Leghorn Hühner

Gewicht Hahn
2,70 kg
Gewicht Henne
2,20 kg
Anfängerfreundlich
Nein (zeige alle)
Ringgröße
Hahn: 18 / Henne: 16
Legeleistung 1. Jahr
200 Stück
Legeleistung 2. Jahr
200 Stück
Schalenfarbe der Eier
weiß (zeige alle)
Bruteimindestewicht
55 g
Bruttrieb
ausgeprägt (zeige alle)
Winterleger
Nein (zeige alle)
Federfüße
Nein (zeige alle)
Kammform
Einfachkamm (zeige alle)
Herkunftsland
Italien
Farbschläge
weiß

Das Leghorn Huhn überzeugt durch sein reines, silberweißes Gefieder. Es stellt an seine Haltungbedingungen und sein Futter nur geringe Anforderungen.

Leghorn Huhn – gute Futtersucher und lebhaftes Temparament

Für den Laien ist der Unterschied zwischen Leghorn und dem weißen Farbschlag der Italiener nicht zu erkennen. Wahrscheinlich ist eine Unterscheidung ohnehin lediglich auf dem Papier möglich, denn auf internationaler Ebene werden die beiden Rassen teilweise synonym verwendet. Im Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter gelten Leghorn und Italiener jedoch als eigenständige Rasse und sind beide anerkannt.

Dass die Unterscheidung dieser beiden Hühnerrassen gar nicht leicht fallen kann, zeigt ein Blick auf die Geschichte. Das Leghorn stammt immerhin von italienischen Landhühnern ab. Ihren Namen erhielten sie durch die Hafenstadt Livorno, dessen englische Übersetzung Leghorn bedeutet. Von dort aus wurden im Jahr 1835 die ersten Hähne nach Großbritannien und in die USA verschifft. Hier wurde mit den „Italienern“ weitergezüchtet, denn sie waren für ihre enorme Legeleistung schon seit dem Altertum bekannt.

So entwickelten sich die Italiener, bzw. Leghorn Hühner je nach Land ganz unterschiedlich in ihrem Erscheinungsbild. Das Leghorn Huhn, wie es im Rassestandard für Deutschland anerkannt ist, geht auf das im Jahr 1835 in die USA exportierte und 1870 von den USA wieder nach Europa eingeführte „Italiener“ Huhn mit dem üppigen, hochgetragenen Schwanz zurück. Den amerikanischen Typus gibt es zwar in vielen weiteren Farbschlägen, in Deutschland wird allerdings lediglich die Standardfarbe weiß als „Leghorn“ anerkannt.

Haltung der Leghorn Hühner

Das Leghorn Huhn besitzt ein lebhaftes Temperament. An die Haltung stellen die vitalen weißen Hühner ebenso wenige Ansprüche, wie an ihr Futter. Hält man sie freilaufend, so suchen sie sich einen Großteil ihres Futters selber. Leghorns sind überaus gute Futterverwerter, schnellwüchsig und recht zutraulich. Sie werden allerdings kaum handzahm. Lieber bleiben sie wachsam und ein wenig auf Abstand.

Wirtschaftlichkeit

Die Leghorn Hühner haben die besten Eigenschaften eines Wirtschaftshuhns. Trotz der guten Verwertbarkeit ihres Fleisches zählen Leghorns dabei nicht zu den so genannten Zwiehühnern, denn sie wurden rein auf Legeleistung gezüchtet. Und mit der glänzen sie über alle Maße. Kein Wunder, dass sie im Zeitalter der Industrie als Zuchtgrundlage für viele Hühnerstämme galten. Noch heute tragen Leghybride die Gene dieser Hühnerrasse in sich.

Die bis zu 2,2 Kilogramm schwere Henne (Hahn bis 2,7 Kilogramm) legt im ersten Jahr bis zu 260 weißschalige Eier, im zweiten Legejahr sind es noch bis zu 200 Eier und sogar in der dritten Legeperiode glänzt sie noch mit rund 160 Eiern. In Brutstimmung geraten Hühner dieser Rasse hingegen (fast) nie.

Leghorn Küken

Das Leghorn könnte man als echtes „frühreifes“ Früchtchen bezeichnen. Sie sind leicht zum Aufziehen und frohwüsig. Die Leghorn Küken sind sehr robust und entwickeln sich schnell.

Farben und Farbschläge der Leghorn Hühner

Wie eingangs bereits erwähnt gibt es das Leghorn Huhn durchaus in anderen Farben. Gerade der deutsch-niederländische Typ wurde in mehr als zehn Farbschlägen erzüchtet. Auch der englische Typ mit seinem auffälligen Kopfschmuck präsentiert sich nicht nur in weiß, sondern auch in schwarz, gelb, wildfarbig, etc., wird aber in fast allen Ländern lediglich in weiß anerkannt.

Die Farbschläge und Zuchtformen der Leghorns wie sie in Deutschland anerkannt sind, kennen nur eine Farbe:

  • Reines Silberweiß

Die Läufe sind dabei kräftig gelb, die Augen auffallend orangerot. Während die Ohrscheiben rein weiß erstrahlen, sind Kehllappen, Kamm und Gesicht rot, ohne jeglichen weißen Anflug. Auffallend ist neben den langen und sehr feinen Kehllappen auch der imposante, fünffach gezackte Stehkamm. Bei der Henne steht jedoch nur der erste Zacken, dann kippt der Kamm zur Seite, ohne ihr in die Augen zu fallen und die Sicht zu behindern. Farblich unterscheiden sich Hahn und Henne, bis auf die bei legenden Hennen zulässigen, leicht blasseren Läufe, nicht.

Leghorn Hahn und Henne

Das Leghorn entspricht in seiner Körperform dem langgestreckten Landhuhntyp. Ein typischer Körper, der die enorme Legeleistung gewährleistet. Nicht zu lang, nicht zu kurz, nicht zu breit, nicht zu schmal, nicht zu leicht und nicht zu schwer – kurzum, ein gut abgerundeter Hühnerkörper.

Die Körperhaltung von Leghorn Hahn und Henne selbst ist ebenfalls weder klobig noch schmal. Das Ideal ist ein tiefer Körper mit waagerechter Haltung. Die Schultern sollten kräftig sein, der Rücken ein wenig hohl, um ohne Winkelung direkt in den Schwanz überzugehen. Der wird hoch und stolz in seiner ganzen, üppigen Pracht getragen, bzw. sollte bei der Henne ebenfalls schön lang und gefächert sein. Abgerundet wird das harmonische Gesamtbild durch den ebenfalls stolz und hoch getragenen, nicht zu langen Hals, auf dem ein zierlicher, schnittiger Kopf sein Bestes gibt.