Westfälische Totleger

Westfälische Totleger - Hühnerrasse
Gewicht Hahn
2,50 kg
Gewicht Henne
2,00 kg
Anfängerfreundlich
Nein (zeige alle)
Ringgröße
Hahn: 18 / Henne: 16
Legeleistung 1. Jahr
180 Stück
Legeleistung 2. Jahr
180 Stück
Schalenfarbe der Eier
weiß (zeige alle)
Bruteimindestewicht
53 g
Bruttrieb
normal (zeige alle)
Winterleger
Nein (zeige alle)
Federfüße
Nein (zeige alle)
Kammform
Rosenkamm (zeige alle)
Herkunftsland
Deutschland
Farbschläge
silber, gold

Der Westfälische Totleger verdankt seinen Namen seiner enormen Legeleistung. Dieses robuste Huhn stellt wenig Anforderungen an die Haltungsbedingungen und überzeugt mit bis zu 180 Eiern pro Jahr. Hat es genug Platz, ist es glücklich.

Bilder

Westfälsiche Totleger - Jungtiert
Westfälische Totleger Henne beim Sandbaden
Westfälische Totleger - Hühnerrasse

Westfälische Totleger – sehr robust und enorme Legeleistung

Namensgebung

Wie wenig diese alte deutsche Hühnerrasse mit dem Tode zu tun hat, zeigt die Erklärung seiner Namensgebung. Auch wenn sich die Meinung hartnäckig hält, Hennen hätten sich zu Tode gelegt und der Westfälische Totleger sei damit zu seinem Namen gekommen, so ist sie doch nicht zutreffend.

Einst wurde das Westfälische Totlegerhuhn aufgrund seiner hervorragenden Legeeigenschaften häufig als Dauerleger bezeichnet. Im westfälischen Plattdeutsch wurde aus dem Dauerleger dann schnell der Doutleijer. Wieder zurück ins Hochdeutsche übersetzt ist die Ähnlichkeit zum „Totleger“ nun nicht überhörbar und wird seither als Westfälischer Totleger bezeichnet.

Abstammung

Woher diese Hühnerrasse nun tatsächlich stammt, lässt sich nicht genau klären. Schon im Jahr 1600 wurde ein Huhn auf einem Holzschnitt gezeigt, das unverkennbare Ähnlichkeit mit den Westfälischen Totlegern hatte. Seine Bezeichnung zu dem Zeitpunkt war jedoch türkisches Huhn. Im 18. Jahrhundert tauchte dann das wahrhafte Totlegerhuhn, abstammend vom Deutschen Landhuhn unter Einkreuzung von Sprenkelhühnern verstärkt um Bielefeld und Herford auf. Der Ruhm des guten Alltagslegers hielt mit Aufkommen ausländischer Hühnerrassen allerdings nicht lange an. So schlossen sich Züchter zu Vereinigungen zusammen, um das Überleben der Rasse zu sichern.

Weiter verbreitet wurde der Westfälische Totleger dabei nicht. Viel zu sehr war man mit dem Erhalt der Rasse beschäftigt. In den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts war dann der absolute Tiefpunkt dieser Hühnerrasse erreicht und der Westfälische Totleger stand kurz davor, gänzlich von der Bildfläche zu verschwinden. Der Bestand hat sich bis heute zwar erholt, dennoch steht der Totleger auf dem Index der bedrohten Hühnerrassen.

Haltung der Westfälischen Totleger

Das Westfälische Totlegerhuhn ist sehr robust und wetterhart. Das ist nicht zu geringen Anteilen seinem kleinen Rosenkamm zuschulden, der es gegenüber Frost recht unempfindlich macht. Auch hinsichtlich der Haltung stellt der Totleger kaum Ansprüche, fließt doch in seinen Adern typisches Landhuhnblut. Dennoch ist der Westfälische Totleger kein Huhn, das in kleinen Gehegen oder Kleingärten gehalten werden sollte. Es entpuppt sich als guter Futtersucher und möchte sich auch entsprechend bewegen können. Idealerweise macht man den Hühnern Misthaufen und Wiese zugänglich und gibt schon einmal eine Anzeige auf, denn der Eiersegen bleibt nicht aus.

Wirtschaftlichkeit

Was die Fruchtbarkeit angeht, so sind die Westfälischen Totleger auch hiermit von Natur aus sehr gut ausgestattet. Je nach Zuchtrichtung ist es um den Bruttrieb jedoch nicht allzugut bestellt. Das Augenmerk bei der Nachzucht sollte dabei nicht nur auf Legeleistung und Optik liegen, sondern auch auf den Erhalt des Bruttriebes abzielen.

Westfälische Totleger Küken

Die Glucke eine tolle Führerin und kümmert sich gut um ihre Küken. In der Entwicklung sind Westfälische Totleger Küken eher schnell. Schon nach gut 6 Wochen lässt sich das Geschlecht erkennen und mit 14 Monaten haben die jungen Hennen ihre Mütter hinsichtlich der Größe eingeholt. Bei den Hähnen dauert es etwas länger. Außerdem sollte man hier auf alsbaldige Trennung achten, denn Totleger Hähne neigen untereinander schnell zu Streitigkeiten.

Farben und Farbschläge der Westfälischen Totleger

Der Westfälische Totleger wird in zwei Farben gezüchtet bzw. ist in zwei Farben anerkannt:

  • Silber gesprenkelt
  • Gold gesprenkelt

Bei beiden Farbschlägen der Westfälischen Totleger fällt sofort der enorme Kontrast zwischen dem gesprenkelten Gefieder am Körper und dem einfarbigen, entweder goldenen oder silbernen, Halsbehang auf. Auch die Körperanhängsel setzten sich kontrastreich ab. Sie sind geprägt von leuchtend roten Kehllappen und einem Rosenkamm sowie weißen Ohrscheiben, dunkelbraunen Augen, blau-grauen Läufen und einem bläulich hornfarbigen Schnabel.

Neben den geschlechtsspezifischen Unterschieden sind auch Differenzen in der Färbung zwischen Hahn und Henne zu erkennen. Der kräftig einfarbige Behang ist beim Hahn in etwas dunklerer Form ebenfalls als Sattelbehang zu sehen. Die Hennen sind in ihrer Pracht etwas heller und zeigen die Sprenkelung über den gesamten Körper. Sie sind nicht mit einem einfarbigen Sattelbehang ausgestattet.

Westfälischer Totleger Hahn und Henne

Die Landhuhnform wurde beim Westfälischen Totleger weitestgehend eingehalten. Ein volles Huhn mit mittelhoher Stellung und abgerundeten Landhuhnproportionen, wobei die Henne einen tiefen, ausgeprägten Legebauch aufweist. Der Westfälischen Totleger Hahn hingegen verbreitet seinen Stolz mit einer gut definierten Brustfülle und ist mit 2,5 Kilogramm auch kein Fliegengewicht. Die Henne bringt mit 2 Kilogramm zwar nicht ganz so viel auf die Waage, imponiert dafür aber mit ihrer enormen Legeleistung von 180 Eiern pro Jahr.