Phönix-Huhn

Gewicht Hahn
2,50 kg
Gewicht Henne
2,00 kg
Anfängerfreundlich
Nein (zeige alle)
Ringgröße
Hahn: 18 / Henne: 16
Legeleistung 1. Jahr
100 Stück
Legeleistung 2. Jahr
100 Stück
Schalenfarbe der Eier
weiß (zeige alle)
Bruteimindestewicht
45 g
Bruttrieb
normal (zeige alle)
Federfüße
Nein (zeige alle)
Kammform
Einfachkamm (zeige alle)
Herkunftsland
Deutschland

Das Phönix Huhn zählt unstrittig zu den wohl schönsten Hühnerrassen überhaupt. Das beeindruckende Schwanzgefieder der Phönix-Hähne und die prächtigen Farben sind eine Augenweide für jede Hühnervoliere.

Phönix-Hühner – wunderschön und elegant

Ursprung der Phönix Hühner

Das Phönix Huhn gehört zu den Langschwanzhühnern. Diese Zierhuhnrasse hat ihren Ursprung in China, bzw. Japan und fällt durch ihre extrem langen Schwänze direkt ins Auge.

Beim Phönix Huhn handelt es sich jedoch nicht um ein Zuchtprodukt aus dem asiatischen Raum, sondern um eine in Deutschland entstandene Hühnerrasse. Ihr Ursprung geht auf die Onagadori Hühner zurück. Die Schwänze und das Sattelgefieder der Onigadori unterliegt, bedingt durch eine Genmutation, nicht der Mauser, einem stetigen Wachstum.

Klimatische Probleme

Mit den ersten Importen dieser Hühner nach Deutschland im Jahr 1878 war das Staunen unter Hühnerliebhabern groß. Die exotischen Langschwanzhühner hatten jedoch große klimatische Probleme. Das Problem löste man, indem man Altenglische Kämpfer einkreuzte.

Dem hierzulande herrschenden Klima sind die Phönix Hühner durch diese Einkreuzung gewachsen. Allerdings mit dem Abstrich, dass sie nicht über die Genmutation ihrer Vorfahren verfügen. Diese Hühner mausern jährlich, wodurch sie nicht dem „unendlichen“ Wachstum des Schwanzgefieders unterlegen sind.

Namensgebung

Etwas Asiatisches ist den deutschen Phönix Hühnern allerdings geblieben. Ihren Namen verdanken sie dem in der asiatischen Kunst dargestellten Fabeltier des mystischen Vogels mit überdimensionalem Schwanz – Phönix.

Haltung der Phönix

Aufgrund ihres langen Schwanzgefieders stellen die Phönix an die Haltungsbedingungen jedoch gewisse Ansprüche! Befestigte Ausläufe, penible Sauberhaltung von Stall und Gehege, sowie entsprechend hohe Aufbaummöglichkeiten gehören zur Haltung der Phönix dazu. So kann man sich über ein üppiges, langes und gepflegtes Gefieder freuen.

Bei schlechten Haltungsbedingungen (mangelnde Stallhygiene, matschiger Auslauf) verschmutzt das Gefieder und verklebt. Die Pracht der langen Sichelfedern kommt dann nicht zur Geltung.

Wirtschaftlichkeit

Mit einer Legeleistung von rund 160 Eiern im Jahr kann sich das Phönixhuhn durchaus sehen lassen. Auch der Schlachtkörper dürfte eine durchschnittlich große Familie vor dem Hungertod bewahren. Allerdings wurde das Phönixhuhn nie als Nutzungshuhn gezüchtet und gehalten. Eine „nette Beigabe“ ist die Legeleistung sicherlich für jeden Hühnerzüchter, der Garten oder Gehege mit dieser attraktiven Rasse ziert. Genau zu diesem Zweck wurde das Huhn erzüchtet: als Augenweide.

Bei der Zucht wird zwar Wert auf ein möglichst langes Gefieder gelegt, dieses erlangt jedoch nie das Ausmaß ihrer langschwänzigen Ahnen, den Onagadori Hühnern. Dafür weist der Genpool dieser Hühner deutlich mehr Vielfalt auf. Das ist bedingt durch das anfängliche Rassensammelsurium und das stetige Einkreuzen von Kämpfer- und Langschwanzrassen. Hierdurch kommen sie nicht nur, dank ihres dichten Gefieders, mit den hiesigen Klimaverhältnissen gut zurecht. Die Phönix sind gesundheitlich sehr robust und auch charakterlich wahrlich keine „Weicheier“.

Obwohl in ihnen das Blut von echten Kämpfern fließt und sie von unerschrockenem Charakter sind, sind diese Hühner keineswegs auf Kämpfe aus. Im Gegenteil, sie werden schnell zutraulich, sind neugierig und suchen ihrerseits den Kontakt, ohne bedrohlich zu wirken.

Phönix Küken

Die Henne führt ihre Küken sehr gut und sehr lange. Die Tiere nutzen ihre langen Schwanzfedern oftmals, um damit ihre Nester zu befüllen.

Farben und Farbschläge der Phönix Hühner

Hierzulande sind fünf Farbschläge der Phönixhühner anerkannt.

  • weiß
  • wildfarbig
  • gold
  • silber
  • orangehalsig

Bei der verzwergten Variante der Phönix Hühner ist außerdem noch die Farbe Schwarz als Farbschlag anerkannt. Bei der Beurteilung liegt das Hauptaugenmerk allerdings nicht auf der Farbreinheit, sondern auf Körperbau und vor allem auf dem üppigen Gefieder.

Alle Farbvarianten der Phönix weisen Läufe mit einem hellen schiefer-graublau auf. Gesicht, Kehllappen und Kamm sind von kräftig roter Farbe, die Ohrlappen hingegen reinweiß. Wie bei den meisten Hühnerrassen sind die Farben bei den Hennen deutlich weniger ausgeprägt, ebenso fehlen ihnen die langen Sichelfedern.

Phönix Hahn und Henne

Das Phönix Huhn wirkt nicht nur durch seinen üppig langen Schwanz sehr schlank und elegant. Der gesamte Körperbau ist von langgestreckter Form und erinnert damit ein wenig an einen Fasan. Diesen Eindruck untermalen auch die Kopfmerkmale – kleiner Kopf und kleiner Einfachkamm. Die Stellung der Phönixhühner ist von mittlerer Höhe. Der Rücken ist lang und waagerecht, genauso wie der Schwanz, der ebenfalls waagerecht steht und mit zahleichen schmalen, langen Federn endet. Phönixhühner wirken durch ihren aufrechten Körperbau von nahezu majestätischer Eleganz.

Unterstrichen wird das durch den erhabene Gang und den ausdrucksstarken Charakter, den sie unzweifelhaft von ihren kämpferischen Ahnen geerbt haben. Mit bis zu 2,5 kg ist der Hahn obschon seines schlanken Aussehens keineswegs ein Leichtgewicht. Auch die Henne bringt es auf bis zu 2 kg.