Dorking Hühner

Gewicht Hahn
4,50 kg
Gewicht Henne
3,50 kg
Anfängerfreundlich
Nein (zeige alle)
Legeleistung 1. Jahr
140 Stück
Legeleistung 2. Jahr
140 Stück
Bruteimindestewicht
55 g
Winterleger
Nein (zeige alle)
Federfüße
Nein (zeige alle)

Das Dorking Huhn gilt als eine der ältesten Haushuhnrassen Englands überhaupt. Es lässt sich bis in die Römerzeit nachweisen, wo es schon 55 vor Christus erstmals in England Erscheinung trat. Allerdings liegt die Entstehungszeit auch so weit zurück, dass sie sich nicht mehr restlos nachvollziehen lässt. Vermutlich wurde in Zeiten des Römischen Reiches erstmals eine italienische Landhuhnrasse mit einer asiatischen Hühnerrasse gekreuzt. Das brachte das Dorking Huhn hervor, dass anhand seiner Gefiederbeschaffenheit das Landhuhn wiederspiegelt, in Sachen Körperfülle jedoch im typischen Masthuhntyp steht. Seine Lange Daseinsgeschichte in England macht das Dorking zudem zu einem wertvollen Ahn zahlreicher bedeutender Rassen, etwa des Lachshuhns oder der Sussex Hühner. Bis das Dorking nach Deutschland kam, verging allerdings eine geraume Zeit. Erst um das Jahr 1860 herum, wurde das Dorking auch in Deutschland eingeführt, ist allerdings seither nur noch selten in den Hühnerställen der Züchter anzutreffen.

Farben des Dorking Huhns

Die Farbe des Gefieders ist bei der Rassezucht des Dorking Huhns nur von untergeordneter Bedeutung. Das Hauptaugenmerk gilt der Körperform. Dennoch sind im Rassestandard verschiedene Farbschläge notiert, die in Bezug auf die typische Gefiederfarbe einzuhalten sind. So sind in Deutschland fünf Farbschläge des Dorking anerkannt. Hierzu gehören neben weiß, gesperbert und rotbraun auch die silbergrauen und dunklen Dorkings. Bei allen Farbvarianten sind sowohl Kamm, als auch Ohrlappen, Kehllappen und Gesicht von kräftig roter Farbe. Auch die Augen leuchten in einem orangerot und verleihen dem Dorking einen überaus lebhaften Ausdruck. Im Gegensatz zum kräftigen Rot des Gesichtsfeldes sticht der fleischfarbene Schnabel beinahe heraus, auch die Läufe sind fleischfarben, heben sich hierdurch dezent vom Gefieder ab.

Körperbau des Dorking Huhns

Auf dem Körperbau liegt das Hauptaugenmerk der Dorking Zucht. Die Köperfülle eines Kämpfertyps mit dem Federkleid eines Mittelmeerschlages miteinander harmonisch zu vereinen steht im Vordergrund dieses ebenso optisch ansprechenden Masthuhns. Aus dieser Sicht sollte der Körper möglichst langgestreckt sein mit einem vollen Bauch und tiefer Stellung. Besonders bei der Henne fällt die deutliche Kastenform und die tiefe Stellung auf, die bei ihr ausgeprägter sein sollte, als beim Hahn. Der Rücken ist schön lang und waagerecht, während der Hals relativ kurz und das Hinterteil schön ausgeprägt ist. Der Hahn erscheint größer und nicht zuletzt durch seinen üppigen Schwanzbehang und den aufrechten Kamm trotz seiner Wuchtigkeit nicht unelegant.

Temperament und Eignung

Schon die körperlichen Eigenschaften verraten einiges über die Nutzungseigenschaften dieser schweren Landhuhnrasse. Die tiefe Brust und das imposante Hinterteil der Henne deuten nicht nur auf einen guten Fleischansatz, sondern auch auf eine gute Gluckenqualität hin. Bis zu 140 Eier legt die Dorking Henne während des ersten Legejahrs. Dennoch zählt die Rasse typischerweise zu den Fleischhühnern, da sie bei dieser Eierleistung mit den typischen Legehühnern kaum mithalten kann. In der Mastfähigkeit punktet das Dorking ganz klar durch die Einflüsse der asiatischen Rassen. Robust und überaus frohwüchsig lassen sich die kleinen Dorkingküken recht schnell zu einem ansehnlichen Sonntagsbraten mit feinstem zarten und weißen Fleisch heranmästen. Ihr Temperament ist dabei eher von ruhiger Konsistenz. Kämpfe, Herumgeflatter und Scheue sind ihnen fremd. Dorkings sind gemütliche Hühner, die zudem gerne auf Futtersuche gehen. Durch ihr relativ hohes Gewicht (Hahn bis zu 4,5 Kilogramm, Henne bis 3,5 Kilogramm) reicht ein niedriger Zaun, um ihnen ihr Revier zuzuweisen. Dem fügt sich das ruhige Dorking gerne, erst recht, wenn das Gehege genügend groß ist und die stetige Futtersuche erlaubt.