Laufenten

anfängerfeundlich

Laufente
Gewicht Erpel
2,30 kg
Gewicht Ente
2,00 kg
Nutzungsart
Legerasse (zeige alle)
Anfängerfreundlich
Ja (zeige alle)
Ringgröße
Erpel: 13 / Ente: 13
Legeleistung 1. Jahr
200 Stück
Legeleistung 2. Jahr
150 Stück
Schalenfarbe der Eier
weiß (zeige alle)
Bruteimindestewicht
65 g
Bruttrieb
ausgeprägt (zeige alle)
Charakter
normal (zeige alle)
Herkunftsland
Asien

Wenn so eine Gruppe quakender Flaschenhälse angewatschelt kommt, ist das schon ein lustiger Anblick. Die geselligen Laufenten, auch Indische Laufenten oder Flaschenenten genannt, sind vor allem als Schneckenvertilger bekannt. Gezüchtet wurden sie als Legeenten, ihre Eier galten als Delikatesse und waren überaus begehrt. Diese Tatsache ist etwas in Vergessenheit geraten. Heute werden die Tiere oft angeschafft, um über die Schneckenplage im Garten Herr zu werden. Andere haben einfach Spaß an den Enten.

Haltung

Laufenten sind unkompliziert und robust. Einige Dinge müssen Sie bei ihrer Haltung beachten.

Paarhaltung oder Gruppenhaltung

Wie der Name schon vermuten lässt, laufen die Enten viel und schnell. Als Herdentiere tun sie das am liebsten in Gesellschaft. Es ist generell möglich, dass Sie sich nur ein Paar in Ihrem Garten halten, in einer größeren Gruppe fühlen sich die Tiere wesentlich wohler.

Laufenten in einer Gruppe halten

Laufenten sind Schneckenfresser

Sind sie nicht gerade auf Futtersuche unterwegs, planschen sie gern in ihrem Teich. Ganz oben auf der Speisekarte stehen Schnecken, vor allem Nacktschnecken und deren Eier.

Übereifrige Jungenten versuchen manchmal gierig große Schnecken zu verschlingen. Dabei kann es passieren, dass die Schnecke im Hals steckenbleibt und Ihre Ente erstickt. Massieren Sie die Schnecke im Hals entweder hoch oder hinunter, eventuell können Sie die Schnecke mit einer Pinzette entfernen. Vorbeugend sollten Sie immer ausreichend Wasser zur Verfügung stellen. Dann können die Enten genügend vor- bzw. nachspülen.

Ihren Laufenten zuliebe müssen Sie unbedingt auf Schneckenkorn verzichten. Fressen die Enten Schnecken, die vorher von dem Gift gefressen haben, sterben sie ebenfalls daran.

Werden Laufenten zahm?

Mit ein wenig Geduld werden Ihre Laufenten zutraulich. Ein Salatblatt oder ein Mehlwurm helfen dabei, die anfängliche Scheu zu überwinden. Bald werden Ihnen Ihre Enten aus der Hand fressen und sich manchmal sogar streicheln lassen.

Auslauf im Entengarten

Laufenten können nicht fliegen. Der Zaun um ihr Gehege brauch nicht hoch sein, 70 bis 80 cm genügen.

Im zeitigen Frühjahr, wenn die Setzlinge und Sämlinge in Ihrem Garten noch klein sind, sollten Sie die Enten nicht hineinlassen. Sie würden alles zertreten. Erst wenn die Pflanzen größer und robuster geworden sind, können Sie die Schneckenjäger los lassen.

Mehrere Erpel zusammen halten

Untereinander und zu anderen Enten sind die Vögel friedlich. Probleme gibt es erst dann, wenn Sie für mehrere Erpel zu wenig Enten haben. Pro Erpel sollten Sie 2 bis 3 Enten rechnen. Eine reine Erpeltruppe versteht sich gut.

Stall für Laufenten

Laufenten sind Freiheitsfanatiker. Die Notwendigkeit eines Stalles sehen sie oft nicht ein, am liebsten verbringen sie die Nächte draußen. Mit ein bisschen Training können Sie sie überzeugen, dass es abends in den Stall geht.

Laufenten vor dem Entenstall

Trotzdem werden Sie sie die meiste Zeit abholen und in den Stall begleiten müssen. Rechnen Sie damit, dass Sie die Eier ebenfalls draußen zusammensuchen.

Erst wenn das Thermometer im Winter unter -15 Grad fällt, gehen Laufenten freiwillig in ihren Stall.

Leistung als Nutztier

Laufenten wurden auf Legeleistung gezüchtet.

Fleisch

Laufenten liefern nicht allzu viel Fleisch. Es ist schmackhaft und hat kaum Fett.

Gewicht

Erpel haben ein Gewicht zwischen 1,6 und 2,3 kg, Enten liegen zwischen 1,4 bis 2 kg.

Schlachtreife

Im Alter von 4 bis 5 Monaten haben die Jungenten den Schlachtzeitpunkt erreicht.

Eier und Legeleistung

Legeleistung der Laufente

Legeleistung

Die durchschnittliche Legeleistung liegt bei 150 bis 200 Eiern.

Eigröße

Die Eigröße liegt zwischen 60 und 75 g.

Eifarbe

Die Eifarbe ist braun.

Brut und Küken

Laufenten sind Bodenbrüter, sie bauen ihre Nester auf der Erde. Auch das muss nicht zwingend im Stall passieren, gern suchen sich die Tiere eine geschützte Stelle im Gelände. Es kann vorkommen, dass eine Ihrer Enten urplötzlich verschwunden ist, um nach 4 Wochen mit einer Schar Küken wieder aufzutauchen.

Laufis haben ein ausgeprägtes Brutverhalten. Sind nicht genug Nester vorhanden, kann es durchaus vorkommen, dass zwei Enten in das selbe Nest legen. Hier ist Streit vorprogrammiert, jede der Damen möchte die Eier bebrüten. Selbst wenn jede ihr eigenes Nest hat, kann es passieren, dass sich die werdenden Mütter gegenseitig die Eier stibitzen.

Den Erpel sollten Sie auf jeden Fall von der Brut fernhalten, vor allem, wenn die Küken geschlüpft sind. Er betrachtet die Kleinen als Konkurrenz und versucht, sie zu töten. Auch zwei Enten die zur gleichen Zeit Küken führen, stürzen sich wütend auf den Nachwuchs der jeweils anderen.

Küken

Die Küken sind agil und neugierig. Sie folgen sofort ihrer Mutter und beginnen, die Welt zu entdecken.

Geschlechter der Küken erkennen

Bei Laufenten die Geschlechter der Küken zu bestimmen ist schwierig. Absolut sicher können Sie sich erst sein, wenn die Kleinen 3 bis 6 Monate alt sind. Dann erscheint bei den Erpeln die typische Schwanzlocke.

Die Entchen sind mit ca. 6 Wochen wesentlich lauter als ihre Brüder.

Farben

In Deutschland sind folgende 10 Farben anerkannt:

  • wildfarbig
  • silberwildfarbig
  • forellenfarbig
  • rehfarbig-weißgescheckt
  • blaugelb
  • erbsgelb
  • schwarz
  • weiß
  • braun
  • blau

Ente und Erpel

Im Schlichtkleid sind Ente und Erpel kaum voneinander zu unterscheiden. Die prächtigen Farben tragen die Erpel nur im Frühling, zur Paarungszeit.

Laufenten sind schlank mit langem Hals und aufrechter Körperhaltung. Die gesamte Erscheinung der Enten erinnert an eine Flasche.

Der Rumpf ist langgestreckt und walzenförmig, der Rücken seitlich gerundet und gewölbt. Die abgerundete Brust geht in den vollen, glatten Bauch über, der tulpenförmig ausläuft. Der Schwanz ist keilförmig und kurz, er berührt den Boden nicht. Die langen Schenkel sind gut sichtbar, die Läufe ebenfalls lang, gerade und feinknochig. Fest anliegend und gut eingebaut sind die Flügel, das Gefieder liegt fest an.

Der gerade, schlanke Hals mit der scharf ausgeschnittenen Kehle verbreitert sich zum Rumpf hin. Am Kopf treten die Backen nicht hervor, die Stirn ist flach und der Hinterkopf gebogen. Der Schnabel ist gerade und keilförmig. Er bildet zusammen mit dem Kopf eine Keilform. Die Augen sind dunkelbraun bis braun.

Herkunft der Rasse

Die Stammform der Laufente ist die in Südostasien beheimatete Stockente. Die genaue Herkunft der Rasse ist unbekannt. Sicher ist, dass im 19. Jahrhundert erste Tiere nach England kamen. Von dort aus verbreiteten sie sich über ganz Europa.

Wissenswertes

Die Besitzer von Hütehunden, die keine eigenen Schafe besitzen, haben Laufenten als ideale Trainingspartner für ihre Hunde entdeckt. Die Angewohnheit, dass sich Laufenten immer in der Gruppe aufhalten, macht sie perfekt dafür. Die gesamte Entengruppe kann leicht in jede gewünschte Richtung geführt werden.

Laufenten und ein Hund