Barnevelder Hühner

Gewicht Hahn
3,50 kg
Gewicht Henne
2,75 kg
Anfängerfreundlich
Nein (zeige alle)
Ringgröße
Hahn: 20 / Henne: 18
Legeleistung 1. Jahr
180 Stück
Legeleistung 2. Jahr
165 Stück
Schalenfarbe der Eier
braun (zeige alle)
Bruteimindestewicht
60 g
Bruttrieb
normal (zeige alle)
Winterleger
Nein (zeige alle)
Federfüße
Nein (zeige alle)
Kammform
Einfachkamm (zeige alle)
Herkunftsland
Holland

Zwar ist das Barnevelder Huhn eher zufällig entstanden, dafür überzeugen sowohl Hahn als auch Henne mit einem atraktiven Federkleid. Zudem ist die Farbe der Eierschalen besonders und das Huhn in allen Bereichen unkompliziert.

Barnevelder Hühner – angenehmes Temparament und gute Futtersucher

Das Barnevelder Huhn ist eigentlich eher „zufällig“ entstanden und entspringt nicht etwa einer geplanten Rasseneuzüchtung. Lange Zeit einziges Zuchtziel war die Farbe der Eierschale. Nach ihrem Heimatort Barneveld benannt, war das Barnevelder Huhn lange Zeit örtlich auf diese Region begrenzt. Der Grund war das züchterische Ziel der holländischen Bauern: Ein Huhn, das die bei den Engländern beliebten und hervorragend bezahlten „großen, braunen“ Eier legte. Nach Möglichkeit auch noch in großen Mengen, des Profits wegen.

Also kreuzte man in der Mitte des 19. Jahrhunderts die vorhandenen Landhühner mit Asiaten und Halbasiaten. In den Adern des Barnevelders fließt das Blut von Cochins, Langschans und Brahmas, später sollen auch noch Goldwyandotten und Rhodeländer eingekreuzt worden sein. Zahlreiche Rassen sind also am Aufbau des Barnevelder Huhns beteiligt. Seine wirtschaftlichen Aspekte dürften aber vom Landhuhn, sowie den Langschans stammen. Erst im Jahr 1920 wurde in Holland der erste Verein gegründet, um die Rassereinheit zu forcieren, die Farbgebung einheitlich zu gestalten und dabei der Wirtschaftlichkeit ebenfalls eine solide Richtung zu geben. Entstanden ist das Barnevelder, wie wir es heute kennen: Ein Nutzhuhn erster Klasse, das aufgrund seiner Farbgebung auch den Schauzüchter anspricht.

Haltung der Barnevelder

Barnevelder sind lebhafte Tierchen, dennoch von angenehmem Temperament und charakterlicher Ruhe geprägte Hühner, die sich einfach zähmen lassen. Da es sich bei den Barneveldern um Nichtflieger handelt, kommen sie auch mit einer niedrigen Umzäunung aus – oder man hält sie gänzlich frei. Dann können sie nämlich ihrer Lieblingsbeschäftigung, der Futtersuche nachgehen.

Wirtschaftlichkeit

Wenn Barnevelder ihr Futter selbst suchen, punkten bei der Wirtschaftlichkeit noch mehr. Barnevelder sind ohnehin eine sehr vitale Hühnerrasse, die sich leicht mästen lassen und den Hühnerhalter außerdem mit bis zu 180 Eiern im ersten Legejahr beglücken. Die Eier sind dabei besonders groß und von schokoladenbrauner Farbe, ähnlich den Eiern der Maran Hühner. Die Eierfarbe ändert sich allerdings im Laufe der Legeperiode. Nach einigen Wochen des Legens werden die Schalen deutlich heller. Barnevelder sind für den Einsteiger also eine „feine Sache“. Sie legen viele hübsche Eier, bringen durch einen guten Fleischansatz einiges auf den Teller (Hahn bis 3,5 Kilogramm, Henne bis 2,75 Kilogramm), sind nett anzusehen, anspruchslos, robust und leicht zähmbar.

Barnevelder Küken

Ein kleines Manko haftet den Barneveldern dennoch an: Sie sind anfällig für die Mareksche Lähme – eine hochansteckende virale Hühnerkrankheit die mit hohen Verlusten einhergeht. Daher sollten schon Barnevelder Küken, die einen Tag alt sind, vorsorglich dagegen geimpft werden.

Farben und Farbschläge des Barnevelder Huhns

Da das Barnevelder Huhn aus zahlreichen Rassen regelrecht „zusammengewürfelt“ wurde, war auch die Farbgebung lange Zeit völlig unkontrolliert und entsprechend facettenreich. Neben einfarbigen Hühnern gab es doppeltgesäumte, die besonders reizvoll für Schauzüchter waren. Während das Hauptaugenmerk immer mehr den doppelgesäumten Farbschlägen galt, wurden einfarbige Hühner um die vorletzte Jahrhundertwende gar nicht mehr in die Zuchtprogramme aufgenommen. Heute kommt das Barnevelder Huhn in folgenden Farben und Farschlägen in fast allen Ländern vor und ist in diesen Varianten auch anerkannt:

  • schwarz
  • weiß
  • braun blau-doppeltgesäumt
  • braun-schwarz-doppeltgesäumt

In Deutschland werden neben diesen auch noch das blaue und das dunkelbraune Barnevelder anerkannt, während das rebhuhnfarbige Barnevelder nur in England zugelassen ist.

Kehl- und Ohrlappen, sowie Kamm und Gesicht sind von roter Farbe, die Augen von warmem Orangerot, während die Läufe schön gelb hervorstechen. Die Barnevelder Hühner zählen außerdem zu den Hühnerrassen, bei denen sowohl die Henne, als auch der Hahn ein äußerst attraktives Federkleid trägt und nicht nur der Hahn durch seine Pracht ins Auge fällt.

Barnevelder Hahn und Henne

Das Barnevelder Huhn ist in erster Linie ein Leistungshuhn und das sieht man ihm auch an. Sein Körper ist von geräumiger Statur (bei der Henne ausgeprägter) und mittelhoch gestellt. Es sollte nicht zu schwer sein, aber auch keinesfalls nur mit einem schönen Federkleid glänzen. Die Form entspricht einer breiten, keineswegs plumpen Walze, während Hals, Rücken und Schwanz die Form eines V bilden. Damit diese Erscheinung die nötige Eleganz aufweisen kann, sind die Rumpf- und Steuerfedern von mittlerer Länge, sollten aber keinesfalls zu kurz sein. Die Brust von Barnevelder Hahn und Henne ist dabei tief und bietet, ebenso wie die gut sichtbaren, breit stehenden Schenkel viel Platz für einen guten Fleischansatz. Die typische Form des Barnevelders ist von fließenden Übergängen ohne Ecken, Kanten oder Unterbrechungen geprägt.