Deutsches Lachshuhn

Deutsches Lachshuhn - Hühnerrasse
Gewicht Hahn
4,00 kg
Gewicht Henne
3,00 kg
Anfängerfreundlich
Nein (zeige alle)
Ringgröße
Hahn: 24 / Henne: 22
Legeleistung 1. Jahr
160 Stück
Legeleistung 2. Jahr
160 Stück
Schalenfarbe der Eier
creme (zeige alle)
Bruteimindestewicht
55 g
Bruttrieb
ausgeprägt (zeige alle)
Winterleger
Ja (zeige alle)
Federfüße
Nein (zeige alle)
Kammform
Einfachkamm (zeige alle)
Herkunftsland
Deutschland

Wenn man es genau nimmt ist das Deutsche Lachshuhn gar kein Huhn aus Deutschland. Wer auf der Suche nach einem Zwiehuhn mit guter Mästbarkeit und hervorragender Legeleistung ist, liegt mit diesem Huhn genau richtig.

Bilder

Lachshühner Zuchtstamm
Lachshühner vor dem Hühnerstall
Hahn mit zwei Hühnern

Deutsches Lachshuhn – ruhig und schnell zutraulich

Das Deutsche Lachshuhn ist genau genommen gar kein Huhn aus Deutschland. In der Rassebezeichnung wird lediglich den Zuchtbemühungen deutscher Züchter Rechnung getragen, die einst aus einem uneinheitlichen, französischen Masthuhn ein einheitliches Zwiehuhn machten. Die Ursprünge des Deutschen Lachshuhns liegen in den französischen Faverolles. Um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert züchtete man rund um den Ort Faverolles, der gleichzeitig als Namensgeber dieser Rasse diente, eine neue Rasse. Hühnerfleisch war bei den Franzosen schon immer sehr begehrt und so bemühte man sich stetig um Verbesserungen in der Geflügelzucht. So wurden die örtlichen Landhuhnschläge durch das Einkreuzen schwerer Rassen wie Houdan, Dorking und Brahma zu einem für Bauern und Verbraucher gleichermaßen beliebten, neuen Hühnerschlag mit reichlich gutem Fleisch. Die optische Erscheinung war dabei reine Nebensache. Erst, als die ersten Faverolles Ende des 19. Jahrhunderts nach England exportiert wurden, begann man auf dem Eiland mit der Erzüchtung eines einheitlichen Ausstellungstyps.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde wiederum in Deutschland viel Energie aufgewendet, um gleichzeitig der Wirtschaftlichkeit dieser Hühnerrasse wieder gerecht zu werden. Das Hauptinteresse galt allerdings nicht der Fleischproduktion, sondern vielmehr der Verwendbarkeit als Zwiehuhn. Den Zuchtbemühungen der deutschen Hühnerzüchter zollend, wurde im Jahr 1915 aus dem Faverolles zunächst das Lachshuhn, nach dem Zweiten Weltkrieg dann das Deutsche Lachshuhn. Heute wird das Deutsche Lachshuhn in offiziellen Schriften auch als Deutsche Faverolles bezeichnet.

Haltung des Deutschen Lachshuhns

In der Haltung sind Lachshühner sehr anspruchslos. Da es sich bei den Deutschen Lachshühnern um eine ruhige, schnell zutraulich werdende Hühnerrasse handelt, macht sie dem Halter viel Freude. Auch die Einzäunung profitiert vom Wesen der Lachshühner, die als Nichtflieger gelten. Hier reicht ein Meter als Höhenbegrenzung völlig aus, um die Deutschen Lachshühner in die Schranken zu weisen.

Wirtschaftlichkeit

Neben den besonderen körperlichen Merkmalen, weist das Deutsche Lachshuhn auch noch andere Besonderheiten auf. Betrachtet man diese Hühnerrasse einmal aus der Nutzungssicht, so zählt es zu den so genannten Zwiehuhnrassen. Es überzeugt mit einer guten Legeleistung, sowohl im Sommer, als auch im Winter, bei gleichzeitig hervorragender Mästbarkeit, das überaus schmackhaftes Fleisch hervorbringt. Der Schlachtkörper ist dabei nicht nur für den Genießer etwas ganz Besonderes. Auch die küchenfertige Aufbereitung bereitet durch die lose Federstruktur kaum Probleme. Das Deutsche Lachshuhn gilt nämlich als besonders leicht rupfbar.

Deutsche Lachshuhn Küken

Über Nachtzucht des Deutschen Landhuhns darf man sich übrigens in der Regel nur dann freuen, wenn eine Brutmaschine die Arbeit der Henne übernimmt. Die Hühnerrasse gilt als absolute Nichtbrüter. Bei der Kunstbrut sollte zudem der kleine Unterschied zu anderen Rassen bedacht werden, auf Übertemperaturen reagieren Lachshuhn-Embryonen besonders empfindlich. Daher gilt nicht bei den üblichen 37,8 Grad, sondern bei 37,6 Grad brüten! Außerdem benötigen Deutsche Lachshühner einen Tag länger, müssen also 22 Tage bebrütet werden, bevor sie schlüpfen. Dafür entwickeln sich die Deutschen Lachshuhn Küken umso schneller. Sie gelten im Allgemeinen als sehr frohwüchsig!

Farben und Farbschläge des Deutschen Lachshuhns

Die ursprüngliche Farbe des Deutschen Lachshuhns ist lachsfarbig, wobei dies in erster Linie für die Henne gilt. Bürzel, Rücken und Flügeldecke ist bei ihr lachsrot, wobei der Hals etwas intensiver gefärbt ist. Das übrige Gefieder setzt sich deutlich heller ab und reicht von hellweizenfarbig bis hin zu mehlweiß. Der Hahn hingegen könnte auf den ersten Blick für einen ganz anderen Farbschlag gehalten werden, denn sein Gefieder ist überwiegend schwarz mit grünlich, bläulichem Schimmer. Hals und Sattelbehang weisen die typische Lachsfarbe auf, die bis in die Messingtöne hineinreicht.

Gezüchtet werden auch andere Farben und Farbschläge des Deutschen Lachshuhns. Diese sind jedoch nicht in jedem Land gleichermaßen anerkannt. In Deutschland werden neben dem lachsfarbigen auch noch weiße und weiß-schwarz-columbia farbige Deutsche Lachshühner anerkannt. Der Schnabel vom Deutschen Lachshuhn ist hell bis hornfarben, ebenso die Läufe, die fleischfarben erscheinen. Während die Farbe der Augen bei allen Farbschlägen leuchtend orange bis rot sein muss, spielt die Farbe der Ohr- und Kehllappen kaum eine Rolle. Die Kehllappen sollten ohnehin möglichst zurückgebildet sein, werden aber, wie die Ohrlappen auch, vom üppigen Bart vollständig bedeckt.

Deutsches Lachshuhn Hahn und Henne

Das Deutsche Lachshuhn ist ein kräftiges, aber keineswegs schwerfälliges Huhn, das einen vollen und breiten Körper aufweist. Hierbei wirkt es nicht plump, wofür die mittelhohe Stellung und der feine Knochenbau sorgen. Die Deutsche Lachshuhn Henne erscheint ein wenig gedrungener als der Hahn, was dem gut ausgebildeten Bauch zu schulden ist. Auch trägt die Henne den Rumpf etwas waagerechter und die Brust ist tiefer ausgeprägt als beim Deutschen Lachshuhn Hahn. Besonders herausstechend ist die gut ausgebildete Halskrause der Henne. Einige Eigenschaften kennzeichnen das Deutsche Lachshuhn darüberhinaus und entpuppen sich als gutes Merkmal für Reinrassigkeit. Jedes reinrassige Deutsche Lachshuhn muss einen Bart, befiederte Außenzehen und fünf, anstatt der üblichen vier Zehen aufweisen. Fehlt eines dieser Merkmale, so handelt es sich nicht um ein reinrassiges Lachshuhn.