Wärmelampe - Infrarotstrahler

Werden die frisch geschlüpften Küken aus dem Brüter entnommen, so müssen sie gewärmt werden. Eine Wärmelampe wird hierzu häufig verwendet. Alternativ kann man eine Wärmelampe, auch bei eisigen Temperaturen im Hühnerstall, zur kurzzeitigen Wärmung der Hühner verwenden. Speziell bei Hühnern mit frostempfindlichen Kämmen ist dies zu empfehlen.

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Die Wärmelampe – Praxistipps und Empfehlungen

Auch, wenn viele Hühnerhalter ihr Federvieh bei frostigen Außentemperaturen gerne in eine kuschelige Decke hüllen würden, ein trockener, zugfreier und, je nach Hühnerrasse, leicht isolierter Hühnerstall ist zum „Erwärmen“ der Hühner selbst in sehr strengen Wintern vollkommen ausreichend. Dennoch sollte jeder Hühnerhalter für den Fall der Fälle über eine Wärmelampe verfügen.

Gerade bei Nachzuchten, die früh im Jahr erfolgen oder bis in den Herbst hineingehen, sollte den jungen Hühnern eine Wärmelampe zur Verfügung stehen, um gegen kühle Temperaturen gerüstet zu sein. Bei der Aufzucht ohne Glucke ist eine Wärmequelle ebenfalls zwingend erforderlich. Kranke Hühner und frostempfindliche Hühnerrassen sind genauso dankbar, wenn eine warme Lampe über ihnen glüht.

Allerdings ist Wärmelampe nicht gleich Wärmelampe und die Vor- und Nachteile der einzelnen Angebote sollten vor dem Kauf genau analysiert werden.

Infrarotstrahler

Infrarotbirnen, auch als Rotlichtbirnen oder einfach Infrarotstrahler bekannt, gibt es in unterschiedlicher Watt-Zahl im Fachhandel zu erstehen. In den dazugehörigen Lampenschirm gedreht, tauchen sie das zu wärmende Umfeld in ein wohliges rotes Licht, je nachdem, wie tief der Lampenschirm gehängt wird.

Wärmelampe - Infrarotstrahler

Leider sind Rotlichtlampen auch mit zahlreichen negativen Eigenschaften ausgestattet. Die gravierendste (zumindest für den Geldbeutel) dürfte angesichts hoher Energiekosten der recht hohe Stromverbrauch sein, der sich auch mit einer energiesparenden Version der Rotlichtlampe nicht wesentlich reduzieren lässt.

Der zweite Nachteil betrifft die tierfreundlichen bzw. artgerechten Aspekte beim Einsatz von Infrarotlampen in der Geflügelhaltung. Gerne genutzt zur Kükenaufzucht, sollen Rotlichtleuchten die Wärme der Glucke ersetzen, was sie auch zweifelsohne gut schaffen. Allerdings, und hier liegt das große Problem, ist es im kuscheligen Gefieder der Glucke für gewöhnlich dunkel. Rotlichtlampen geben nicht nur Wärme ab, sondern gleichzeitig auch jede Menge rotes Licht. Dieses kann unter den jungen Küken zu schnell zu Feder- und Zehenpicken führen und fordert nicht selten Todesfälle. Vermutlich ist die unnatürliche, permanent gegebene Helligkeit schuld an diesem Fehlverhalten. Aus diesen Gründen sollte im Geflügelbereich anderen Wärmequellen der Vorzug gegeben werden.

Dunkelstrahler

Dunkelstrahler, auch als Keramikstrahler bezeichnet, werden wie Rotlichtleuchten auch, in verschiedenen Wattstärken angeboten. Dunkelstrahler warten im Vergleich zu Rotlichtlampen jedoch gleich mit mehreren Vorteilen auf. Sie sind wesentlich sparsamer im Stromverbrauch, da sie ausschließlich Wärme verströmen und nicht
leuchten. Dafür sind die Keramikstrahler jedoch doppelt so teuer, wie ihre rote Alternative.

Aus tierischer Sicht genießen Dunkelstrahler noch weitere Vorteile. So imitieren sie recht gut das natürliche Umfeld bei der Kükenaufzucht und erlauben den kleinen Piepern einen möglichst natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus, was einem Kannibalismus unter den Küken weitestgehend vorbeugt. Auch als Wärmequelle bei frostigen Temperaturen werden die Hühner nicht durch ein zusätzliches Licht aus ihrem Rhythmus gebracht.

Allerdings ist auch hier die Temperaturregulierung nur durch die Abstandsregulierung zum wärmenden Objekt möglich.

Zubehör für Wärmelampen

Ob Dunkelstrahler oder Rotlichtbirne, einen Schutzschirm mit Birnenfassung benötigen sie beide, um ihre Wärme punktgenau abzugeben. Der Schutzschirm für Wärmelampen ähnelt dabei einem herkömmlichen, trichterförmigen Lampenschirm. Durch den Trichter, der in der Regel aus Aluminium gefertigt ist, wird die Wärme der eingedrehten
Birne optimal reflektiert, ohne, dass ein Hitzestau entsteht und die Technik schädigt. Das erlaubt nicht nur eine punktgenaue Strahlungswärme, sondern spart auch noch Energiekosten.

Damit sich auch bei tief hängender Wärmelampe kein Tier an der heißen Birne verbrennt, sind die meisten Wärmelampenschirme mit einem verzinkten Stahldrahtkorb versehen, der sich zum Wechseln von Infrarotbirne oder Dunkelstrahler bequem aufklappen lässt.

Die Kabellänge ist mit über zwei Metern bei den meisten Wärmelampen sehr großzügig gewählt. So kann die Lampe einfach in eine Steckdose, auch außerhalb des Hühnerstalls, gesteckt werden. Wer keinen Dauerbetrieb wünscht, der schaltet bequemerweise eine einfache Zeitschaltuhr zwischen und spart sich so das Ein- und Ausziehen des Lampensteckers.

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Wärmelampenkorb

Dieser Wärmelampenkob ist tausendfach bewährt und ein grundsolides Modell. Man kann davon ausgehen das er noch nach 10 Jahren treu seine Dienste leistet. Der Korb schützt die Wärmelampe vor Erschütterungen und vermeidet Berührungen der heißen Birne mit Umgebungsgegenständen. Ein klarer Kauftipp.

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Wärmelampe 175 Watt

Passend zum Wärmelampenkorb passt diese Wärmelampe. Durch ihre 175 Watt Heizleistung kann sie sowohl bei der Kükenaufzucht eingesetzt werden. Aber auch als Wärmequelle im Hühnerstall kann sie bei eiskalten Winternächten oder bei empfindlichen Hühnerrassen Einsatz finden. Diese Wärmelampe sollte in keinem Notfallset fehlen.