Die dunkle Farbe der Muskulatur kommt daher, dass artgerecht gehaltene Hühner sich wesentlich mehr bewegen und ihre Muskeln besser durchblutet sind, als bei ihren bemitleidenswerten Masthybrid-Kollegen. Aktive Rassen, welche sich viel bewegen haben folglich auch einen höheren Stoffwechsel und eine stärkere Durchblutung.

Durch die erheblich längere Aufzucht – und Mastphase werden die Farbpigmente noch stärker in der Muskulatur eingelagert. Bei Hühnern sind vor allem die Schenkel oft recht dunkel gefärbt, da die Beine die meiste Belastung erfahren. Bei Enten hingegen ist das Brustfleisch durch die Flugbewegungen und die dadurch bedingte starke Durchblutung dunkler.

Masthybriden

Speziell geschaffene Masthybriden erreichen ihr Schlachtgewicht binnen kürzester Zeit. Bei der sogenannten Kurzmast werden die Tiere mit 31 – 36 Tagen geschlachtet. Bei der Langmast bleiben die Hühner etwas länger am Leben, dieses endet mit 34 – 42 Tagen. Hinzu kommt, dass diese Tiere meist zu Tausenden in wohl temperierten Hallen gehalten werden, die wenig Bewegungsfreiraum bieten. Das verabreichte Spezialfutter fördert die schnelle Gewichtszunahme maßgeblich.

Wer also Fleisch von Tieren verzehren möchte, die Zeit ihres Lebens gut gehalten wurden, wird zwangsläufig um dunkles Fleisch nicht herum kommen.

Wer es ganz dunkel möchte, kann auf japanische Seidenhühner (vietnamesische Seidenhühner haben helle Haut) zurückgreifen. Diese Tiere besitzen nicht nur schwärzlich-blaue Haut, auch ihr Fleisch und sogar ihre Knochen sind von dunkler Farbe.