Welsumer

Welsumer Henne in perlgrau
Gewicht Hahn
3,50 kg
Gewicht Henne
3,00 kg
Anfängerfreundlich
Nein (zeige alle)
Ringgröße
Hahn: 20 / Henne: 18
Legeleistung 1. Jahr
160 Stück
Legeleistung 2. Jahr
160 Stück
Schalenfarbe der Eier
dunkelbraun (zeige alle)
Bruteimindestewicht
70 g
Bruttrieb
ausgeprägt (zeige alle)
Winterleger
Ja (zeige alle)
Federfüße
Nein (zeige alle)
Kammform
Einfachkamm (zeige alle)
Herkunftsland
Holland
Farbschläge
rebhuhnfarbig, orangefarbig

Das Welsumer Huhn legt nicht nur große Eier, sondern bringt auch ordentlich etwas auf die Waage. Besonders auffallend bei dieser Hühnerrasse sind die Läufe der Hennen. Durch die Änderung ihrer Farbe kann die Legeleistung beurteilt werden.

Bilder

Welsumer Henne in perlgrau
Hühnerrasse Welsumer - Hahn

Welsumer Huhn – gute Eierleger und sehr genügsam

Ursprung der Welsumer

Beim Welsumer Huhn handelt es sich um eine noch recht junge, holländische Hühnerrasse, deren Ursprünge dennoch nicht geklärt werden können. Der Grund dafür ist ihre Erzüchtung. Die Rasse entstand Endes des 19. Jahrhunderts aus einer Verpaarung von rasselosen Hühnern im Landhuhntyp mit Rassehühnern. Welche Rassen nun genau bei der Entstehung des Welumer Huhns mitgewirkt haben, kann daher nur vermutet werden. Zu ihren Ahnen könnten Orpingtons ebenso gehören wie Malaien und Brahmas. Mehrere Einkreuzungen von rebhuhnfarbigen Italienern, verschiedenen Kämpferrassen, Dorkings und Rohdeländern brachten letztendlich das Welsumer Huhn zustande.

Namensgebung und Anerkennung

Ihren Namen erhielten die so modifizierten „Bauernhühner“, wie so viele Rassehühner auch, von ihrem Heimatort: Welsum an der Ijssel. In den niederländischen Rassestandard wurden sie dabei schon recht früh aufgenommen. Dies geschah im Jahr 1924, noch bevor in Bezug auf Typ und Farbe überhaupt eine Einigung erzielt wurde. Die kam erst gut 5 Jahre später. In Deutschland kannte man die Hühnerrasse übrigens auch schon recht früh. An den ersten Ausstellungen hierzulande nahmen diese Hühner schon 1924 teil. Allerdings waren sie in Form und Schönheit noch weit von dem heutigen Welsumer entfernt.

Haltung der Welsumer

In der Haltung sind Welsumer Hühner sehr genügsam und eine überaus beliebte Zwiehuhnrasse, die nicht nur viele große Eier legt, sondern auch noch einen stattlichen Braten abgibt. Die Freilandhaltung bietet sich beim Welsumer geradezu an. Das lebhafte, aber vom Wesen dennoch ruhige Huhn sucht sich dann einen Großteil seines Futters selber und ist auch nicht zimperlich, was die Witterung angeht. Eine leichte Behausung reicht ihm auch in den Wintermonaten voll und ganz aus.

Wirtschaftlichkeit

Schon bei seiner Erzüchtung machte das Huhn aufgrund seiner großen Eier auf sich aufmerksam. Schnell interessierte man sich auch im Ausland für diese Hühnerrasse, bzw. seine Eier, die zum wertvollen Exportgut wurden. Obwohl die Rasse ansich nicht zu den größten gehört – der Hahn bringt rund 3 bis 3,5 Kilogramm auf die Waage, die Henne bis 2,5 Kilogramm – legen Welsumer bis zu 80 Gramm schwere Eier. Ihre Brutlust ist dabei sehr gering. Wenn Brutstimmung angesagt ist, dann höchstens im Spätfrühjahr. Obwohl im Winter deutlich weniger gelegt wird, bringt es die Welsumer Henne trotzdem auf rund 160 Eier im Jahr. Das Hauptaugenmerk bei der Zucht der Welsumer liegt dabei noch heute auf der Leistung. Und die lässt sich schon an den Eiern erkennen. Nicht die schönsten, dunkelsten Eier sollten für eine Brut ausgewählt werden, sondern die hellsten! Bei gut legenden Hennen verfärben sich nämlich nicht nur die Läufe, sondern auch die Eierschale wird nach einigen Wochen des Legens hellbraun.

Farben und Farbschläge der Welsumer Hühner

In seiner holländischen Heimat ist das Welsumer nur in seiner natürlichen „Urfarbe“ rot-wildfarben (rost- rebhuhnfarbig) aufgeführt. In Deutschland ist der orange Farbschlag der Hühnerrasse ebenfalls anerkannt. Bei beiden Farbschlägen weisen Hahn und Henne jedoch leuchtend orange-rote Augen auf, die das Rot von Kehllappen, Ohrscheiben und Kamm hervorragend unterstützen.Welsumer Henne in perlgrau

Hühnerrasse Welsumer - Hahn

Im Gegensatz zur Henne ist der Hahn deutlich farbenprächtiger in der Erscheinung seines Gefieders. Vor allem im Farbschlag orange fällt er durch seinen strohfarbenen Kopf, bzw. Halsbehang auf, der in einen goldroten Rücken und einen schwarzen Schwanz mit üppigem Grünglanz übergeht. Bei der rot-wildfarbigen Variante ist der Halsbehang von goldbrauner Farbe und setzt sich nicht so stark vom tiefen rotbraun des Rückens ab. Besonders auffallend bei den Hennen sind die Läufe, deren Farbe sich im Rahmen ihrer Legetätigkeit verändert. Je heller die eigentlich gelben Läufe werden, desto besser legt die Henne. Bei stark legenden Hennen sind die Läufe daher beinahe weiß.

Welsumer Hahn und Henne

Ihre gute Legeleistung sieht man den Welsumer Hennen durchaus an. Ihr Hinterleib ist tief und voll, wobei sie den Schwanz recht hoch tragen. Der Rücken ist, genauso wie die Brust breit und relativ lang, der Bauch tief. Ein typischer Legebauch. Der Kopf erscheint, vor allem beim Welsumer Hahn, sehr zierlich, wirkt durch den aufrecht stehenden Einfachkamm und die üppigen Kehllappen jedoch größer. Von der Köperform erinnern die Hennen der Welsumer dabei an Hennen aus der Legebatterie. Die gesamte Körperform ist bei Hahn und Henne walzenförmig. Beim Hahn allerdings etwas gestreckter, der ohnehin etwas höher gestellt ist. Das „Bauernhuhn“ in ihrem Stammbaum können diese Hühner dabei kaum verleugnen.

Hinweis: Die Fotos der Welsumer wurden uns freundlicherweise vom Sonderverein http://www.svwelsumer.de/ zur Verfügung gestellt. Die Bilder dürfen nicht kopiert oder anderweitig verwendet werden.