Sulmtaler Hühner

Gewicht Hahn
4,00 kg
Gewicht Henne
3,50 kg
Anfängerfreundlich
Nein (zeige alle)
Ringgröße
Hahn: 20 / Henne: 18
Legeleistung 1. Jahr
180 Stück
Legeleistung 2. Jahr
180 Stück
Schalenfarbe der Eier
creme (zeige alle)
Bruteimindestewicht
55 g
Bruttrieb
ausgeprägt (zeige alle)
Winterleger
Nein (zeige alle)
Federfüße
Nein (zeige alle)
Kammform
Sonstige (zeige alle)
Herkunftsland
Österreich
Farbschläge
gold-weizenfarbig, weiß

Die Sulmtaler stammen aus der Steiermark und sind erst seit einer gezielten Selektion als eigenständige Rasse anerkannt. Kaum zu glauben, dieses doch recht schwere Huhn ist ein ausgezeichneter Flieger. Zudem überrascht es mit einer enormen Legeleistung.

Sulmtaler – sehr robust und hervorragende Flieger

Heimat der Sulmtaler

Die Heimat des Sulmtaler Huhns ist die Steiermark. Auch hierzulande hat die Rasse zahlreiche Anhänger, während es in anderen Ländern, etwa England, weder einen Standard hat, noch vielfach ausgestellt wird. Im Gegenteil, in England gilt das Sulmtaler auf Ausstellungen als echter Exot und ist unter den „seltenen Rassen“ zu finden.

Erzüchtung der Sulmtaler

Die gezielte Zucht des Sulmtaler Huhns beginnt um das Jahr 1900. Im steirischen Sulmtal, rund um Graz, gaben sich die Kleinbauern im 19. Jahrhundert nicht mehr nur mit Acker- und Weinbau zufrieden. Große schwere Hühner mussten her, die das üppige Futterangebot und das milde Klima der Steiermark bestens auszunutzen wussten. Zunächst wurden also die vorhandenen Altsteirer Hühner selektiert. Die besonders großen und schweren Exemplare gingen als Kapaune in die Geschichte ein. Dann bediente man sich bei anderen Rassen, um die Größe und Schwere zu erlangen. Cochins, Brahmas und Langsschans wurden mit Altsteirern gekreuzt. Die Legeleistung sank zwar hierdurch, die Hühner wurden allerdings üppiger. Das „Steirische Mastgeflügel“ machte durch seine hervorragende Qualität weltweit von sich Reden!

Es folgten noch weitere Einkreuzungen mit Houdans und Dorkings bis ein beinahe undefinierbares „Gemisch“ verschiedener Rassen entstanden war – aber kein einheitliches Rassebild. Erst der aus Feldhof stammende Armin Arbeiter machte sich ans Werk, aus dem Hühnerallerlei ein einheitliches Rassebild zu machen. Durch gezielte Selektion nach Größe und Typ erschuf er somit die neue Rasse, die er Sulmtaler taufte.

Haltung der Sulmtaler

In Sachen Haltung stellen Sulmtaler nicht viele Ansprüche. Sie sind sehr robust und leichtfuttrig, das heißt, sie sind einfach zu mästen und wachsen auch noch schnell. Dennoch sollte in Bezug auf die Unterbringung ein gänzlich überdachtes Gehege ins Auge gefasst werden. Man sieht es ihnen auf den ersten Blick wahrlich nicht an, aber diese Hühner können ganz hervorragend fliegen. Durch ihre Flugfreude suchen sie sich sonst nämlich gerne ein gemütliches Plätzchen in den Bäumen – trotz hoher Umzäunung. Das Temperament der Sulmtaler ist dennoch nicht überschwänglich. Sie sind überwiegend von ruhigem Gemüt und lassen sich recht leicht zähmen. Für Anfänger eignet sich die Rasse im Grunde sehr gut, sofern die Haltungsbedingungen nicht abschrecken. Ein großer Vorteil kommt ihnen zusätzlich zugute:

Wirtschaftlichkeit

Auch in Sachen Wirtschaftlichkeit können die Sulmtaler Hühner mithalten. Sie haben ein hohes Gewicht von 4 Kilogramm (Hahn) bzw. 3,5 Kilogramm (Henne). Zudem haben sie eine hohe Legeleistung von rund 160 Eiern im ersten Legejahr, denen auch in der zweiten Legeperiode noch 130 Eier folgen. Dadurch werden die Hühner zu einer typischen und beliebten Zwiehuhnrasse.

Sulmtaler Küken

Schon nach gut zwei Wochen lässt sich bei den Sulmtaler Küken das Geschlecht erkennen. Dann stoßen die ersten Federn durch, die auf Hahn oder Henne deuten! Die Küken wachsen schnell und die Aufzucht ist meist problemlos.

Farben und Farbschläge der Sulmtaler Hühner

Das Sulmtaler Huhn gibt es nur in zwei Farbschlägen:

  • Weiß (das gesamte Federkleid ist von glänzendem Silberweiß)
  • weizenfarbig

Während Hahn und Henne beim weißen Farbschlag dieselbe Gefiederfarbe aufweisen, unterscheiden sie sich in der weizenfarbigen Variante recht deutlich. Hierbei hat die Henne lediglich einen goldbraunen Hals, während das übrige Gefieder weizen-, bzw. hellsemmelfarbig ist. Der Hahn weist neben dem goldbraunen Hals und Sattelbehang und dem kastanienbraunen Rücken- und Schultergefieder hingegen ein schwarzes, grünlich glänzendes Gefieder an Brust, Bauch, Schenkeln und Schwanz auf.

Kamm und Kehllappen setzen sich in kräftigem Rot ab, während die Augen orangerot leuchten und die Ohrscheiben von weiß bis rot reichen können. Die Läufe sind, genau wie der Schnabel, hell fleischfarben. Besonders auffallend ist der kleine Federschopf, den sowohl Hahn, als auch Henne tragen. Bei der Henne ist dieser jedoch ausgeprägter, da der Schopf nicht wie beim Hahn vom Kamm überlagert wird und wie ein Häubchen am Hinterkopf prangt.

Sulmtaler Hahn und Henne

Dieses Huhn ist grob umschrieben ein tiefgestelltes, schweres Huhn, das jedoch mit einem feinen Knochengerüst aufwartet und alles andere als plump erscheint. Die Stellung des Huhnes ist mittelhoch. Dabei ist es eher langgestreckt, wobei der breite Rumpf hoch getragen wird. Auch der kurze Schwanz wird relativ hoch getragen und wirkt stark gespreizt. Zusammen mit dem recht üppigen Halsbehang am kurzen Hals wirkt besonders der Sulmtaler Hahn somit ein wenig wuchtig. Eine Erscheinung die täuscht, denn trotzt ihres Erscheingsbildes und ihres Gewichts sind Hahn und Henne exzellente Flieger!