Rheinländer Hühner

Gewicht Hahn
2,50 kg
Gewicht Henne
2,00 kg
Anfängerfreundlich
Nein (zeige alle)
Ringgröße
Hahn: 18 / Henne: 16
Legeleistung 1. Jahr
180 Stück
Legeleistung 2. Jahr
180 Stück
Schalenfarbe der Eier
weiß (zeige alle)
Bruteimindestewicht
55 g
Bruttrieb
ausgeprägt (zeige alle)
Winterleger
Nein (zeige alle)
Federfüße
Nein (zeige alle)
Kammform
Rosenkamm (zeige alle)
Herkunftsland
Deutschland

Das Rheinländer Huhn gehört zu den besonders wetterharten Hühnerarten. Es ist pflegeleicht und gut für Anfänger geeignet. Es sind verschiedene Farbschläge anerkannt, was einen farblichen Hingucker im Garten möglich macht.

Rheinländer -leichtfuttrig und überaus winterhart

Noch heute gelten viele Teile der Eifel als strukturschwach. Die Industrialisierung ist hier wenig fortgeschritten, dafür ist die Landschaft stark landwirtschaftlich geprägt. Dies zum Anlass nehmend, fiel Ende des 19. Jahrhunderts Dr. Rudolf von Langen das in der Eifel weit verbreitete, robuste Landhuhn auf. Er war jedoch der Meinung, die Eifelbewohner hätten ein leistungsstärkeres Huhn dringend nötig, was zudem den strengen Wintern optimal angepasst sein sollte. So züchtete er im Jahr 1893 die ersten Rheinländer. Die Rheinländer sind aus dem vorhandenen Eifeler Landhuhn und den französischen Le Mans, die durch ihre lange, breite Form und Frohwüchsigkeit bei guter Legeleistung auch im Winter überzeugten, entsprungen. Erstmals im Jahr 1907 auf der Großlichterfeldener Geflügelschau präsentiert, traten die Rheinländer schnell ihren Siegeszug über das gesamte Bundesgebiet an.

Haltung der Rheinländer

In der Haltung entpuppt sich das Rheinländer Huhn als sehr leichtführig und somit als gutes Einsteigerhuhn. Zwar sind diese Hühner eine gut flugfähige Rasse, nutzen dieses Können obschon ihres recht hohen Gewicht relativ selten. Eine niedrige Umzäunung reicht daher völlig aus, um die Hühnerschar dort zu halten, wo sie erwünscht ist. In Sachen Haltung stellen Rheinländer ansonsten kaum Ansprüche. Überaus winterhart und sehr leichtfuttrig, benötigen sie keinen isolierten Hühnerstall. Dafür aber ausreichend Platz im Auslauf, da sie sehr agil sind. Das hat zugleich den Vorteil, dass sie sich bei entsprechend großzügigem Freilauf auch einen großen Teil ihres Futters selber suchen.

Wirtschaftlichkeit

Das Rheinländer Huhn zählt zu den besonders wetterharten Hühnern, die auch in den Wintermonaten über eine gute Legeleistung verfügen. Über das Jahr gesehen liefern sie dem Halter rund 180 große Eier mit weißer Schale. Für die Eigenversorgung – und die der Nachbarn – sicherlich vollkommen ausreichend. Doch auch mit Blick auf den Fleischansatz entpuppen sich die Hühner als überaus gute Tafelhühner. Mit einem Gewicht von bis zu 2,75 Kilogramm ist ein Rheinländern Hahn sicherlich ein ansehnlicher Sonntagsbraten für die große Familie und überzeugt mit festem, weißem Fleisch. Die Hennen bringen es dabei immerhin auch auf bis zu 2,5 Kilogramm.

Rheinländer Küken

Rheinländer Hennen kommen nur selten in Brutstimmung und glucken nicht sehr gerne.

Farben und Farbschläge der Rheinländer Hühner

Der ursprüngliche Farbschlag des Rheinländer Huhns ist der schwarze Farbschlag. In einigen Ländern wird nur dieser Farbschlag anerkannt, während hierzulande zahlreiche weitere Farben anerkannt sind. Hierzu zählen:

  • schwarz
  • weiß
  • blaugesäumt
  • rebhuhnhalsig
  • gesperbert
  • silberhalsig
  • blaurebhuhnhalsig
  • weiß schwarzcolumbiafarben

Aktuell sind auch noch kennfarbige und blausilberhalsige Hühner vorhanden, die aber noch nicht anerkennt sind. Stark von der Gefiederfarbe abhängig ist die Farbe der Läufe. In den meisten Fällen sind die Läufe der Rheinländer allerdings schiefergrau. Besonders gut zur Geltung kommen, von den silberfarbigen Farbschlägen einmal abgesehen, die großen weißen Ohrlappen. Auch die leuchtend roten Kehllappen ergänzen den Rosenkamm bestens. Etwas weniger auffällig ist allerdings die Farbe der Iris, die sich, wie die Farbe der Läufe, nach dem Farbschlag richtet. Bei schwarzen Rheinländern sind die Augen dunkelbraun, die weißen Rassevertreter warten hingegen mit rotbraunen Augen auf.

Rheinländer Hahn und Henne

Im Vergleich zum Körper erscheint der Kopf des Huhns sehr zierlich. Untermalt wird dieser Eindruck vom Rosenkamm, der ebenfalls durch die zierlichen Zacken und den kurzen Dorn recht klein wirkt. Als wesentlich wuchtiger lässt sich der Körperbau des Rheinländer Hahns beschreiben. Das Rheinländer Huhn ist ein recht schweres Landhuhn mit sehr niedriger Stellung.

Der kompakte Rumpf wird waagerecht getragen und mutet wie ein Rechteck an. Die Brust ist breit und voll. Bei der Henne sollte die Bauchlinie möglichst parallel zur Rückenlinie verlaufen und so den gut ausgeprägten Legebauch abrunden.

Im Gegensatz zum Hahn trägt die Henne ihren Schwanz idealerweise im möglichst stumpfen Winkel zum Körper. Er wird weder gefächert noch gespreizt, sondern sollte breit angelegt sein. Der Hahn verfügt über einen zwar niedrigen getragenen, aber stark gespreizten Schwanz mit stark gekrümmten und üppigen Sicheln. Diese fallen durch ihre besondere Länge direkt ins Auge.