Anschaffung der Hühner für den Anfänger

Sind die ersten Hühnerbücher verschlungen, der Stall gebaut und der Auslauf fertiggestellt, wird es Zeit, sich der Anschaffung der künftigen Hühner zu widmen. Sicherlich schwirrt dann in den Köpfen der neuen Hühnerhalter bereits die ein oder andere Wunsch-Hühnerrasse, die angeschafft werden soll. Auch die Haltungsvoraussetzungen wurden bereits auf die beäugte Hühnerrasse zugeschnitten, der Stall in richtiger Größe und der Zaun in richtiger Höhe gewählt. Was bleibt ist die Suche nach dem richtigen Hühnerverkäufer und das ist gar nicht so leicht, denn Hühnerkauf ist Vertrauenssache.

Züchter, Internet oder wo

Für die erste Anschaffung von Hühner empfiehlt es sich, diese nicht aus dem Internet, vom Kleintiermarkt oder durch eine lange Reise von einem weit entfernten Züchter zu erstehen. Zwar sind solche Angebote verlockend, da zumeist günstiger als beim renommierten Züchter, dafür fehlt neben der Gewissheit, dass die Hühner aus einem soliden Zuchtstamm kommen, gesund und munter sind, auch ein ganz entscheidender Punkt: Die Erfahrung. Kaum ein Buch kann dem frisch gebackenen Hühnerhalter so viel Wissen vermitteln, wie es ein erfahrener Züchter kann. Bei Problemen ist zudem gleich ein kompetenter Ansprechpartner vor Ort, der dem neuen Hühnerhalter sicherlich gerne mit Rat und Tat zur Seite steht. Wo die anvisierte Hühnerrasse zu bekommen ist, kann man dabei ganz einfach beim örtlichen Geflügelzuchtverein oder bei den Interessenverbänden der jeweiligen Rassen in Erfahrung bringen. Zumeist wissen diese Stellen auch, welche Züchter gerade Nachzuchten erwarten und zum Verkauf stellen. In der Regel kann der Neuhühnerhalter davon ausgehen, dass diese Tiere gesund sind und die erforderliche medizinische Versorgung erhalten haben, bevor sie in ihr neues Heim ziehen.

Die Kosten für ein Huhn

Was ein Huhn kostet, hängst von vielen verschiedenen Faktoren ab. Zum einen natürlich von der gewünschten Rasse. Je seltener die Hühnerrasse, desto höher der Preis. Aber auch die Anschaffungszeit spielt bei den Kosten für ein Huhn eine große Rolle. Während der Brutsaison zum Sommer bewegen sich die Preise für ein gängiges Huhn im Alter von 6 bis 12 Monaten zwischen 10 und 15 Euro. Die Preise können regional jedoch sehr unterschiedlich ausfallen und einige Rassen bringen es auf deutlich höhere Preise. Im Winter, also außerhalb der Brutsaison, liegen die Preise für ein Huhn dann schon wesentlich höher. Die beste Anschaffungszeit ist demnach im Sommer. Doch warum muss ein Huhn überhaupt so viel Geld kosten? Schließlich lassen sich aus nur einem Huhn etliche Küken ziehen. Bis ein Huhn in das „verkaufsfähige“ Alter kommt, wurde es zunächst einmal gefüttert. Das rechtfertigt angesichts der Futtermenge jedoch kaum einen Preis von rund 15 Euro. Will der Züchter also nur eine „schnelle Mark“ verdienen? Keineswegs. Wer lange Freude an seinen neuen Hühnern haben und mit gesunden, agilen Tieren beschert werden möchte, der kommt um den Kauf eines Huhns beim soliden Züchter nicht umhin. Das wichtigste beim Hühnerkauf ist nämlich das Vertrauen in den Verkäufer, dass er eine gute Zuchtauswahl getroffen hat und nicht nur Hühner vermehrt, um schnelles Geld zu verdienen. Hierzu gehört natürlich auch die entsprechende medizinische Versorgung der Zuchtstämme, sowie deren Nachzucht. Die Hühner sollten vor dem Erwerb in jedem Fall geimpft sein und die ist mit entsprechenden Kosten verbunden, die sich so manch ein Markthändler gerne spart. Eine regelmäßige Entwurmung und die gängige Parasitenbekämpfung schlagen noch zusätzlich auf das Budget des Züchters, von der Arbeitszeit für die Pflege einmal ganz abgesehen. Ein Preis, der für den Hühnerzüchter also durchaus gerechtfertigt ist und für den neuen Halter eine lohnenswerte Investition darstellt.