Gefährdung des Menschen

Bislang sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO, Stand: 2.Okt. 2014) insgesamt 668 Erkrankungsfälle bekannt, in denen sich Menschen mit dem Erreger des Subtyps H5N1 infizierten. 393 dieser Infizierten starben nachweislich an dem Virus. Beim Erreger-Subtyp H7N9 lag in der Volksrepublik China bis Oktober 2014 die registrierte Zahl der infizierten Personen offiziell bei 452, 175 von diesen sind verstorben. Die Vogelgrippe ist somit eine Zoonose. So werden Krankheiten genannt, die vom Tier auf den Menschen oder umgekehrt übertragen werden können.

Die extrem hohe Todesrate der Infizierten Patienten sollte allerdings unter Anbetracht der Verhältnisse zurückhaltend interpretiert werden. So wird eine unbekannte Anzahl milder Krankheitsverläufe nicht diagnostiziert und gemeldet. Des Weiteren müssen die registrierten Todesfälle im Verhältnis zu dem Risiko betrachtet werden, an den Folgen der Infektion mit einer „gewöhnlichen“ Humaninfluenza zu sterben. Laut amtlicher deutscher Todesursachenstatistik sterben pro Jahr allein in Deutschland bis zu 20.000 Menschen an den Folgen einer normalen Grippe.

Übergänge der Vogelgrippe auf den Menschen sind derzeit sehr selten. Sie setzen überdies einen intensiven Kontakt und die Aufnahme großer Virusmengen voraus. Das Risiko für Menschen, insbesondere an einer H5N1- Infektion zu erkranken, wird von Experten weltweit als äußerst gering eingeschätzt.

Die zum Schutz vor der saisonalen menschlichen Grippe erhältliche Impfung schützt übrigens nicht vor einer möglichen Infektion mit der Vogelgrippe.