Das Kükenheim bietet den Küken, die aus dem Brüter entnommen werden, eine ideal temperierte Aufzuchtumgebung. Neben einer sensorgesteuerten Heizung ist das Kükenheim sehr einfach zu reinigen und komfortabel in der Handhabung.

Das Kükenheim – Praxistipps und Empfehlungen

Wer sich der Hühnerzucht ohne Glucke widmet, der steht früher oder später vor dem Problem, den Küken ein adäquates Heim zur Verfügung zu stellen. Es sollte ihren Bedürfnissen nach Wärme, Wasser, Futter und natürlich Gemütlichkeit möglichst nahe kommen, um ein optimales Wachstum nach der Entnahme aus dem Brutapparat zu erlauben. Welche Kriterien für ein Kükenheim von besonderer Bedeutung sind und worauf beim Kauf zu achten ist, wollen wir Ihnen im Folgenden aufzeigen.

Wie sollte ein Kükenheim aussehen

Bevor die Küken in den Aufzuchtstall umgesetzt werden, verbringen sie idealerweise die ersten beiden Lebensmonate in einem Kükenheim. Rein theoretisch kann dieses Kükenheim vom Schuhkarton bis hin zu einem eigenen Separé bestehen, sollte aber in jedem Fall die wichtigsten Kriterien erfüllen: trocken, frei von Zugluft und leicht zu reinigen. Wer handwerklich nicht so versiert ist, darf sich über eine große Auswahl an Kükenfertigheimen freuen. Der Fachhandel geht auf die Bedürfnisse der Küken mit speziell für die Kükenaufzucht gefertigten Kükenheimen ein. Sie erfüllen nicht nur die für die Nachzucht relevanten Kriterien, sondern werden gleichzeitig auch dem Komfort des Hühnerhalters gerecht. Je nach Besatzgröße sind Kükenheime in vielen Größen und Varianten erhältlich. Neben der optimalen Größe für die generierte Nachzucht entscheiden außerdem der persönliche Geschmack und nicht zuletzt das Budget über die anzuschaffende Kükenheimvariante.

Kükenheim kaufen

Namhafte Hersteller bieten Kükenheime in diversen Varianten von rund bis eckig an. Die jeweiligen Exemplare bieten dabei je nach Variante und Hühnerrasse Platz für bis zu 80 Hühnerküken. Die Böden solcher Kükenheime sind häufig mit hygienischen und leicht zu reinigenden Rosten ausgelegt und mit einer Kotschublade ausgestattet, die ein leichtes Reinigen ermöglichen. Es gibt jedoch auch Modelle, mit festem Boden, auf die sich Einstreu verteilen lässt. Für die kleinen Küken ist letztere Variante sicherlich komfortabler. Beschichtete Holzplatten, Kunststoffplatten oder beschichtete Metallplatten dienen als Korpus für das Kükenheim. Ein weiterer fester Bestandteil einer Aufzuchtbox für Hühnerküken ist die Wärmequelle mit entsprechendem Thermometer sowie ein Futter- und Wasserspender. Kükenheime sind in der Regel für das Aufstellen in Innenräumen konzipiert. Bedingt durch die notwendige Wärmequelle für die frisch geschlüpften Küken ist ein Stromanschluss ebenfalls unabdingbar. Die Preisspanne der Kükenheime variiert je nach Ausstattung und Größe. Kleine Kükenheime sind schon für knappe 150 Euro zu erstehen, große Exemplare der Aufzuchtboxen können hingegen bis zu 500 Euro vom Hühnerzüchter abverlangen.

Die richtige Größe finden

Bei der Auswahl der richtigen Aufzuchtbox für die Hühnerküken ist zum einen die Größe der Hühner zu bedenken, zum anderen die Menge der Hühnerküken, die das Heim beziehen sollen. Für Zwerghühner reichen meistens kleinere Kükenheime aus, während für Großrassen wie Brahma oder Cochins auch bei geringem Besatz ein größeres Kükenheim gewählt werden sollte. Auch die Rasse selbst sollte hinsichtlich ihrer Frohwüchsigkeit genau unter die Lupe genommen werden. Schnell wachsende Rassen benötigen größere Kükenheime als langsam wachsende Rassevertreter. Steht kein separates Abteil für die Aufzucht der Hühnerküken zur Verfügung, sollte die Aufzuchtbox so gewählt werden, dass die Küken auch im Alter von 6 bis 8 Wochen noch genügend Platz darin haben. Erst ab einem Alter von 8 Wochen können sie zusammen mit den Alttieren in einem Gehege/Stall gehalten werden.

Die richtige Ausstattung fürs Kükenheim

Ob Rosten mit Kotschublade oder fester Boden mit Einstreu für das Kükenheim gewählt wird, hängt an den persönlichen Wünschen und Ansichten des Hühnerhalters. Keine Kompromisse sollte man jedoch bei der übrigen Innenausstattung machen. So sind Futter- und Wasserspender idealerweise von außen an das Kükenheim angebracht. Vor allem in den ersten Tagen nach dem Schlupf bietet das den Vorteil, eine konstante, zugfreie Temperatur im Kükenheim zu halten, da die Tür für das Nachfüllen von Futter und Wasser nicht extra geöffnet werden muss. Ähnlich verhält es sich mit der Rostenhaltung, wodurch die Küken nicht durch das manuelle Reinigen des Boxenbodens gestört werden. Die Wärmequelle im Kükenheim sollte so installiert sein, dass sie sich stufenlos regeln lässt. Je älter die Küken werden, desto geringer ist ihr Wärmebedürfnis. Für groß angelegte Nachzuchten sind Kükenboxen besonders geeignet, die sich übereinander stapeln lassen, ohne, dass die Bedienung eingeschränkt ist.