Lakenfelder

Gewicht Hahn
2,25 kg
Gewicht Henne
2,00 kg
Anfängerfreundlich
Nein (zeige alle)
Ringgröße
Hahn: 18 / Henne: 16
Legeleistung 1. Jahr
160 Stück
Legeleistung 2. Jahr
160 Stück
Schalenfarbe der Eier
weiß (zeige alle)
Bruteimindestewicht
50 g
Bruttrieb
normal (zeige alle)
Winterleger
Nein (zeige alle)
Federfüße
Nein (zeige alle)
Herkunftsland
Holland
Farbschläge
schwarz, weiß

Wer auf der Suche nach einem kleinen Stück deutscher Kultur ist, liegt beim Lakenfelder Huhn genau richtig. Es ist wohl einer der prächtigsten Vertreter der deutschen Landhuhnrassen und überzeugt durch seine lebhaftes Temparament.

Lakenfelder Hühner – lebhaftes Temparament und eifrige Futtersucher

Die Lakenfelder Hühner sind eine deutsche Hühnerrasse, die bereits seit mehr als 150 Jahren als eigenständige Rasse besteht. Ein echtes Stück deutsche Kultur eben! Gleichzeitig gehört das Lakenfelder Huhn zu den wohl prächtigsten Vertretern unter den deutschen Landhuhnrassen. Ein Blick auf das Federkleid der Lakenfelder untermauert diesen Eindruck sehr schnell. Das Lakenfelder Huhn sieht aus, als wenn ein weißes Laken auf ein schwarzes Feld gelegt wurde. Daher hat es auch die Rassebezeichnung Lakenfelder.

Erzüchtet wurden die Lakenfelder Hühner aus den so genannten Sottegems, einer schwarznackigen Abwandlung der Brakel, die in Flandern gezüchtet wurde. Exemplare, die viel Schwarz in Hals und Schwanz, sowie möglichst wenig Sprenkelzeichnung aufwiesen, wurden bevorzugt für die Erzüchtung der Lakenfelder verwendet. Immer stärker wurde so das weiße „Laken“ herausgezüchtet, bis ein rein weißes Huhn mit tiefschwarz schimmerndem Kopf und Schwanz entstand. Mitunter kommt bei einigen Rassevertretern der Lakenfelder noch heute die (unerwünschte) Sprenkelzeichnung zum Vorschein – ein Zeugnis für ihre Herkunft!

Um das Jahr 1840 traten die Lakenfelder Hühner, obschon ihrer außergewöhnlichen Färbung, ihren Siegeszug vom nördlichen Westfalen aus. Sie verdrängten die, bis zum Jahr 1850 viel gesehene, Rasse der Totleger fast gänzlich. Besondere Verdienste an der Verbreitung der Lakenfelder trug dabei der bekannte Züchter Bockelmann aus Melle. Wie bei fast jeder Hühnerrasse mussten auch die Lakenfelder in ihrer Popularität einen deutlichen Rückschlag hinnehmen. Nur hatte das bei dieser Hühnerrasse keine wirtschaftlichen Hintergründe, sondern lag im Auftreten zahlreicher neuer ausländischer Hühnerrassen. Einer Hand voll Idealisten ist es zu verdanken, dass das Lakenfelder Huhn bis heute erhalten geblieben ist und sich wieder neuer Beliebtheit erfreut.

Haltung der Lakenfelder

Nicht nur die Färbung der Lakenfelder verzaubert den Betrachter schnell, sondern auch das lebhafte Temperament. Steht den Lakenfelder Hühnern uneingeschränkter Auslauf zur Verfügung, so entpuppen sie sich als überaus eifrige Futtersucher. Durch ihre intensive Durchzüchtung gelten Lakenfelder als sehr robuste Rasse. Schon früh in ihrer Ahnentafel wurden die lebens- und leistungsschwachen Exemplare ausgesondert und nur das beste, gesündeste und leistungsfähigste Zuchtmaterial verwendet.

Wirtschaftlichkeit

Lakenfelder Hühner eignen sich besonders gut als Eilieferanten. Liegt doch die Legeleistung bei der Lakenfelder Henne bei rund 200 weißschaligen Eiern pro Jahr. Der Fleischansatz ist zwar nicht vergleichbar mit anderen Nutzhuhnrassen, es eignet sich aber dennoch als schmackhafter Sonntagsbraten. In erster Linie ist das Landhuhn jedoch ein echter Blickfang im heimischen Garten und keine reine Wirtschaftsrasse.

Lakenfelder Küken

Die Lakenfelder Henne hat zwar keinen sonderlich ausgeprägten Bruttrieb, dafür eignen sich die Eier wunderbar für die Kunstbrut. Sind die Lakenfelder Küken erst einmal geschlüpft, sind sie sehr lebhaft und wachsen schnell heran.

Farben und Farbschläge der Lakenfelder Hühner

Das „Markenzeichen“ der Lakenfelder Hühner ist zweifelsohne ihre besondere Färbung. Das gesamte Rumpfgefieder ist rein weiß. Lediglich auf dem Sattelgefieder dürfen die feinen Schaftstriche schwarz sein, während das Untergefieder grau ist. Kopf, Halsbehang sowie Schwanz der Lakenfelder sind von samtenem Tiefschwarz und bilden einen guten Kontrast zur Rumpfbefiederung. Hahn und Henne der Lakenfelder Hühner verfügen dabei über dieselbe Gefiederfärbung.

Während der Schnabel der Lakenfelder von blaugrauer Farbe ist, sind die Läufe in schieferblau gehalten. Deutlich farbenprächtiger geht es am Kopf der Lakenfelder zu. Die Augen und das Gesicht sind von leuchtend roter Farbe, ebenso wie der Stehkamm und die Kehllappen. Die Ohrscheiben sind generell weiß und mit einem roten Rand versehen. Rote Ohrscheiben gelten hingegen als großer Fehler!

Lakenfelder Hahn und Henne

Die Lakenfelder Hühner stehen zwar im typischen Landhuhntyp, sind aber insgesamt etwas tiefer gestellt. Vor allem bei der Lakenfelder Henne sollte ein gut entwickelter Bauch deutlich zu sehen sein und die Brust entsprechend tief angesetzt sein. Auch die Schwanzhaltung ist etwas flacher als beim Lakenfelder Hahn. Ebenso ist der Stehkamm, der im Gegensatz zum Hahn etwas zur Seite geneigt sein darf, bei der Lakenfelder Henne kleiner. Das macht auch schon alle Unterschiede der Geschlechter aus. Die Lakenfelder Hühner erscheinen insgesamt als eher kräftige Hühnerrasse. Der Körperbau sollte gestreckt sein. Die Rückenlinie darf nicht zu lang sein. Sie muss ein gutes Mittelmaß bilden und sehr waagerecht angesetzt sein, bevor sie in den breiten und vollen Sattel übergeht. Das Gewicht dieses mittelgroßen Robusthuhns liegt beim Hahn zwischen 1,75 und 2,25 Kilogramm, bei der Henne zwischen 1,5 und 2 Kilogramm.