Hat man das Glück im Frühjahr oder im Frühsommer eine gluckende Henne zu haben, so sollte man dieser die Brut ermöglichen. Küken, die durch eine Glucke ausgebrütet und aufgezogen werden sind robuster und nicht selten auch aktiver. Zur Brut sollte man einen Gluckenstall verwenden, hier hat die Henne Ruhe und kann sich auf die Bruteier und Küken konzentrieren.

Ein Gluckenstall für Hühner

Was kann man als Gluckenstall verwenden?

In der Regel wird die Henne, die zu glucken beginnt, einfach im Legenest sitzen bleiben und dort mit der Brut beginnen wollen. Unerfahrene Hühnerhalten versuchen teilweise durch das Markieren der Eier und das Entfernen der „dazugelegten Eier“ dies zu ermöglichen. Allerdings fühlt sich die Glucke durch die anderen Hühner, den Hahn und auch den Halter, der ständig Eier entfernt, gestört und die Brut ist selten erfolgreich. Die Glucke muss daher in einen separaten Stall – den Gluckenstall – umgesetzt werden.
Der Gluckenstall muss nicht besonder groß sein, da die Henne in der Regel nur auf dem Nest sitzt.

Als Gluckenstall eigen sich folgende Möglichkeiten:

  • Abgetrennter Stallbereich (auch nach Oben)
  • Größere Kaninchenställe (idealerweise mit Freilauf)
  • Boxen aus Holzplatten
  • Größere Kartons

Auch wenn der Gluckenstall nicht riesig sein muss, so sollte man doch darauf achten das er nicht zu klein ist und die Henne etwas Platz hat. Ganz gut geeignet sind Ställe mit 2m² Größe.

Gluckenstall mit Freilauf

Einrichtung des Gluckenstalls

Im Gluckenstall soll die Henne alles vorfinden, was sie zur Brut und zur Aufzucht der Küken benötigt.

Während der Brut sollte man folgende Einrichtung im Gluckenstall verwenden:

  1. Nestbereich: Zur Brut sollte man der Henne ein stabiles Nest bereitstellen. Entwerder man wählt vorgefertigte Nester oder man baut einen Rahmen aus Backsteinen, den man mit Stroh auskleidet. Achten sollte man hierbau darauf das der Rand niedrig ist. Die Henne muss ein Brutei, das aus dem Nest gefallen ist, wieder zurückrollen können.
  2. Sandbad: Leider wird ein Sandbad häufig vergessen, allerdings ist dieses unbedingt notwendig. Die Henne sitzt mehrere Wochen auf den Bruteiern und bildet so auch Parasiten wie Milben und Federlingen eine ideale Brutstelle. Hier kann ein gelegentliches Sandbad der Henne helfen die Plagegeister wieder los zu werden. Man wird staunen, wie häufig die Glucke das Sandbad nutzt.
  3. Tränke und Futterbereich: Eine Tränke und eine Schale mit Hühnerfutter ist natürlich unerlässlich.

Zwei Tage nach dem Schlupf sollte man Gluckenstall vollständig ausräumen, das Nest und die Einstreu vollständig entfernen und den Stall neu einrichten. So werden Parasiten wie Milben, Kot und die restlichen Bruteier entfernt.

Der Gluckenstall wird nach dem Schlupf zum Kükenheim umgebaut:

  1. Es wird eine dünne Schicht Einstreu, idealerweise Holzspäne, in den Stall gegeben.
  2. Eine flache Tränke, in der die Küken nicht ertrinken können versorgt diese mit frischem Wasser.
  3. Ein großer Futterbereich soll der Glucke ermöglichen den Küken zu zeigen was lecker ist und was sie lieber nicht fressen sollen.

Regelmäßige Reinigung des Gluckenstalls

Sowohl während der Brut sollte man den Gluckenstall alle 2-3 Tage reinigen und den Kot der Henne entfernen.

Sind die Küken geschlüpft und fleisig im Gluckenstall unterwegs, so sollte die Reinigung täglich erfolgen. An stärker beanspruchten Stellen sollte man die Einstreu täglich wechseln und so der Glucke und den Küken immer ein sauberes Heim bieten. Die Küken werden es dem Halter mit einem schnellen Wuchs und einem aktiven und neugierigen Verhalten danken.