Sussex

Gewicht Hahn
4,00 kg
Gewicht Henne
3,00 kg
Anfängerfreundlich
Nein (zeige alle)
Legeleistung 1. Jahr
180 Stück
Legeleistung 2. Jahr
150 Stück
Bruteimindestewicht
55 g
Winterleger
Nein (zeige alle)
Federfüße
Nein (zeige alle)

Ursprünglich wurden die Sussex Hühner um das Jahr 1880 in England als reine Wirtschaftshühner gezüchtet. Ein Zwiehuhn, das sowohl eine gute Mastfähigkeit besaß, als auch zu den guten Eierlegern zählte, passte schließlich wunderbar auf den Londoner Markt, der als traditionelles Zentrum für die Geflügelmast bekannt war. Ob Kleinbauer oder Großmäster, hier tummelten sich Einkäuferscharen und deckten sich mit dem gewünschten Geflügel ein. Die Jungtiere für diesen Markt stammten dabei von Züchtern südlich von London, hauptsächlich aus den Grafschaften Kent, Sussex und Surrey. Damals wurden die Rassevertreter der Sussex, die auf der Grundlage von Dorking und hellen Bramha Hühnern erzüchtet wurden, noch als „Scheunentorhühner“ bezeichnet. Erst später, nachdem sich die Erbmasse soweit gefestigt hatte, wurden diese Hühner auch auf Ausstellungen bekannt und trugen endlich den Namen, den sie noch heute innehaben – Sussex.

Nach Deutschland kamen die hellen Sussex Hühner allerdings viel später. Zu seiner Zeit als Züchter recht bekannt, brachte B. Heumann erstmals im Jahr 1903 die neue englische Rasse mit in deutsche Lande. 1904 war es F. Happold, der die ersten roten Sussex nach Deutschland importierte. Züchterisch lag allerdings noch ein weiter Weg vor den Liebhabern, die mit dem 1907 gegründeten Sonderverein einen großen Teil dazu beitrugen, diese Hühner zu dem zu machen, was sie noch heute sind – hervorragende Wirtschaftshühner mit besten charakterlichen und optischen Eigenschaften.

Farben der Sussex Hühner

Die Begründer dieser Rasse waren die hellen Sussex, die mit ihren silberweißen Körperfedern und den tiefschwarzen Schaftstrichen am Halsbehang, sowie den schwarzen, grünschimmernden Schwanzfedern ein harmonisches Bild abgaben. Mit Cornish Hühnern gekreutzt, ergaben sich die bunten Farben der Sussex. Rot und Wildbraun folgten, etwas später, etwa um 1920 herum auch die gelbe (gelb-columbia) Sussex Variante. Eher aus Zufall entstanden dann einige Jahre danach die weiß-columbia farbigen Sussex aus den hellen Sussex Exemplaren. Die letzte, als Farbschlag anerkannte Variante waren dann Sussex in grausilber, noch heute ein eher selten anzutreffender Vertreter dieser Rasse. Die Augen dieser Hühner sollten in der Regel rot sein, erlaubt ist aber auch ein gelbes Auge. Kamm, Ohr- und Kehllappen sind hingegen nur in leuchtendem rot anerkannt. Die Läufe der Sussex Hühner stehen hierzu im deutlichen Kontrast, denn sie sind bei allen Farbvarianten fleischfarbig und demnach ziemlich hell.

Körperbau der Sussex Hühner

Die Form des Sussex entspricht auf den ersten Blick dem typischen Hühnerbild, wie es einem Kinderbuch entspringen könnte. Der Körper von Hahn und Henne gleicht einem Rechteck, deutlich ausgeprägter durch die markanten Schultern und die waagerechte Oberlinie ist die Kastenform jedoch bei der Henne, die hierdurch ein wenig gedrungener wirkt, als ihr männlicher Rassevertreter. Sie hat einen tiefen, flauschigen Bauch, der bereits die gute Legeleistung vermuten lässt. Ansonsten sind es lediglich die geschlechtlichen Merkmale, die die Sussex Henne vom Hahn unterscheidet. Der Kopf wirkt bei den Sussex, die vom Körperbau einem übermittelgroßen Huhn entsprechen, eher klein mit ebenfalls kleinem Kamm, wobei auch Kehl- und Ohrlappen zum Gesamtbild passend ausgeprägt und nicht zu groß sein sollten. Mit 3 bis 4 Kilogramm bringt der Sussex Hahn ein wenig mehr auf die Waage, als die Sussex Henne mit ihren 2,5 bis 3 Kilogramm.

Temperament und Eignung

Das schöne und recht große Sussex Huhn ist ein ausgesprochen gutes Wirtschafshuhn. Dabei liefert es neben viel zartem, weißen Fleisch auch eine beachtliche Menge an Eiern, wodurch es zu den so genannten Zwiehühnern gezählt wird. Im ersten Legejahr bringt es die legefreudige Sussex Henne auf rund 180 Eier, im zweiten Jahr immerhin noch auf 150 gelbe bis hellbraune, große Eier. Doch nicht nur die wirtschaftliche Leistung dieser ruhigen, zutraulichen Hühnerrasse kann sich sehen lassen, auch die Haltung der Sussex ist ein beeindruckendes Merkmal dieser Rasse und macht sie daher für Anfänger besonders attraktiv. Frohwüchsig und sehr frühreif bereitet das Sussex dem Züchter schnell Freude und bringt ganz nebenbei auch einen kleinen Schmaus für die Augen mit. Ein helles Sussex auf grünem Rasen ist schließlich ein netter Farbkontrast. Die Flugeigenschaften sind bei Sussex nicht sonderlich ausgeprägt, es gibt sich lieber mit der Futtersuche ab, als über Zäune zu fliegen, was nicht zuletzt an seinem hohen Gewicht liegt. Zwar ist die Aufzucht von Sussex Hühner ein Leichtes, die Brutlust ist, bis auf die der bunten Rassevertreter, jedoch eher verhalten. Wenn sich die Henne allerdings zum Glucken entscheidet, ist sie eine wunderbare Kükenmutter, die ihren Nachwuchs zuverlässig führt. Ansonsten eignen sich die Eier aber auch wunderbar für die Kunstbrut und geben hierbei ein gutes Brutergebnis mit geringer Verlustrate ab.