Deutscher Sperber

Hühnerrasse Deutsche Sperber
Gewicht Hahn
3,50 kg
Gewicht Henne
2,50 kg
Anfängerfreundlich
Nein (zeige alle)
Ringgröße
Hahn: 20 / Henne: 18
Legeleistung 1. Jahr
180 Stück
Legeleistung 2. Jahr
180 Stück
Schalenfarbe der Eier
weiß (zeige alle)
Bruteimindestewicht
60 g
Bruttrieb
kaum (zeige alle)
Winterleger
Nein (zeige alle)
Federfüße
Nein (zeige alle)
Kammform
Einfachkamm (zeige alle)
Herkunftsland
Deutschland
Farbschläge
gesperbert

Durch seine Sperberung ist der Deutsche Sperber ein echter Hingucker. Dieses typische Landhuhn ist sehr zutraulich und ein echter Allrounder.

Bilder

Deutsche Sperber Henne
Hühnerrasse Deutsche Sperber

Deutscher Sperber – sehr zutraulich und guter Futtersucher

Merkmale

Auffallendstes Merkmal und zugleich namensgebend für den Deutschen Sperber ist die auffallende Zeichnung. Ihren heutigen Namen bekamen die Deutschen Sperber allerdings erst viel später. Otto Trieloff, ambitionierter Züchter aus Duisburg, setzte sich um das Jahr 1900 zum Ziel, ein gesperbertes, mittelschweres und vor allem leistungsstarkes Huhn zu erzüchten. Hierbei sollte aber nicht nur der Wirtschaftlichkeit Rechnung getragen werden, sondern ebenso Form und Farbgebung.

Deutsche Sperber Henne

Um sein Ziel zu erreichen, bediente er sich anderer gesperberter Rassen wie den Plymouth Rocks, Italiener, Bergische Schlotterkämme, sowie Grauen Schotten und Minorka Hühnern. Seine züchterische Bemühung nannte er zunächst Rheinische Sperber, die er schon mit der nächsten Generation in Gesperberte Minorka umtaufte.

Heutige Namensgebung

Im Jahr 1907 wurde der erste Sonderverein der gesperberten Minorka Hühner gegründet. Erst im Jahr 1917 wurde der Rassename in die bis heute gültige Bezeichnung „Deutscher Sperber“ geändert. Diese Rasse zählt zu den gefährdeten Nutztierrassen und wird in der Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen als stark gefährdet eingestuft.

Sind Blausperber und Deutsche Sperber die selbe Rasse?

Der Begriff Blausperber wird häufig im Zusammenhang mit Deutschen Sperbern genannt, allerdings ist dies so nicht ganz richtig. Blausperber bezeichnet den Farbschlag, also die Farbe und Musterung des Gefieders und nicht die Hühnerrasse. Unter dem Begriff Deutsche Sperber wird hingegen die Hühnerrasse beschrieben.

Speziell bei kommerziellen Legehennenzüchtern werden häufig „Blausperber“ Hühner angeboten. Dabei handelt es sich jedoch meist um Legehybriden in der Farbvariante Blausperber. Teilweise findet man die Bezeichnung auch bei der Hühnerrasse Niederrheiner, bei der es den Farbschalg Blausperber gibt.

Haltung der Deutschen Sperber

Das Deutsche Sperber Huhn ist ein sehr lebhaftes, leistungsfähiges Huhn, das aber keineswegs scheu ist. Im Gegenteil, diese Hühnerrasse wird sehr zutraulich. Was die Flugeigenschaften angeht, so sind diese zwar durchaus vorhanden, sie werden jedoch nur selten eingesetzt. Vielmehr beschäftigen sich die robusten Deutschen Sperber mit der Futtersuche. Lässt man ihnen genügend Raum, so suchen sie sich einen großen Teil des täglichen Futters selber.

Wirtschaftlichkeit

Aus wirtschaftlicher Sicht ist der Deutsche Sperber ein echter Allrounder. Auf bis zu 230 Eier kann es eine Deutsche Sperber Henne im Jahr bringen, wobei der Bruttrieb nur wenig ausgeprägt. Sie haben eine hervorragenden Fleischqualität und sind auch auf dem Tellern gerne gesehen.

Deutsche Sperber Küken

Die Deutsche Sperber Küken sind frohwüchsige Tiere und werden früh reif.

Farben und Farbschläge des Deutschen Sperbers

Den Deutschen Sperber gibt es nur als:

  • gesperbert

Jede einzelne Feder muss dazu die typische Sperberung aufweisen. Von der Sperberung ist übrigens auch das Untergefieder betroffen! Das bedeutet, dass jede Feder eine leicht gebogene Querbänderung von Schwarz zu hellem Blau aufweist. Beim Hahn ist der Anteil des hellen und weißen Felds in der Feder gleich, die Federfelder also zu gleichen Teilen hell und dunkel. Die Henne verfügt dagegen über einen größeren Anteil des dunkleren Feldes innerhalb der Feder, wodurch sie insgesamt dunkler wirkt. Bei beiden Geschlechtern muss die Zeichnung keine scharfen Konturen aufweisen. Eine zu verschwommene Ausprägung der Sperberung oder ein zu hoher Weißanteil wird aber dennoch nicht gewünscht.

Weiß sind hingegen die Ohrscheiben gewünscht, anders, als bei den übrigen Kopfmerkmalen. Das Gesicht sollte dunkelrot und glatt sein, zu viel Weiß wird hier nicht gerne gesehen. Die Augen und Kehllappen sind ebenfalls rot, gleichwohl der breit aufgesetzte Stehkamm, der mindestens 4, höchstens jedoch 6 Zacken aufweisen muss.

Schnabel und Läufe beim Deutschen Sperber sind an das helle Gefieder angepasst, der Schnabel entsprechend hornfarbig, die Läufe fleischfarben. Bei der Henne dürfen vereinzelt graue Schuppen zu sehen sein, beim Hahn gelten zu dunkle Läufe als Fehler!

Deutscher Sperber Hahn und Henne

Die charakteristischen Merkmale des Deutschen Sperbers hinsichtlich seines Körperbaus werden bei der Zucht genauso bewertet, wie die typische Gefiederzeichnung. Es ist die typische Landhuhnform anzustreben, also eine gut mittelhohe Stellung erwünscht, die dem Deutschen Sperber eine elegante Gestalt beschert.

Der lange, breite Rumpf verfügt dabei über eine gut gewölbte Brust mit langem Brustbein. Der Rücken geht in einem flachen Winkel in den breiten Schwanz über. Lange und breite Haupt- und Nebensichel kennzeichnen dabei den Deutschen Sperber Hahn ebenso wie der reiche, lange Sattelbehang, der die Spitzen der eng anliegenden Flügel gänzlich verdeckt. Die Deutsche Sperber Henne hingegen ist mit einem gut ausgebildeten Bauch gesegnet, was ihre Eigenschaften als gute Legerin noch untermalt.

Mit rund 3 Kilogramm, die der Hahn auf die Waage bringt und etwa 2,5 Kilogramm der Henne, zählen die Deutschen Sperber zu den mittelschweren Wirtschaftshühnern.