Größe von Hühnereiern

Schon während des Schlupfes einer kleinen Henne sind die Anlagen im Eierstock für eine ganz bestimmte Anzahl an Dottern festgelegt. Es ist also für jede einzelne Henne schon vorprogrammiert, wie viele Eier sie in ihrem Leben legen wird. Welche Größe die zukünftigen Eier haben werden, ist zu einem großen Teil ebenfalls schon zu diesem Zeitpunkt vorbestimmt. Entscheidend ist hierfür in erster Linie die Rasse. Von der Größe der Henne lässt sich allerdings nicht automatisch auf die Größe der Eier schließen, die sie legen wird.

Viele Eier vs. große Eier

Ein weiterer Faktor, welche Größe das Hühnerei erreicht, ist der Legezeitpunkt. Zu beginn der Legeperiode sind es zwar zahlreiche Eier, die eine Henne legt, aber keineswegs die größten! Nach dem einen Jahr, wenn die Mauser erfolgt ist, beginnt die zweite Legeperiode mit durchweg größeren Eiern. Dafür sind die Eier in der zweiten Saison weniger zahlreich. Warum ist das so? Muss sich der Organismus der Henne erst an die Eiproduktion gewöhnen? Die Erklärung ist wesentlich banaler. Alles hängt mal wieder mit der Sicherung der eigenen Art zusammen und ist genetisch verankert.

In der freien Wildbahn ist es für ein Huhn schon eine große Kunst, überhaupt so lange zu überleben, bis das Legealter von 5 bis 7 Monaten erreicht ist. Hennen, die es bis hierher geschafft haben, sind also immens wichtig für die Arterhaltung. Entsprechend viele Eier sollten jetzt gelegt werden – solange kein Fressfeind kommt und den Plan zunichte macht!

Ist die erste Legeperiode „überlebt“, hat sich die Henne bereits erfolgreich reproduziert und ihren Teil zur Erhaltung der Art beigetragen. Im zweiten Jahr ist die Reproduktion dann zwar ebenfalls noch wichtig, das Hauptaugenmerk liegt jedoch im ersten Legejahr, ganz nach dem Motto „was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“.

Große Henne große Eier?

Wirft man einen Blick auf die Größenverteilung zwischen Ei und Huhn, so fällt auf, dass ein großes Huhn nicht zwangsläufig auch große Eier legt! Würde dieser Plan aufgehen, so müssten die größten Hühner wie Brahma, Orpington oder zumindest Jersey Giants besonders große und schwere Eier legen. Hier trifft man jedoch auf ein Eigewicht von rund 55 bis 60 Gramm, angesichts des Gewichts der Hennen von 4,5 bis 5 kg keine außergewöhnliche Meisterleistung.

Wesentlich beeindruckender wird es, wenn wir uns das Eigewicht einiger Zwerghuhnrassen wie das Deutsche Zwerglachshuhn oder das Bielefelder Zwergkennhuhn ansehen. Mit ihren rund 1.100 Gramm bringen die Hennen Eier ins Nest, die zwischen 40 und 45 Gramm wiegen. Allerhand für diese Fliegengewichte!

Die Giganten unter den Hühnereiern

Nicht jedes Ei ist gleich und selbst bei einer genetisch vorprogrammierten Größe kann es hin und wieder zu Ausrutschern kommen. So ist es keine Seltenheit, dass Hennen, die für gewöhnlich normalgewichtige Eier legen, ihre Halter mit einem wahren Giganten erfreuen. Solche Eier können dann durchaus die 100-Gramm-Marke knacken.

Große Eier mit mehreren Dottern

Häufig sind diese Eier außerhalb der Norm nicht nur von außen ungewöhnlich! Auch das Innere wartet mit einer Überraschung auf – einem Doppel- oder gar Vierfach-Dotter. Vor allem bei jungen Hennen, wenn sich das Hormonsystem gerade auf das Eierlegen einstellt, kann es häufiger zu Doppeldottern kommen. Anstatt nur eines Dotters, verlassen dann mehrere Dotter gleichzeitig den Eierstock und werden zusammen verpackt. Klar, dass die Verpackung dann größer sein muss, als bei nur einem Dotter!