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Brahma Hühner

Hühner mit beeindruckender Körpergröße

Auf einen Blick

Anfängerhuhn Ja
Geeignet für Selbstversorger, Familien
Herkunftsland Indien
Gewichtsklasse schwer
Flugfähigkeit kaum
Legeleistung normal (140 im 1. Jahr)
Eigewicht normal (51 - 54 Gramm)
Eifarbe gelbbraun
Inhaltsverzeichnis

Brahmas sind imposante Riesenhühner mit Federfüßen, deren Herkunft bis heute nicht geklärt ist.

Wer aber denkt, diese Hühner wären träge, der irrt sich. Sie überzeugen durch einen lebhafen Charakter und können auch einmal im Sprint hohe Geschwindigkeiten erreichen.

Brahma Hühner – lebhaft und fleißige Futtersucher

Herkunft der Brahmas

Wo diese imposanten, riesig erscheinenden Hühner mit ihren Federfüßen nun herkommen, darüber sind sich Gelehrte und Züchter nach wie vor nicht einig. Ist es Indien, immerhin wurden sie nach dem dort verlaufenden Brahmaputra-Fluss benannt, oder vielleicht doch Amerika? Berichten zufolge wurden die ersten Brahma Hühner 1846 von einem gewissen Chamberlain einigen Matrosen am New Yorker Hafen abgekauft. Über ihre Herkunft gab es allerdings keine Unterlagen. Angenommen wird jedoch, dass die Hühnerrasse aus einer Kreuzung aus Cochin- und Malaien-Hühnern mit einem Schuss Chittagong-Huhn entstanden ist, die Brahmas also zumindest asiatischen Ursprungs sind.

Brahmas in Europa

Gefestigt wurde die Rasse jedoch in Amerika, das auch mitverantwortlich war, damit diese imposanten Hühner ab 1850 ihren Siegeszug in Europa antreten konnten. Als Mr. Burnham der Königin von England einen Zuchtstamm Brahmas schenkte, dauerte es nicht lange, bis die Rasse im ganzen Land in Mode geriet. Auch in Deutschland traten die Brahma Hühner ihren Siegeszug Mitte der 50er Jahres des 19. Jahrhunderts an und wieder war es der Adel, der maßgeblich zur Popularität beitrug. Konsul Geisse führte die Brahma Hühner von Philadelphia nach Nürnberg ein. Zum Glück, denn sonst wäre der Rassegeflügelzucht eine der wohl imposantesten Hühnerrassen verwährt geblieben.

Haltung der Brahmas

Auf den ersten Blick mögen die Brahma Hühner eher träge erscheinen, doch dieser Schein trügt gewaltig. Zwar sind Brahmas trotzt ihres kühnen Blicks und der herausfordernden Haltung mit einem ruhigen und zurückhaltenden Charakter ausgestattet, aber sicherlich alles andere als träge. Lebhaft und zutraulich kommt dem Charakter des Brahmas wohl am ehesten nahe.

Gönnt man den Brahmas genügend Freilauf, sind sie sehr fleißige Futtersucher. Dennoch ist ihr Futterbedarf aufgrund von Größe und Gewicht deutlich höher, als beim Durchschnittshuhn. Ansprüche an die Haltungsbedingungen sind, natürlich mit Sicht auf die Größe, relativ gering. Brahma Hühner sind ausgesprochen wetterhart.

Wirtschaftlichkeit

Das Brahma Huhn eignet sich, Dank seiner gewaltigen Größe und des guten Fleischansatzes, als gutes Tafelhuhn für die große Familie, aber auch die Legeleistung der Brahmas kann sich sehen lassen. Im ersten Legejahr bringt es die Brahma Henne auf gute 140 Eier. Im zweiten Jahr sind es dann immerhin noch 100 normal große Eier, die im Verhältnis zu ihrer Körpergröße somit recht klein ausfallen.

Brahma Küken

Die Brahma Hennen sind mit einem hervorragenden Bruttrieb ausgestattet. Die Nachzucht bereitet keine Probleme, die Hennen sind gute Führerinnen. Allerdings sollte die Spätreife beachtet und ein Schlupf der Küken im Frühjahr angestrebt werden. Die Brahma Küken wachsen nämlich nur langsam und das Gefieder entwickelt sich damit ebenfalls erst entsprechend spät.

Leider ist in den letzten Jahren bei den Brahma Hühnern zu beobachten, dass die einst sehr robusten Hühner im Kükenalter anfällig gegenüber der Marekschen Krankheit sind. Daher ist eine frühzeitige Impfung anzuraten.

Farben und Farbschläge der Brahma Hühner

Der erste Farbschlag der Brahma Hühner, die von Amerika auf den europäischen Kontinent kamen, waren die weiß-schwarzcolumbia farbigen Hühner. Damals waren sie noch als hell und mitunter auch heute noch im Rassestandard als hell bezeichnet. Nur ein Jahr später folgten dann die silberfarbig-gebänderten Brahma Hühner. Bisweilen sind in Deutschland insgesamt neun Farben und Farbschläge der Brahma Hühner anerkannt, die den ursprünglichen Importtieren in Sachen Schönheit in nichts nachstehen. Die Farben sind:

  • weiß-schwarz (früher Hell)
  • silberfarbig-gebändert (früher Dunkel)
  • gelb-schwarzcolumbia
  • rebhuhnfarbig-gebändert
  • blau-rebhuhnfarbig-gebändert
  • blau
  • schwarz
  • gelb-blaucolumbia
  • blau-silberfarbiggebändert mit Orangerücken (kurz BSO)

Kamm-, Ohr- und Kehllappen der Brahmas sind dabei in allen Farbschlägen von satt roter Farbe. Der dreireihige Erbsenkamm selbst ist sowohl beim Hahn, als auch bei der Henne wenig ausgeprägt, was den adlerhaften Kopf noch deutlicher hervorhebt. Die Augen der Brahma Hühner sind leuchten orangerot mit wohlgeformten, gut sichtbaren Augenbrauen. Die Läufe je nach Farbschlag sattgelb bis honigfarben und stark befiedert. An der Befiederung der Läufe sind reinrassige Brahma Hühner zudem sehr einfach von Brahma-Mischlingen zu unterscheiden, auch, wenn sie ihnen sonst zum verwechseln ähnlich sehen. Bei Brahma-Mischlingen fehlt nämlich das Federkleid an der Mittelzehe, was beim „echten“ Brahma deutlich ausgeprägt ist.

Brahma Hahn und Henne

Die Brahma Hühner gehören zu den Riesenhühnern. Mit einer Höhe von über 70 Zentimeter beim Brahma Hahn bilden die Brahma Hühner eine echt imposante Erscheinung. Der massige Körper in Würfelform bringt es dabei auf rund 5 Kilogramm (Hahn), bzw. 4,5 Kilogramm (Henne). Auffallend ist die ausgeprägte Fußbefiederung und der, im Verhältnis zum Körper, kleine Kopf, der an den eines Adlers erinnert. Der kurze, sehr kräftige Schnabel verdeutlicht diesen Ausdruck noch. Die Brahma Henne erscheint durch ihre kürzere Stellung ein wenig gedrungener, als der Brahma Hahn. Die Tiefe Brust der Henne, ihre auffallend bauschige Sattel- und Schenkelpartie, sowie der sehr kurze Schwanz deuten auf eine gute Gluckentätigkeit hin. Trotzt ihres sehr grob wirkenden Körperbaus vollführen Brahmas sehr anmutig erscheinende Schreitbewegungen, was wohl nicht zuletzt von der starken Fußbefederung herrührt. Man mag es kaum vermuten, aber auch ein Sprint ist den Bramha Hühnern durchaus zuzutrauen, wobei sie dann eine beachtliche Geschwindigkeit entwickeln können.

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