Um kräftige und gesunde Küken zu bekommen, muss schon bei der Wahl der geeigneten Bruteier streng selektiert werden. Dass keine Eier mit feinen Haarrissen oder Kalkpickeln verwendet werden sollen, scheint klar, auch sind zu spitze, zu runde oder deformierte Exemplare unbrauchbar.

Das Mindestbruteigewicht ist bei der Auswahl ebenso von Wichtigkeit und wurde aus gutem Grund für jede Rasse speziell festgelegt. Aus Eiern mit geringer Masse schlüpfen auch kleinere Küken, die als erwachsene Hühner oft nicht die volle, rassetypische Größe erreichen und somit nicht dem gewünschten Standard entsprechen. Nicht immer entspricht diese Aussage den Tatsachen und die nicht so großen Küken entwickeln sich toll. Es darf aber nicht außer Acht gelassen werden, dass das Legen kleinerer Eier weiter vererbt wird.

Daher ist es wichtig, dass nur einwandfreie, gut proportionierte Bruteier Verwendung finden, um vitalen Nachwuchs hervor zu bringen, welcher auch im erwachsenen Leben hervorragende Leistungen bringen.

Zu große Eier, welche das Bruteimindestgewicht weit überschreiten, sind noch ungeeigneter als solche, die ein bis zwei Gramm zu wenig auf die Waage bringen. Bei solchen Rieseneiern handelt es sich meistens um sogenannte Doppeldottereier. In ihnen beginnen zwar zwei Embryonen heran zu wachsen, diese sterben aber fast immer vorzeitig ab. Sollte es dazu kommen, dass die Kleinen sich vollständig entwickeln, ist es ihnen meist nicht möglich selbstständig zu schlüpfen.

Ganz selten werden Fälle beschrieben, in denen ein Zwillingsschlupf ohne menschliche Hilfe geglückt ist. Meist gehen die kleinen Tierchen aber elend im Ei zu Grunde. Um ein solches Desaster zu vermeiden, müssen die Bruteier im Voraus mit Bedacht gewählt werden und das Bruteimindestgewicht beachtet werden.