Das kranke Huhn erkennen

Es gibt unzählige Krankheiten, die unseren gefiederten Hausgenossen das Leben schwer machen können. Einige von ihnen sind schwerwiegend und führen unbehandelt zum Tod, andere wiederum klingen auch ohne Behandlung wieder ab und beeinflussen die Hühnergesundheit nur vorübergehend. Die Entscheidung, ob und welche Maßnahmen zur Krankheitsbekämpfung zum Einsatz kommen, liegt ganz in der Verantwortung des Hühnerhalters. Ihm obliegt es zum Einen, zu erkennen, wenn es seinen Hühnern schlecht geht und zum Zweiten, entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Das kann das Kontaktieren des Tierarztes sein, aber auch die Entscheidung darüber, dass eine Eigenbehandlung ausreichend ist.

Kranke Hühner erkennen

Krankes Huhn erkennen

Woran erkennt man überhaupt ein krankes Huhn? Schließlich kann es nicht reden und einen vor Fieber hochroten Kopf wird es einem auch nicht präsentieren. Dennoch ist es selbst für den Laien relativ einfach, ein krankes Huhn zu erkennen. Oft erkennen Hobbyhühnerhalter Krankheiten bei Hühnern durch den intensiven Kontakt zu den Tieren wesentlich eher, als Großbetriebe. Hier fällt ein krankes Huhn häufig erst dann auf, wenn es bereits stark geschwächt ist. Das erste Anzeichen für eine sich ausbreitende Krankheit, sei sie bakterieller Natur, von Parasiten oder durch einen Virus hervorgerufen, ist die Veränderung im Verhalten des Huhns. Das sonst agile und muntere Federvieh ist träger als üblich, schläft vermehrt und sondert sich vielleicht sogar schon von den übrigen Hühnern ab. Auch das Fressen wird nicht mehr in dem Maße aufgenommen, wie es sonst bei ihm zu beobachten ist. Vielleicht sind auch Schnabel, Augen oder Kloake durch Ausscheidungen verklebt und fallen daher schnell ins Auge. In Phase zwei einer sich ausbreitenden Krankheit beim Huhn ist der Patient apathisch, möglicherweise kann ein Niesen oder Atemgeräusche wahrgenommen werden. Das kranke Huhn sitzt nun abgesondert von der Gruppe mit aufgeplustertem Fell in der Ecke, einige Hühner verweilen auch am Fress- oder Tränkeplatz, die Augen sind ohne Glanz und die Flügel hängen schlaff herab.

Was tun mit dem kranken Huhn

Bei Hühnern, die deutliche Krankheitszeichen zeigen, ist die Krankheit häufig schon sehr weit fortgeschritten und die Behandlung wird erschwert. Wird ein krankes Huhn im Stall entdeckt, so sollte der Hühnerhalter schon bei den geringsten Krankheitszeichen handeln. Zunächst wird der gefiederte Patient von den anderen Hühnern separiert. Ein eigenes Abteil, abgeschlossen von den übrigen Hühnern oder das Verbringen in einen gänzlich anderen Stall (zur Not tun es auch die eigenen vier Wände) muss sein, um den Rest des Hühnerbestands zu schützen. Krankheiten, die durch Bakterien, Viren, Parasiten oder Pilze ausgelöst wurden, können sich schnell im Bestand ausbreiten! Vor allem bei geschwächten, alten oder jungen Hühnern ist das Ansteckungsrisiko hoch – kranke Hühner also immer von der Gruppe trennen.

Das darf ein krankes Huhn nicht

Brüten sollte ein krankes oder kränklich wirkendes Huhn auf keinen Fall. Infektionen können von der Henne auf das Ei übertragen werden. Auch bei jungen Küken muss die kranke Henne separiert werden, um die Küken vor einer Ansteckung durch Bakterien oder Viren hervorgerufenen Krankheiten zu schützen. Auch bei Krankheiten, die nicht durch Ansteckung übertragen werden, sondern ererbt sind, durch Vergiftungen hervorgerufen wurden oder durch eine Stoffwechselentgleisung entstanden sind, sollte das Tier nicht zur Zucht verwendet werden. Eine separierte Haltung ist in diesen Fällen aufgrund der fehlenden Ansteckung zwar nicht nötig, hilft dem Tier aber in vielen Fällen bei der Genesung. Ebenso müssen dem kranken Huhn die nötigen naturheilkundlichem oder schulmedizinischen Medikamente verabreicht werden, genauso wie es entsprechend seiner Krankheit gefüttert werden muss. Bei Durchfall bietet sich zum Beispiel Schonkost an, andere Symptomatiken verlangen wiederum nach einem Mehr an Energie durch proteinhaltiges Futter.