Asil

Gewicht Hahn
2,50 kg
Gewicht Henne
2,00 kg
Anfängerfreundlich
Nein (zeige alle)
Ringgröße
Hahn: 20 / Henne: 18
Legeleistung 1. Jahr
60 Stück
Legeleistung 2. Jahr
60 Stück
Bruteimindestewicht
40 g
Bruttrieb
kaum (zeige alle)
Winterleger
Nein (zeige alle)
Federfüße
Nein (zeige alle)
Kammform
Erbsenkamm (zeige alle)
Herkunftsland
Indien

Das Asil Huhn gilt als ältestes Haushuhnrasse überhaupt. Dieses Huhn überzeugt mit einer gehörigen Portion Mut und Aggressivität.

Asil Hühner – schnell zutraulich und neugierig

Das Asil Huhn zählt zu den ältesten Kampfhuhnrassen und gilt als älteste Haushuhnrasse überhaupt. Er stammt aus Indien und schon der Adel dort genoss die Haltung dieser Hühnerrasse. Der Hauptzweck der Haltung von Asils diente dabei dem Kampf, wofür man sich den Mut der Tiere zu nutzen machte. Heute gilt der Hahnenkampf in vielen westlichen Ländern als Grausamkeit und ist daher in den meisten Staaten verboten. In vielen asiatischen Ländern zählt er jedoch nach wie vor zum traditionellen Kulturgut.

Die ersten Asil Hühner fanden schon recht früh in der Geschichte des Haushuhns den Weg nach Europa. Bereits 1750 brachten europäische Händler immer wieder Hühner des Asil Typs mit in ihre Heimat. Sie bildeten die Grundlage für die heutigen Asils, die vornehmlich für Ausstellungszwecke gehalten werden.

Haltung der Asils

Wie es sich für einen typischen Kämpfer gehört besticht der Asil durch eine gehörige Portion Mut und Aggressivität. Allerdings zeigt sich diese Aggressivität lediglich unter den Artgenossen, zumeist unter den Hähnen. Sie sollten daher beizeiten getrennt und einzeln ohne Konkurrenz gehalten werden. Hennen untereinander können zwar auch unverträglich aufeinander reagieren, bei genügend Platz und Rückzugsmöglichkeiten herrscht in der Regel aber Frieden.

Die Haltung von Asil Hühnern ist wenig kompliziert. Sie werden ihrem Halter gegenüber schnell sehr zutraulich. Da sie monogam leben, sollte das bei der Haltung allerdings berücksichtigt werden. Durch ihr kurzes und wenig dichtes Federkleid ist ebenso ein möglichst frostfreier Hühnerstall angeraten, in den sie sich bei Bedarf zurückziehen können, wenn das Wetter kühler wird. Das Gehege benötigt, obschon es sich um gute Flieger handelt, keine besonders hohe Umzäunung. Selten erheben sich die Asils, da sie von Natur aus neugierig und wenig ängstlich sind.

Wirtschaftlichkeit

Was ihre Verwendung betrifft, so handelt es sich bei den Asils um beinahe reine Zierhühner. Als Eilieferanten sind Asil Hennen kaum zu gebraucht, legen sie doch maximal 60 Eier pro Jahr. Als Schlachtkörper eignet sich das Asil Huhn ebenfalls nur begrenzt. Lediglich die Junghühner eigenen sich zum Verzehr. Werden sie älter, wird das Fleisch zu fest.

Asil Küken

Bei der Brut sind Asil Hühner hingegen sehr brauchbar. Die Hennen brüten gut und kümmern sich aufopfernd um ihre Asil Küken.

Farben und Farbschläge der Asil Hühner

Das was den Asil prägt, sind hauptsächlich die verschiedenen Kampfstile. Selektiert wurde nach Kraft und Kampfeswille, woraus sich im Laufe der Zeit zahlreiche Farben und Farbschläge der Asil Hühner entwickelten. Die Farbe ansich ist beim Asil daher reine Nebensache und spielt in der Asil Zucht kaum eine Rolle. Dennoch werden in machen Fällen bestimmte Farbschläge bevorzugt. Hier jedoch weniger wegen ihrer Optik, sondern vielmehr wegen der inneren Werte, die ihnen zugeschrieben werden. Anerkannt sind hierzulande 10 Farbschläge, wobei rotbunte Asils überwiegen.

Unabhängig von der Farbe des Gefieders sind die Läufe der Asils immer gelb gefärbt. Das ausdrucksstarke Gesicht mit den gut ausgeprägten Augenbrauen, den schwach entwickelten, bis gänzlich fehlenden Kinnlappen, der Wamme und dem kleinen, dreireihigen Erbsenkamm ist unbefiedert und von leuchtend roter Farbe. Die Augen, sowie der Schnabel sind perlmuttfarben.

Asil Hahn und Henne

Das Asil Kampfhuhn ist ein breit gebautes Huhn mit niedriger Stellung, dessen aufrecht getragener Rumpf die Form eines Eies beschreibt. Das Brustbein wird durch das für Kampfhuhnrassen typisch knappe, kurze Gefieder sichtbar. Ebenso kurz wie kräftig sind die Flügel, die leicht hängend getragen werden. Besonders markant ist der ausdrucksstarke Kopf, der dem Asil Hahn und Henne seine charaktervolle Ausstrahlung verleiht. Abgerundet wird das athletische Bild von den gut sichtbaren, muskulösen Oberschenkeln, die in ebenso kräftige Unterschenkel münden.

Im Deutschen Rassegeflügelstandard wird neben dem normalen Asil, dem so genannten Rajah-Asil, noch ein zweiter Asil-Typ anerkannt – der Madras-Asil. Er ist größer und schwerer als der allgemein als Asil bekannte Rajah-Asil und wirkt durch seine weniger aufrechte Haltung etwas plumper. Der Madras-Asil kommt zudem nur im rassetypischen Farbschlag weizenfarbig blau vor.