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Start » Wissen » Rund ums Huhn » Tierfreundlicher Garten

Tierfreundlicher Garten

Inhaltsverzeichnis

Lebensräume für Wildtiere schaffen

Hühnerhalter sind fast immer Menschen mit einem guten Gespür für Tiere, und genau dieses Gefühl lässt sich wunderbar auf den ganzen Garten ausweiten. Mit ein paar gezielten Maßnahmen schaffst du Lebensräume, in denen sich viele Wildtiere dauerhaft wohlfühlen. Das Ergebnis: mehr Leben, mehr Naturbeobachtungen und ein Garten, der im Gleichgewicht ist.

Im Folgenden findest du für fünf wichtige Tierarten detaillierte, praxisnahe Tipps, inklusive konkreter Pflanzen, Bauideen und kleiner Umstellungen, die wirklich etwas bringen.

Insekten – Vielfalt fördern mit Struktur & Blüten

Der ideale Garten für Insekten

Insekten brauchen vor allem Nahrung über die gesamte Gartensaison und Strukturvielfalt. Ein reiner Rasen oder sterile Beete reichen dafür nicht aus. Ideal ist ein Garten, der vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst hinein blüht und auch „unordentliche“ Ecken zulässt.

Das kannst du konkret tun:

  • Blühpflanzen anpflanzen:
    • Frühblüher: Krokus, Schneeglöckchen, Winterling
    • Sommerblüher: Lavendel, Salbei, Thymian, Borretsch
    • Wildpflanzen: Kornblume, Natternkopf, Wilde Möhre
  • Kräuter nicht abernten, sondern blühen lassen
  • Rasen teilweise stehen lassen oder Blühinseln anlegen
  • Totholz, alte Stängel und Steinhaufen im Garten belassen

Nist- und Überwinterungshilfen für Insekten

Ein Insektenhotel solltest du spätestens im zeitigen Frühjahr aufstellen, idealerweise schon im Herbst oder Winter. So können Wildbienen und andere Insekten den Standort früh kennenlernen. Der Platz sollte sonnig, trocken und windgeschützt sein, eine Ausrichtung nach Süden oder Südosten hat sich bewährt. Achte darauf, dass das Insektenhotel abwechslungsreich strukturiert, fest montiert und nicht im Regen aufgehängt ist.

Wichtig ist hochwertiges Füllmaterial: glatte Bohrlöcher in Hartholz, saubere Bambusröhrchen oder Schilf mit geschlossenen Knoten am hinteren Ende.

Für die Überwinterung reicht ein Insektenhotel allein nicht aus. Viele Arten überwintern in Laubhaufen, hohlen Pflanzenstängeln oder Totholz. Räume deshalb Beete und Stauden erst im Frühjahr auf. Ein „unaufgeräumter“ Garten ist im Winter der beste Schutz für Insekten.

Wichtig beim Aufbau:

  • Hartholz mit glatten Bohrungen (3–9 mm)
  • Bambus- oder Schilfröhrchen mit sauberen Schnittkanten
  • Wettergeschützter, sonniger Standort
  • Zusätzlich: Laubhaufen, hohle Pflanzenstängel, alte Holzscheite

Vorteile, wenn sich Insekten bei dir wohlfühlen

Insekten bestäuben Obstbäume, Beeren und Gemüse, verbessern deine Ernte und sind die Grundlage für ein stabiles Garten-Ökosystem. Gleichzeitig sind sie wichtige Nahrung für Vögel, und sogar für deine Hühner.

Unser Tipp

Lass im Herbst Stauden und Gräser einfach stehen. Sie sehen vielleicht „unaufgeräumt“ aus, sind aber wertvolle Winterquartiere, aufräumen kannst du immer noch im Frühjahr.

Igel – Rückzugsorte statt Ordnung

Der ideale Garten für Igel

Igel brauchen Deckung, Ruhe und Durchgänge. Besonders wichtig sind strukturreiche Randbereiche, in denen sie tagsüber schlafen können.

So machst du deinen Garten igelfreundlich:

  • Hecken aus Hainbuche, Liguster oder Weißdorn pflanzen
  • Sträucher wie Holunder, Johannisbeere oder Hasel
  • Laub unter Hecken liegen lassen
  • Zäune mit kleinen Durchlässen (ca. 10 × 10 cm) versehen
  • Mähroboter nachts ausschalten

Igelkasten und Überwinterungshilfen

Ein Igelkasten sollte spätestens im Oktober aufgestellt werden, bevor die Temperaturen dauerhaft sinken. Der Standort ist entscheidend: ruhig, schattig, trocken und am besten unter einer Hecke oder in einer geschützten Gartenecke. Der Eingang sollte nicht zur Wetterseite zeigen.

Fülle den Kasten locker mit trockenem Laub oder Stroh, der Igel baut sein Nest selbst weiter aus.
Während des Winters gilt: nicht stören. Auch wenn es verlockend ist nachzusehen, ein schlafender Igel braucht absolute Ruhe. Zusätzlich kannst du natürliche Überwinterungshilfen schaffen, indem du Laub unter Sträuchern liegen lässt oder Reisighaufen anlegst. Aufräumen ist hier wirklich erst im Frühjahr sinnvoll.

Bewährt hat sich:

  • Standort unter einer Hecke oder an einer ruhigen Ecke
  • Eingang nicht zur Wetterseite ausrichten
  • Innen mit trockenem Laub und Stroh auslegen
  • Keine Störungen im Winter, auch nicht „nachschauen“

Vorteile, wenn sich Igel bei dir wohlfühlen

Igel fressen Schnecken, Engerlinge und andere Bodenschädlinge. Sie sind außerdem ein sehr gutes Zeichen dafür, dass dein Garten naturnah und gesund ist.

Unser Tipp

Wenn du im Herbst einen kleinen Igel siehst, der noch sehr leicht wirkt, stelle flache Schalen mit Wasser und Katzennassfutter (ohne Gelee) auf – das kann überlebenswichtig sein.

Singvögel – Lebensraum statt nur Futterstelle

Der ideale Garten für Singvögel

Vögel brauchen Nahrung, Brutplätze und Schutz vor Feinden. Ein vielfältiger Garten bietet all das, ganz ohne großen Aufwand.

Das hilft konkret:

  • Beerensträucher: Holunder, Schlehe, Sanddorn
  • Samenpflanzen: Sonnenblume, Distel, Amaranth
  • Dichte Sträucher als Versteck
  • Flache Wasserstellen zum Trinken und Baden

Nistkasten und Überwinterungshilfen

Nistkästen kannst du ganzjährig aufhängen, ideal ist jedoch der Herbst oder Winter, damit die Vögel sie früh als Brutplatz oder Schlafplatz annehmen. Der Kasten sollte wettergeschützt hängen, nicht in der prallen Sonne und mit etwas Abstand zu anderen Kästen. Achte auf die richtige Einfluglochgröße, damit keine größeren Vögel oder Räuber eindringen.

Im Herbst solltest du alte Nester entfernen und den Kasten reinigen, damit er im nächsten Frühjahr hygienisch ist. Im Winter nutzen viele Vögel Nistkästen als Schlafplatz gegen Kälte. Zusätzlich helfen dichte Hecken, Sträucher und immergrüne Pflanzen als natürlicher Wind- und Wetterschutz.

Darauf solltest du achten:

  • Passende Lochgröße (z. B. 32 mm für Meisen)
  • Wettergeschützter Platz, nicht in der prallen Sonne
  • Einmal jährlich im Herbst reinigen
  • Hecken und Sträucher als natürlichen Windschutz belassen

Vorteile, wenn sich Singvögel bei dir wohlfühlen

Singvögel füttern ihre Jungen mit Insekten und helfen so, Schädlinge zu reduzieren. Außerdem bringen sie Leben, Bewegung und Gesang in den Garten.

Unser Tipp

Füttere im Winter lieber regelmäßig kleine Mengen, statt große Vorräte anzulegen – so bleibt das Futter frisch und hygienisch.

Hummeln – Frühstarter mit großem Nutzen

Der ideale Garten für Hummeln

Hummeln sind schon sehr früh im Jahr aktiv und brauchen deshalb früh blühende Pflanzen.

Geeignete Pflanzen:

  • Frühblüher: Krokus, Traubenhyazinthe, Lungenkraut
  • Später: Lavendel, Phacelia, Sonnenhut
  • Blühende Kräuter: Salbei, Oregano, Thymian
  • Ungestörte, sonnige Bereiche im Garten

Hummelkasten und Überwinterungshilfen

Ein Hummelkasten wird sehr früh im Jahr, oft schon im Februar oder März, aufgestellt. Genau dann suchen Hummelköniginnen nach einem geeigneten Platz zur Nestgründung. Der Kasten sollte halbschattig stehen, vor Regen geschützt und unbedingt mit einer Ameisensperre versehen sein. Sobald eine Hummel den Kasten angenommen hat, darf er nicht mehr versetzt oder geöffnet werden.

Für die Überwinterung sind vor allem Laubhaufen, lockere Erde und ungestörte Gartenecken wichtig, da junge Königinnen dort den Winter verbringen. Verzichte im Herbst auf gründliches Aufräumen, das sichert den Hummeln das Überleben bis zum nächsten Frühjahr.

Wichtig:

  • Halbschattiger Standort
  • Ameisensperre einplanen
  • Nicht umstellen, sobald er angenommen wurde
  • Laubhaufen für die Überwinterung der Jungköniginnen

Vorteile, wenn sich Hummeln bei dir wohlfühlen

Hummeln bestäuben auch bei Kälte und Regen, ideal für Obstbäume und Beeren. Sie sind friedlich und extrem effizient.

Unser Tipp

Wenn im Frühjahr eine Hummel erschöpft wirkt, hilft ein Tropfen Zuckerwasser auf einem Löffel, das rettet manchmal ein ganzes Volk.

Schmetterlinge – Mehr als nur schöne Gäste

Der ideale Garten für Schmetterlinge

Schmetterlinge brauchen sowohl Nektarpflanzen als auch Raupenfutterpflanzen.

Diese Pflanzen sind besonders wertvoll:

  • Nektar: Sommerflieder, Lavendel, Dost, Zinnie
  • Raupenfutter: Brennnessel, Wilde Möhre, Fenchel
  • Sonnige, windgeschützte Plätze
  • Keine Pestizide oder chemischen Dünger

Schmetterlingskasten und Überwinterungshilfen

Schmetterlingskästen können das ganze Jahr über hängen bleiben, besonders wichtig sind sie aber im Herbst und Winter. Sie dienen Faltern als Schutz bei schlechtem Wetter oder als Rückzugsort in der kalten Jahreszeit. Der Kasten sollte sonnig, trocken und windgeschützt angebracht sein.

Noch wichtiger als der Kasten selbst sind natürliche Überwinterungsplätze: stehengelassene Pflanzenstängel, Laubhaufen, Holzstapel und geschützte Mauern. Viele Schmetterlinge überwintern als Ei, Raupe oder Puppe, oft unauffällig an Pflanzen. Deshalb gilt auch hier: erst im Frühjahr aufräumen, wenn die Temperaturen stabil steigen.

Zusätzlich hilfreich:

  • Pflanzenstängel über Winter stehen lassen
  • Laubhaufen nicht entfernen
  • Holzstapel und sonnige Mauern integrieren

Vorteile, wenn sich Schmetterlinge bei dir wohlfühlen

Schmetterlinge zeigen, dass dein Garten ökologisch im Gleichgewicht ist. Sie bestäuben Pflanzen und machen Natur für Kinder sichtbar und erlebbar.

Unser Tipp

Eine kleine „wilde Ecke“ mit Brennnesseln wirkt unscheinbar, ist aber einer der wichtigsten Lebensräume für viele Schmetterlingsarten.

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