Cochin

Cochin
Gewicht Hahn
5,50 kg
Gewicht Henne
4,50 kg
Anfängerfreundlich
Nein (zeige alle)
Ringgröße
Hahn: 27 / Henne: 24
Legeleistung 1. Jahr
120 Stück
Legeleistung 2. Jahr
120 Stück
Schalenfarbe der Eier
creme (zeige alle)
Bruteimindestewicht
55 g
Bruttrieb
normal (zeige alle)
Winterleger
Nein (zeige alle)
Federfüße
Ja (zeige alle)
Kammform
Einfachkamm (zeige alle)
Herkunftsland
Vietnam

Wer Besitzer eines Chocin Huhns ist, kann sich als Besitzer eines überdimensionalen Federballs bezeichnen. Der „laufende Sonntagsbraten“ überzeugt zudem durch eine gute Legeleistung.

Bilder

Henne
Cochin mit Ziege
Cochinhuhn vor Felsen

Cochin Hühner – sehr robust und ruhiges Gemüt

Ursprünglich stammt das Cochin Huhn aus Cochin-China (heute Vietnam), wo es seit den 1850er Jahren auch als Shanghai Huhn bekannt war. Königin Victoria soll es gewesen sein, die dem Cochin Huhn auch in westlichen Breitengraden zu Ruf und Ansehen verholfen hat. Und tatsächlich nahmen die Cochin Hühner großen Einfluss auf viele andere Hühnerrassen. Vornehmlich bei Rassen, die für hohe Fleischleistungen gezüchtet wurden. Im alten Südchina sollten es seinerzeit die weichen kurzen Federn gewesen sein, die die Cochin Hühner so beliebt machten, denn mit der üppigen Federpracht konnten wunderbar Bettdecken gefüllt werden.

Aufgrund ihrer Schwere, die durch das Federkleid nicht nur von optischer Natur ist, zählen die Cochins eigentlich zu den Fleischrassen. Dennoch können sie durchaus auch als Zwiehuhn betrachtet werden, denn die Legeleistung ist mitunter ganz beachtlich. Leider befassen sich in Deutschland nur noch wenige Züchter mit der intensiven Züchtung der Cochin Hühner, obwohl sie deutlich mehr zu bieten haben als „nur“ zartes Fleisch und schmackhafte Eier.

Haltung der Cochin Hühner

An ihre Haltungsbedingungen stellen Cochins dabei kaum Ansprüche, da sie dank ihres Federkleides jeder Witterung strotzen. Einzig beim Auslauf sollten einige Grundregeln beachtet werden, um die empfindlichen Läufe zu schützen: Kein Schlamm und kein hohes, nasses Gras. Besser hält man die Cochins auf einem kurzen Grasauslauf, der nicht besonders hoch eingezäunt und auch nicht sehr groß sein muss. Die große Hühnerrasse benötigt erstaunlich wenig Platz, was wohl an ihrem sehr sanften und ruhigen Gemüt liegt.

In ihrem Gemüt sind Cochins überaus behäbig, fliegen nicht und haben auch keinerlei Aggressionspotenzial. Im Gegenteil, ihnen wird gerne nachgesagt, dass sie sich außerordentlich schnell an ihren Halter binden und dabei sehr gelehrig sind.

Wirtschaftlichkeit

Wie bereits erwähnt, sind die Cochin Hühner eigentlich reine Fleischhühner, die sich gut mästen lassen. Aber nur eigentlich, denn di,e für ihre Größe, hohe Legeleistung macht die Cochin Hühner zu Zwiehühnern. Natürlich kann sich die Legeleistung mit anderen Legerassen sicherlich nicht messen, 120 braungelbe Eier im Jahr können sich für einen „laufenden Sonntagsbraten“ aber dennoch sehen lassen.

Cochin Küken

Die Hennen sind ausgezeichnete Glucken und führen ihre Nachzucht mit viel Liebe und Geduld. Geduld und Ruhe sind im Übrigen Tugenden, die den Charakter eines Cochin Küken in besonderer Weise ausmachen.

Farben und Farbschläge der Cochin Hühner

Cochin Hühner gibt es in diversen Farben und Farbschlägen:

  • Schwarz
  • Weiß
  • Gelb
  • Blau
  • rebhuhnfarbig-gebändert
  • gesperbert
  • schwarz-weiß gescheckt

Farbenschlag blau-gesäumt

cochin - Farbenschlag blau
cochin Henne
Henne im Stroh
Hühnerrasse Cochin

Auffallend ist neben der überaus üppigen Befiederung von Hahn und Henne auch die Befiederung an den Läufen der Cochin Hühner. Obwohl die so genannte Belatschung ebenfalls üppig vorhanden ist, sollten die Läufe bei allen Farbschlägen gelb bis mindestens weidengrün sein.

Auch der Schnabel der Cochin Hühner ist bei allen Farbschlägen gelb, bzw. hornfarbig. Während der Hahn über stark ausgeprägte, rote Kehllappen verfügt, tragen ihn die Damen eher kurz, aber ebenfalls in leuchtendem Rot. Auch der Einfachkamm ist bei den Hähnen wesentlich deutlicher ausgeprägt, als bei den Hennen. Das ebenfalls befiederte Gesicht der Cochin Hühner lässt die Augen nahezu in Gesichtshaut und Gefieder verschwinden.

Cochin Hahn und Henne

Durch ihr immenses Feder- und Daunenkleid, das sogar vor den Läufen keinen Halt macht, ähneln Cochin Hahn und Henne überdimensionalen Federbällen. Ihr Erscheinungsbild ist „ohne Ecken und Kanten“ schön harmonisch rund und üppig.

Das Cochin kommt in einer massigen Gestalt mit sehr tiefem und breit getragenem Körper daher. Doch ein massiger Körper bedeutet nicht immer nur Gutes. Gerade, weil die Cochins in ihrer Lebensweise eher von fauler Natur sind, neigen sie zu Stoffwechsel- und Herzproblemen. Eine hochwertige Fütterung, sowie gute Pflege, sollte aber auch einem als reines Haustier gehaltenem Cochin eine Lebenserwartung von 8 bis 10 Jahren ermöglichen. Die meisten Cochins erreichen dieses Alter in Gefangenschaft jedoch nicht, zu schmackhaft ist ihr Fleisch und zu viel von diesem Fleisch bringen sie auf die Waage. Der Cochin Hahn kann bis zu 5,5 Kilogramm schwer werden, die Cochin Henne bringt es immerhin noch auf ein Körpergewicht von bis zu 4,5 Kilogramm.