein wenig mehr Arbeit, als beim Einsatz von Nisteinlagen.

Farnwedel eignen sich ebenfalls gut als Einstreumaterial für die Legenester und bieten zudem den Vorteil, dass sie gleichzeitig Parasiten fernhalten.

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Preis-Leistungs-Tipp

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