Das Hühnerfutter – Was fressen Hühner?

In Sachen Hühnerfutter gibt die Tierschutznutztierverordnung nicht viel her. Hierin heißt es lediglich, dass „alle Hühner täglich entsprechend ihrem Bedarf mit Futter und Wasser in ausreichender Menge und Qualität“ zu versorgen sind. Eine Selbstverständlichkeit für jeden, der Hühner hält. Doch wie sieht der Futterbedarf für ein Huhn aus und welche Kriterien stellen Hühner an ihr Futter?

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Was fressen Hühner? – 3 Bestandteile der Ernährung

Die ideale Ernährung eines Huhnes besteht aus drei Teilen, die je nach Jahreszeit und Haltungsform zu unterschiedlichen Verhältnissen bestehen.

Optimales Hühnerfutter - Was fressen Hühner?

Teil 1: Fertiges Hühnerfutter aus dem Handel

Ein hochwertiges Hühnerfutter sollte den Tieren ständig zur Aufnahme bereit stehen. Ein solches Basisfutter sollte abwechslungsreich zusammengestellt sein und alle notwendigen Inhaltsstoffe enthalten, die ein Huhn benötigt.

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Hühnerfutter im Winter

Im Winter finden die Hühner im Freilauf kaum noch Insekten, Gräser und Kräuter. Gerade dann ist ein besonders hochwertiges Futter notwendig.

Teil 2: Gemüse, Obst und Eiweisfutter als Ergänzung

Neben dem normalen Hühnerfutter sollte man den Hühnern noch zusätzlich vitaminreiches Frischfutter anbieten. Dies sorgt nicht nur für mehr Abwechslung, sondern wird von den Hühnern auch als besonderer Leckerbissen gerne gefressen.

Gesunde Frischfutter Beispiele:

  • Geriebene Karotten
  • Zuccini
  • Gurke
  • Beeren (Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren,…)
  • Äpfel (werden auch am Stück gegeben)
  • Salatblätter (Kopfsalat, Feldsalat,…)
  • Brennesselblätter
  • Mehlwürmer (frisch oder getrocknet)
  • Tauwürmer

Teil 3: Insekten und Gräser aus dem Freilauf

Steht den Hühnern ein großer Freilauf zur Verfügung, so finden sie Gräser, Kräuter und Insekten. Eins solch naturnahe, abwechslungsreiche und gesunde Ernährung kann kein Hühnerfutter ersetzen. Besser geht es nicht!

Natürliches Hühnerfutter aus dem Freilauf

Unser Tipp

Werden die Hühner im großen Freilauf gehalten, so finden sie so viel natürliche Nahrung das 50 bis 60 % weniger fertiges Hühnerfutter benötigt wird. Und das bei einer gesünderen Ernährung!

Hühner richtig füttern – 4 Grundregeln

Die folgenden Regeln erleichtern die Fütterung der Hühner deutlich und sorgen dafür, das die Hühner gesund und vital bleiben.

Grundregeln: Hühner richtig füttern

  1. Den Hühnern muss über den ganzen Tag ständig Futter zur freien Aufnahme zur Verfügung stehen.
  2. Fertiges Hühnerfutter wird in einem Futterspender angeboten, der einen Mehrtagesvorrat aufnimmt.
  3. Der Futterspender wird wöchentlich mit klarem Wasser und einem Schwamm gereinigt.
  4. Wasser wird in einer Stülptränke angeboten, die alle 2-3 Tage gereinigt wird. Das Wasser sollte täglich ausgetauscht werden.

Das Huhn von innen – Futteraufnahme und Verdauung

Wer seine Hühner bedarfsgerecht ernähren möchte, der kommt um ein paar anatomische Kenntnisse nicht herum und das natürliche Ernährungsverhalten von Hühnern nicht herum!

Hühner sind etwas ganz Besonderes, zumindest, wenn man sich ihre Verdauung ansieht. Die beginnt nämlich bei den meisten Lebewesen bereits mit dem Kauvorgang. Bei Hühnern fehlt hierfür das Gebiss, der mechanische Teil um das Hühnerfutter zu verdauen beginnt also nicht im Schnabel.

Diesen anatomischen „Fehler“ hat die Natur mit dem Einrichten eines Kaumagens ausgeglichen. Das aufgenommene Futter, das Hühner übrigens nach optischen Kriterien auswählen, Riechfunktion und Geschmack sind nämlich bei ihnen nur sehr spärlich entwickelt, wird durch zahlreiche kleine Drüsen in der Schnabelhöhle eingespeichelt.

So rutscht das Hühnerfutter wunderbar die Speiseröhre entlang, allerdings nicht direkt in den Magen, sondern zunächst in den Kropf. Hier wird das Futter weiter aufgeweicht, die nötige Flüssigkeit nehmen die Hühner mit dem Trinkwasser auf.

Huhn bei der Wasseraufnahme

Macht das Huhn nun eine Pause beim Fressen, wird das Hühnerfutter aus dem Kropf schubweise durch den Drüsenmagen in den Muskelmagen befördert. Diese „angeforderte“ Menge an Futter hängt vom Füllzustand des Magens ab, erfolgt also reflektorisch.

Im Muskelmagen wird nun die eigentliche Kautätigkeit ausgeführt, daher spricht man auch gerne vom Kaumagen. Zwar ist das Innere des Magens mit einer Hornlage überzogen, die durch Muskelbewegung das Futter zermalmt, allerdings wird dieser Mahleffekt noch durch die instinktive Aufnahme von kleinen Steinchen verstärkt.

Die chemische Verdauung und die Absorbtion der Nährstoffe aus dem Hühnerfutter erfolgt dann im Dünndarm, ähnlich wie bei allen anderen Säugetieren auch. Allerdings wird bei Hühnern keine Laktase gebildet, Molke und Milchprodukte im Futter der Hühner beizumengen, ist daher sinnlos!

Eine weitere Besonderheit ist die Tatsache, dass Hühner Kot und Harn nicht getrennt voneinander absetzen. Denn Mastdarm und Harnleiter gelangen nicht getrennt nach außen, sondern münden in einer Kloake. Harn als solchen findet man dabei nicht. Dem grünlichen Kotgemisch ist er lediglich in Form von weißer Harnsäure beigemischt.

Das natürliche Hühnerfutter

Genau wie Menschen benötigen auch Hühner verschiedene Stoffe und Energieträger. Sie haben also nicht nur einen Bedarf an Hühnerfutter, sondern auch an unterschiedlichen Nährstoffen. Diese müssen regelmäßig und in ausreichender Menge durch das Hüherfutter aufgenommen werden, denn fehlen bestimmte Nährstoffe, entstehen Mangelerscheinungen.

Etwa 50 verschiedene chemische Verbindungen und Elemente zählen zur Gruppe der Nährstoffe. Diese Vielfalt macht schnell deutlich, dass den Hühnern niemals nur ein einziges, natürliches Hühnerfutter zur Bedarfsdeckung ausreichen kann.

Das Hühnerfutter sollte aus verschiedenen Futtermitteln bestehen, die sich in ihren Bestandteilen gegenseitig ergänzen.

Hühner bei der Futteraufnahme

Ein Blick auf das natürliche Ernährungsverhalten der Hühner verdeutlicht diese Tatsache! Denn in der freien Natur streifen Hühner überall scharrend und pickend herum, um ihren vielfältigen Nährstoffbedarf zu decken.

Auf dem Speiseplan stehen dabei Samenkörner, Würmer, Blätter und Beeren, aber auch Gras kleinen Insekten und sogar Essensreste werden nicht verschmäht. Entsprechend des natürlichen Futterplans sollte also auch ihr Futter bei der Haltung in menschlicher Obhut aussehen.

Wieviel Futter braucht ein Huhn?

Wer dem Irrglauben verfällt, Hühner würden aufgrund ihrer geringen Größe nur wenig Futter und Wasser benötigen, der irrt gewaltig. Natürlich ist speziell der Futterbedarf bei Hühner von der Rasse und demnach der Größe des Huhns abhängig.

Faustregel Hühnerfutter

Rund 120 Gramm Hühnerfutter pro Tag nimmt ein 2,5 Kilogramm schweres Huhn mit einer normalen Legeleistung auf.

Wer seinen Hühnern genügend Auslauffläche und damit die Möglichkeit gibt, sich einen Grossteil ihres Futters selber zu suchen, der erkennt schnell, dass der Futterspender nur selten gefüllt werden muss. Ansonsten schlagen zehn Hühner schon mit einer ordentlichen Menge an Hühnerfutter pro Tag zu Buche!

Silo für Hühnerfutter und Tränke für Wasser

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Faustregel Wasserbedarf

Ein Huhn nimmt pro Tag etwa 250 ml Wasser auf.

Eine enorme Menge, setzt man den Wasserbedarf mit Größe und Körpergewicht eines Huhns in Relation. Denn ein 70 Kilogramm schwerer Mensch würde demnach jeden Tag sieben Liter Wasser und rund 3,5 Kilogramm Nahrung zu sich nehmen müssen, wäre er ein Huhn.

Was fressen Hühner gerne?

Hühner besitzen einen sehr schlechten Geruchs- und Geschmachssinn. Deshalb wählen Hühner ihr Futter nach Form, Größe und Farbe aus.

Futter das sich bewegt wird von den Hühnern instinktiv bevorzugt. Ob es sich dabei um ein Würmchen, eine Ameise oder ein Grashalm, das in das Hühnergehege geworden wird, handelt.

Darüberhinaus bevorzugen Hühner bei der Futteraufnahme 2 – 4 mm große, rundliche Körner, die einen stärkeren Kontrast zum Untergrund bilden. Dies kann man bereits bei Hühnerküken nutzen um den Küken das erste Futter anzubieten.

Hühnerküken pickt Futterkorn

Sehr gerne fressen Hühner:

  • Tauwürmer
  • Mehlwürmer
  • Mais (Dosenmais und Bruchmais)
  • Gekochten Reis und Nudeln
  • Gekochte Kartoffeln
  • Blüten von Wiesenblumen
  • Kleeblätter
  • Unterschiedliche Körner (Weizen, Gerste,…)
  • vieles mehr

Was dürfen Hühner nicht fressen?

Es gibt jedoch auch einige Nahrungsmittel, die Hühner nicht vertragen und daher nicht fressen sollten.

Hühner sollten dies nicht fressen:

  • Verdorbenes und schimmeliges Futter
  • Stark gewürzte Speisen
  • Zitrusfrüchte in größeren Mengen (Orangen, Zitronen, Kiwi): Zu große Vitamin C Mengen können zu Darmblutungen führen
  • Avocados: Sind für die meisten Tiere giftig
  • Fleischprodukte: Das Gesetz verbietet Fleichprodukte an Hühner zu verfüttern
  • Speisen mit Triebmitteln (Hefe, Backpulver) wie roher Kuchenteig

Küchenabfälle als Hühnerfutter?

Küchenabfälle sind ein abwechslungsreiches und sehr gern angenommenes Futter für die Hühner. Solche Leckerbissen wie einige Nudeln, etwas Reis oder die Schalen einiger Äpfel führen nicht selten zu einem wilden Getümmel in der Hühnerherde.

Leider warnen viele Webseiten davor die Hühner mit Küchenabfällen zu füttern. Doch wir unser Meinung nach enthalten Küchenabfälle viele für die Hühner sehr hochwertige, abwechslungsreiche und leckere Bestandteile.

Küchenabfälle als Hühnerfutter geeignet

Natürlich sollte man nicht den Küchenabfall, der bereits mehrere Tage vor sich hingammelt, in Hühnergehege kippen. Zudem sollte man nur die Bestandteile auswählen, die man selbst noch essen würde. Schimmelige, faulige und stark gewürzte Speisen haben im Hühnerfutter nichts zu suchen.