Sollten die Bruteier für einige Stunden auskühlen, ist noch lange nicht alles verloren. Es gibt Berichte über Gelege, die einen ganzen Tag lang ungewärmt sich selbst überlassen waren, da die Glucke unabsichtlich ausgesperrt wurde.

In den meisten Fällen nehmen die Embryonen keinen Schaden. Vor allem, wenn die Eier erst ein paar Tage bebrütet wurden, ist der Entzug der Wärme für ein paar Stunden nicht so tragisch.

Bei den ersten Bruten in der kühlen Jahreszeit, wo die Umgebungstemperatur nur gemäßigt ist, wirkt sich ein solcher Fehler natürlich schneller aus als im Hochsommer. Raumtemperaturen im 20°C – 30°C Bereich lassen es erst gar nicht zu, dass die Eier allzu sehr erkalten.

Passiert solch ein Fauxpas allerdings in der Endphase des Brutvorganges, kann es zu Ausfällen kommen, die ganze
Brut ist aber selten betroffen. Der Schlupf kann sich durch die verlangsamte Entwicklung des Kükens um ein bis zwei Tage verzögern.

Einfach abwarten und nicht die Geduld verlieren lautet die Devise! Auf keinen Fall dürfen die Küken aus Ungeduld vorzeitig ausgepackt werden, dadurch schadet man den Tieren oft mehr als es ihnen nutzt.