Ardenner

Gewicht Hahn
2,50 kg
Gewicht Henne
1,75 kg
Anfängerfreundlich
Nein (zeige alle)
Legeleistung 1. Jahr
180 Stück
Legeleistung 2. Jahr
180 Stück
Schalenfarbe der Eier
weiß (zeige alle)
Bruteimindestewicht
55 g
Bruttrieb
kaum (zeige alle)
Winterleger
Nein (zeige alle)
Federfüße
Nein (zeige alle)
Herkunftsland
Belgien

Das Ardenner Huhn ist ein sehr aktives Huhn, das gerne seine Nächte in den Bäumen verbringt, Freude am Scharren zeigt und viel Auslauf benötigt. Es fällt durch seine besonderen Läufe, sowie seine Gesichtshaut auf.

Ardenner Hühner – gute Flieger und sehr robust

Aus den ausgedehnten Waldgebirgen der Ardennen stammt das Ardenner Huhn, die wohl älteste Hühnerrasse Belgiens. Aus welchen Rassen das Ardenner Huhn einst entstanden ist und welches Blut tatsächlich in seinen Adern fließt, ist bis heute allerdings unbekannt. In Belgien waren die Ardenner schon immer als robuste, gut legende Landhühner bekannt, wurden aber auch in weiten Teilen Nord-West-Europas geschätzt. Nach dem ersten Weltkrieg, im Zuge der Industrialisierung der Hühnerzucht und dem damit verbundenen Augenmerk auf gigantische Legeleistungen, konnte das Ardenner Huhn mit den modernen Hybridrassen in punkto Legeleistung nicht mehr mithalten. Heute ist es vielfach als robuste Liebhaber-Rasse in ganz Europa verbreitet.

Haltung der Ardenner

In der Haltung sind Ardenner zwar nicht besonders anspruchsvoll, doch genau darin liegt der sprichwörtliche Hund begraben. Ardenner in einem Hühnerstall mit kleinem Gehege zu halten gefällt den Tieren gar nicht. Es ist eine sehr aktive Hühnerrasse, die den Tag mit Scharren verbringt und am Abend am liebsten hoch oben in den Bäumen nächtigt. Am besten ist es, den Ardennern gänzlich freien Auslauf zur Verfügung zu stellen, denn in dieser alten Hühnerrasse findet sich noch sehr viel „Ursprung“ wieder. Das heißt, sie sind hoch vital, äußerst robust und können sehr gut für sich selber sorgen. An die Fütterung stellen Ardenner Hühner daher kaum Ansprüche, denn bei ausreichender Freilauffläche suchen sich die aktiven Tierchen einen Großteil ihres Futters selber. Handzahm wird das Ardenner Huhn selten, allerdings ist es auch kein scheues Huhn und wird bei artgerechter Haltung recht zutraulich.

Wirtschaftlichkeit

Ardenner Hühner warten mit einer sehr guten Legeleistung von etwa 170 großen, weißen Eiern im Jahr auf.

Ardenner Küken

Die Zucht mit Ardenner Hühnern gestaltet sich hingegen als etwas schwieriger. Wie bei allen Legerassen wurde schon frühzeitig der Bruttrieb „weggezüchtet“. Wer gerne Ardenner Küken möchte, kann sich im Internet Bruteier kaufen.

Farben und Farbschläge der Ardenner Hühner

Folgende acht Farben und Farbschläge der Ardenner Hühner sind anerkannt:

  • schwarz
  • weiß
  • goldhalsig schwarz
  • silberhalsig-schwarz
  • wildfarbig
  • silber-wildfarbig
  • golden-lachsfarbig
  • silbern-lachsfarbig

Am geläufigsten sind dabei die gold- und silberhalsigen Ardenner, die es zudem in zwei Varianten gibt. Entweder mit Brustzeichnung oder ohne. Sie werden dann entsprechend als gold-, bzw. silbern-birkenfarbig bezeichnet. Das Besondere am Ardenner Huhn ist aber keineswegs alleine seine Zeichnung, sondern die dunkel- bis purpurrote Gesichtshaut mit gleichfarbigen Ohrscheiben, Kinnlappen und Kamm. Auffallend sind zudem die Läufe der Ardenner. Sie sind so dunkel, dass sie fast schwarz wirken. Ebenso dunkel sind Schnabel und Augen, deren Dunkelbraun häufig von einem schwarzen Ring begleitet wird.

Ardenner Hahn und Henne

Das Ardenner Huhn verkörpert das typische Landhuhn: schlank, stolz und hoch aufgerichtet. Durch den leichten Körperbau sind Ardenner zudem hervorragende Flieger. Der Ardenner Hahn bringt es auf bis zu 2,5 Kilogramm, die Henne ist mit maximal 1,75 Kilogramm verglichen mit ihrem männlichen Pendant ein echtes Leichtgewicht.

Der gesamte Körper des Ardenners erscheint durch die dicht anliegend getragenen Flügel und die langgestreckte Körperform sehr straff und athletisch, was sich auch in ihrem Temperament niederschlägt. Für gewöhnlich ziert ein üppiger, relativ tief getragener Schwanz den Körper des Hahns, während die Ardenner Henne ebenfalls mit einem gut befiederten Hinterteil aufwartet. Es gibt jedoch auch eine schwanzlose Variante des Ardenners Huhns. Eine Optik, die für belgische Hühnerrassen nicht untypisch ist.