Sussex

Gewicht Hahn
4,00 kg
Gewicht Henne
3,00 kg
Anfängerfreundlich
Nein (zeige alle)
Ringgröße
Hahn: 22 / Henne: 20
Legeleistung 1. Jahr
180 Stück
Legeleistung 2. Jahr
180 Stück
Schalenfarbe der Eier
creme (zeige alle)
Bruteimindestewicht
60 g
Bruttrieb
ausgeprägt (zeige alle)
Winterleger
Nein (zeige alle)
Federfüße
Nein (zeige alle)
Kammform
Einfachkamm (zeige alle)
Herkunftsland
England

Das Sussex Huhn ist gerade für Anfänger gut geeignet. Es ist pflegeleicht, frühreif und durch seine bunte Farbenpracht zieht es alle Blicke auf sich. Außerdem liefert das Sussex zartes Fleisch und ist ein guter Eierleger.

Sussex – gute Eierleger und bunte Farbenpracht

Ursprung der Sussex Hühner

Ursprünglich wurden die Sussex Hühner um das Jahr 1880 in England als reine Wirtschaftshühner gezüchtet. Ein Zwiehuhn, das sowohl eine gute Mastfähigkeit besaß, als auch zu den guten Eierlegern zählte, passte schließlich wunderbar auf den Londoner Markt. Der war als traditionelles Zentrum für die Geflügelmast bekannt. Ob Kleinbauer oder Großmäster, hier tummelten sich Einkäuferscharen und deckten sich mit dem gewünschten Geflügel ein.

Die Jungtiere für diesen Markt stammten dabei von Züchtern südlich von London. Hauptsächlich aus den Grafschaften Kent, Sussex und Surrey. Damals wurden die Rassevertreter der Sussex, die auf der Grundlage von Dorking und hellen Bramha Hühnern erzüchtet wurden, noch als „Scheunentorhühner“ bezeichnet. Erst später, nachdem sich die Erbmasse soweit gefestigt hatte, wurden diese Hühner auch auf Ausstellungen bekannt und trugen endlich den Namen, den sie noch heute innehaben – Sussex.

Sussex Hühner in Deutschland

Nach Deutschland kamen diese Hühner allerdings viel später. Zu seiner Zeit als Züchter recht bekannt, brachte B. Heumann erstmals im Jahr 1903 die neue englische Rasse mit in deutsche Lande. 1904 war es F. Happold, der die ersten roten Sussex nach Deutschland importierte. Züchterisch lag allerdings noch ein weiter Weg vor den Liebhabern. Der 1907 gegründete Sonderverein trug einen großen Teil dazu bei, diese Hühner zu dem zu machen, was sie noch heute sind: hervorragende Wirtschaftshühner mit besten charakterlichen und optischen Eigenschaften.

Haltung der Sussex Hühner

Die Haltung der Sussex ist ein beeindruckendes Merkmal dieser ruhigen, zutraulichen Rasse und macht sie daher für Anfänger besonders attraktiv. Frohwüchsig und sehr frühreif bereitet das Huhn dem Züchter schnell Freude und bringt ganz nebenbei auch einen kleinen Schmaus für die Augen mit. Ein helles Huhn auf grünem Rasen ist schließlich ein netter Farbkontrast. Die Flugeigenschaften sind bei dieser Hühnerrasse nicht sonderlich ausgeprägt. Es gibt sich lieber mit der Futtersuche ab, als über Zäune zu fliegen, was nicht zuletzt an seinem hohen Gewicht liegt.

Wirtschaftlichkeit

Das schöne und recht große Huhn ist ein ausgesprochen gutes Wirtschafshuhn. Dabei liefert es neben viel zartem, weißen Fleisch auch eine beachtliche Menge an Eiern, wodurch es zu den so genannten Zwiehühnern gezählt wird. Im ersten Legejahr bringt es die legefreudige Henne auf rund 180 Eier, im zweiten Jahr immerhin noch auf 150 gelbe bis hellbraune, große Eier.

Sussex Küken

Zwar ist die Aufzucht von Sussex Küken ein Leichtes, die Brutlust ist, bis auf die der bunten Rassevertreter, jedoch eher verhalten. Wenn sich die Henne allerdings zum Glucken entscheidet, ist sie eine wunderbare Kükenmutter, die ihren Nachwuchs zuverlässig führt. Ansonsten eignen sich die Eier aber auch wunderbar für die Kunstbrut und geben hierbei ein gutes Brutergebnis mit geringer Verlustrate ab.

Farben und Farbschläge der Sussex Hühner

Die Begründer dieser Rasse waren die hellen Sussex, die mit ihren silberweißen Körperfedern und den tiefschwarzen Schaftstrichen am Halsbehang, sowie den schwarzen, grünschimmernden Schwanzfedern ein harmonisches Bild abgaben. Mit Cornish Hühnern gekreutzt, ergaben sich die bunten Farben. Rot und Wildbraune Farbschläge dieser Hühnerrasse folgten. Etwas später, etwa um 1920 herum auch die gelbe (gelb-columbia) Variante. Eher aus Zufall entstanden dann einige Jahre danach der weiß-columbia farbigen Farbschlag aus den hellen Sussex Exemplaren. Die letzte, als Farbschlag anerkannte Variante waren dann Sussex in grausilber. Das sind noch heute eher selten anzutreffender Vertreter dieser Rasse.

Die Augen dieser Hühner sollten in der Regel rot sein. Erlaubt ist aber auch ein gelbes Auge. Kamm, Ohr- und Kehllappen sind hingegen nur in leuchtendem rot anerkannt. Die Läufe der Hühner stehen hierzu im deutlichen Kontrast, denn sie sind bei allen Farbvarianten fleischfarbig und demnach ziemlich hell.

Sussex Hahn und Henne

Die Form dieser Hühner entspricht auf den ersten Blick dem typischen Hühnerbild, wie es einem Kinderbuch entspringen könnte. Der Körper von Sussex Hahn und Henne gleicht einem Rechteck. Deutlich ausgeprägter durch die markanten Schultern und die waagerechte Oberlinie ist die Kastenform jedoch bei der Henne, die hierdurch ein wenig gedrungener wirkt, als ihr männlicher Rassevertreter. Sie hat einen tiefen, flauschigen Bauch, der bereits die gute Legeleistung vermuten lässt.

Ansonsten sind es lediglich die geschlechtlichen Merkmale, die die Henne vom Hahn unterscheidet. Der Kopf wirkt bei dieser Hühnerrasse eher klein mit ebenfalls kleinem Kamm. Dabei sollten auch die Kehl- und Ohrlappen zum Gesamtbild passend ausgeprägt und nicht zu groß sein. Mit 3 bis 4 Kilogramm bringt der Hahn ein wenig mehr auf die Waage, als die Henne mit ihren 2,5 bis 3 Kilogramm.