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Der Hühnerstall und dessen Einrichtung

My home is my castle, so zumindest lautet das Motto, wenn Menschen von ihrer Wohnumgebung ins Schwärmen geraten. Bei Hühnern sieht es ähnlich aus, nur, dass sie ein anderes Verständnis für Luxus haben, als wir Menschen. Hühnerluxus ist zum Beispiel ein auf ihre Bedürfnisse angepasster Hühnerstall, der ihnen all das bietet, was sie zum Wohlfühlen brauchen. Denn nur Hühner, die sich in ihrem Stall wohlfühlen, bereiten dem Halter lange Freude! Dennoch sollte auch der menschliche Komfort im Hühnerstall nicht zu kurz kommen. Schließlich ist er derjenige, der die täglich Arbeit im Stall der Hühner übernimmt, entsprechend sollte der Hühnerstall auch den Bedürfnissen des Hühnerhalters entgegenkommen.

Stall für die Haltung von Hühnern

Wie sieht der ideale Hühnerstall aus?

Im Prinzip reicht eine spartanische Ausstattung, um einen Hühnerstall „huhngerecht“ zu gestalten. Das Wichtigste ist, neben genügend Platz, ein trockener, verschließbarer Bau (Mardersicher), der frei von Zugluft und mit Sitzstangen, Futterspender, Tränke und Legenestern ausgestattet ist. Aus welchem Material der Hühnerstall errichtet ist, ob es sich um eine bereits vorhandene Hütte handelt oder welche optischen Ansprüche er sonst noch erfüllen muss, hängt in erster Linie vom persönlichen Geschmack des Hühnerhalters ab.

Eines darf im Hühnerstall jedoch keinesfalls fehlen: Fenster, die für genügend gleichmäßiges Licht im Stall sorgen! Dabei muss eine direkte Sonneneinstrahlung jedoch vermieden werden, das diese zu Federpicken führen kann! Ein leichtes Sauberhalten für eine optimale Stallhygiene sollte ebenfalls möglich sein. Idealerweise verfügt der Hühnerstall über Sitzstangen, bei denen unterhalb ein Kotbrett oder eine vergitterte Kotgrube angebracht ist. Das erleichtert nicht nur dem Halter das Reinigen, sondern vermeidet auch einen ständigen Kontakt der Hühner mit ihren Exkrementen. Ein Sandbad im Hühnerstall, sofern nicht im Auslauf vorhanden, sollte im Stall der Hühner ebenfalls eingeplant werden, damit die Hühner ihrem Reinigungsbedürfnis nachkommen und ihre Milben loswerden können. Eine Kiste mit einer Mischung aus Quarzsand und Holzkohle leistet hier gute Dienste.

Der Hühnerstall im Winter

Oft wird der Hühnerstall im Frühjahr oder während der Sommermonate bezogen. An den Winter wird meistens erst dann gedacht, wenn er direkt vor der Tür steht. Die meisten Hühnerrassen kommen mit den winterlichen Temperaturen unserer Breitengrade dabei gut zurecht, eine aufwändige Isolation ist daher nicht notwendig. Allerdings ist das Lichtangebot in den Wintermonaten relativ eingeschränkt, was bei der Planung des Hühnerstalls zu bedenken ist. Das Einplanen einer ausreichend großen Fensterfront im Stall der Hühner ist also sinnvoll, um eine Verlängerung der Tageszeit mit Kunstlicht möglichst zu umgehen. Das ist nicht nur stromsparend und daher schonend für den Geldbeutel, sondern wird auch von den Hühnern bevorzugt, da sie grelles Neonlicht nur schlecht vertragen. Wenn Licht im Hühnerstall nötig ist, dann können sparsame 3-4 Watt LED-Leuchten verwendet werden, die über der Futterstelle angebracht werden sollten. Hühner sehen dreimal besser als der Mensch und kommen auch mit einer solch sparamen Beleuchtung aus. LED-Leuchten sind nicht nur aufgrund ihres sparsamen Stromverbrauches zu empfehlen, sie flackern im Gegensatz zu Neonröhren nicht. Als Lichtfarbe sollte kaltweiß gewählt werden, da dieses dem natürlichen Sonnenlicht ähnlich ist.

Der Hühnerstall

Dabei ist zu bedenken, dass in der Hobbyhaltung kaum Leistungseinbußen in der Wirtschaftlichkeit der Hühner zum Tragen kommen. In den Wintermonaten verringert sich nämlich die Legeleistung unserer Hühner durch die verkürzten Tage - in großen Legehennenfarmen natürlich ein Problem. Dennoch ist eine künstliche Steigerung des Lichtangebots im Stall der Hühner nicht zwingend notwendig, damit aufs Frühstücksei nicht verzichtet werden muss. Rund 14 Stunden „Tageslicht“ sind ideal, einem naturnah gehaltenen Huhn reicht in den Wintermonaten aber auch eine Tageslichtlänge von 10 Stunden.

Eckdaten zum Hühnerstall

Als Faustformel für die Grundgröße (Minimalwert) eines Hühnerstall gilt: Je nach Größe der Hühner finden auf einem Quadratmeter Stallfläche maximal 3 mittelgroße Hühner oder 5 Zwerghühner Platz. Bei Zwerghuhnrassen kann dieser Wert bis zu einem Drittel, also bis zu 15 Hühner pro Quadratmeter, nach oben korrigiert werden. Dennoch sollte man diese minimale Grundgröße nicht gnadenlos ausreizen, denn je mehr Platz den Hühnern im Stall zur Verfügung steht, desto wohler fühlen sie sich. Von dieser Fläche sollte der Scharrbereich etwa ein Drittel ausmachen und 10 bis 15 cm hoch eingestreut sein. Der übrige Bereich im Hühnerstall ist den Sitzstangen mit Kotbrett oder –grube vorbehalten. Diese sind in einer Höhe zu montieren, um Kämpfen um den besten (höchsten) Sitzplatz entgegenzuwirken. Pro Huhn müssen etwa 25 cm Sitzplatz zur Verfügung stehen. Damit Hühner ihren Halter mit frisch gelegten Eiern erfreuen können, ist das Aufstellen von Legenestern im Stall sinnvoll. Einzel- oder Gruppennester gibt es im Fachhandel, sie lassen sich mit ein wenig handwerklichem Geschick aber ebenso gut selber bauen. Ein Legenest sollte dabei die Maße 35 x 35 x 35 cm aufweisen, wobei ein Nest für 3-4 Hühner ausreichend ist. Und keine Sorge, auch ohne Legenest wird sich die Henne ein Plätzchen suchen und ihr Ei ablegen!

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