Deutsches Langschan

Gewicht Hahn
4,50 kg
Gewicht Henne
3,50 kg
Anfängerfreundlich
Nein (zeige alle)
Legeleistung erstes Jahr
180 Stück
Legeleistung zweites Jahr
120 Stück
Bruteimindestewicht
55 g
Winterleger
Nein (zeige alle)
Federfüße
Nein (zeige alle)

Mit seiner aufrechten Haltung und der breiten Brust erinnert das Deutsche Langschan ein wenig an ein asiatisches Kampfhuhn. Tatsächlich wurde es aber aus den Croad-Langschans erzüchtet, eine Hühnerrasse, die 1872 erstmals von China nach England kam. Als sie nur sieben Jahre später auch nach Deutschland importiert wurden, kreuzte man die Croad-Langschans hierzulande mit Minorkas und Plymouth Rocks. Ziel dieser Kreuzung war ein nacktfüßiges, hochgestelltes Huhn mit guter Legeleistung und ebenfalls gutem Fleischansatz, sodass es als Zwiehuhn genutzt werden konnte.

Farben des Deutschen Langschans

Die Farben des Deutschen Langschan sind an die der Croad-Langschans angelehnt, mit dem Unterschied, dass bei den Deutschen Langschans neben schwarzen, weißen und blau-gesäumten Exemplaren auch noch die braunbrüstigen Rassevertreter anerkannt sind. Seit einiger Zeit wird versucht, gestreifte Deutsche Langschans zu kreieren. Eine Anerkennung im deutschen Rassestandard liegt allerdings noch in weiter Ferne. Alle Farbvarianten haben dunkle Läufe, rote Ohr- und Kehllappen, sowie schwarzbraune, bis rotbraune Augen. Das wenig behaarte Gesicht sticht ebenfalls durch seine leuchtend rote Farbe ins Auge. Den zierlichen Kopf ziert ein kleiner, roter Einzelkamm, der fünf breite Zacken präsentiert.

Körperbau des Deutschen Langschans

Das Besondere der Deutschen Langschans ist ihr enorm hoher Stand, was gleichzeitig eine Herausforderung für die Zucht ist. Überdurchschnittlich lange Ober- und Unterschenkel sind nämlich nur sehr schwer herbei zu züchten. Ansonsten handelt es sich beim Deutschen Langschan um ein recht großes, schweres Huhn mit tiefer, breiter Brust. Der Hahn kann bis zu 4,5 Kilogramm auf die Waage bringen, die Henne ist mit bis zu 3,5 Kilogramm auch kein Fliegengewicht. Was ebenfalls ins Auge fällt, ist die abschüssige Rückenlinie dieser Rasse. Diese geht in den kurzen und relativ hoch getragenen Schwanz über, ohne dabei einen Winkel zu bilden. Die Henne trägt den Schwanz stark gespreizt, beim Hahn werden die Stoßfedern hingegen durch kurze, aber breite Sichelfedern vollständig verdeckt. Der Hals erscheint ebenfalls überdimensional lang, ein Eindruck, der durch die leichte Biegung der Halslinie noch verstärkt wird.

Temperament und Eignung des Deutschen Langschans

Deutsche Langschans sind robuste, schnellwachsende und ruhige Hühner. Sie eignen sich hervorragend als Zwiehuhn, da sie neben ihrem hohen Gewicht, was eine Menge schmackhaften Fleisches verspricht, auch gute Eierlieferanten sind. Im ersten Jahr überrascht die Deutsche Langschans Henne mit rund 180 großen, hellbraunen Eiern. Im zweiten Legejahr sind es immerhin noch etwa 120 Eier, über die sich der Hühnerhalter freuen darf. Das Deutsche Langschan stellt dabei keine besonderen Ansprüche an die Haltung, die Fütterung sollte aber der Leistung entsprechen, wobei das Gewicht nicht außer Acht gelassen werden sollte. Man sieht ihnen ihr hohes Gewicht durch die aufrechte Haltung nicht direkt an und neigt dazu, weniger zu füttern. Das macht sich dann als erstes in der rückläufigen Legeleistung bemerkbar. Was die Einfriedung angeht, so genügt eine niedrige Umzäunung, um die Hühnerschar in ihrem Territorium zu halten. Aufgrund ihres hohen Gewichts fliegen Deutsche Langschans nämlich nicht besonders gerne. Da Deutsche Langschans sehr gelehrig sind und relativ schnell zutraulich werden, kann man sie zudem hervorragend für Ausstellungen vorbereiten. Hier ist der hohe Stand erwünscht, den sie gerne einmal „vergessen“, wenn die Hühner abgelenkt sind. Dann neigen sie sich nach vorne und lassen die Flügel hängen. Sind sie an die Hand des Züchters und den Ausstellungskäfig gewöhnt, lassen sich die Deutschen Langschans jedoch sehr schnell wieder in Position bringen, in der Regel genügt dann schon eine kurze Geste mit der Hand.