Niederländer Eulenbart

Gewicht Hahn
2,50 kg
Gewicht Henne
1,80 kg
Anfängerfreundlich
Nein (zeige alle)
Ringgröße
Hahn: 18 / Henne: 16
Legeleistung 1. Jahr
170 Stück
Legeleistung 2. Jahr
150 Stück
Bruteimindestewicht
55 g
Bruttrieb
normal (zeige alle)
Winterleger
Nein (zeige alle)
Federfüße
Nein (zeige alle)
Kammform
Hörnerkamm (zeige alle)
Herkunftsland
Holland

Das Niederländer Eulenbart Huhn überzeugt durch seine besondere Farbzüchtung. Wer wollte nicht schon immer einmal ein Mohrenkopf- Huhn haben? Zudem ist es ein Huhn, das wenig Ansprüche an seine Haltung und Unterkunft stellt.

Niederländer Eulenbart – neugierig und recht anspruchslos

Durch sein auffälliges Bartgefieder tritt der Niederländer Eulenbart wie ein vornehmer Frackträger auf. Dabei hat diese auffällige Rasse eine lange Geschichte im Hintergrund und war einst beinahe ausgerottet. Entstanden aus Landhühnern waren die Niederländer Eulenbart Hühner schon recht früh fast reinrassig. Bereits im siebzehnten Jahrhundert sind sie in diversen Farbvarianten auf Ölgemälden der Epoche zu finden. In der Literatur wird der Niederländer Eulenbart hingegen erstmals im Jahr 1882 erwähnt.

Ein jähes Ende des Eulenbarts hätte es beinahe Ende des neunzehnten Jahrhunderts gegeben. Nur mit Hilfe von rasselosen Hühnern, La-Flèche Hühnern und den Thüringer Eulenbärten, die mit ähnlichen Eigenschaften glänzten wie das Niederländer Eulenbart Huhn, gelang es, der Rasse neues Leben einzuhauchen und sie zu erhalten.

Heute ist der Niederländer Eulenbart bei Züchtern zwar nach wie vor nicht sehr häufig anzutreffen, erfreut sich aber einer soliden Anhängerschaft und ist nicht von der Ausrottung bedroht.

Haltung des Niederländer Eulenbart

Der Niederländer Eulenbart ist ein recht anspruchsloses Tier, das obschon seiner kräftigen Erscheinung doch einen gewissen Edelmut ausstrahlt. Dies mag an seinem Wesen liegen, denn der Niederländer Eulenbart hält immer ein wenig Abstand. Er betrachtet die Welt zwar neugierig, aber am liebsten aus der Ferne. Hühnerhalter, die mit Ruhe und Geschick an diese wundervolle Rasse herangehen, bekommen den Niederländer Eulenbart sehr zahm und zutraulich. Hektik und wenig Geduld bekommt dieser Rasse hingegen nicht!

An Haltung und Futter stellt die holländische Hühnerrasse nur wenige Ansprüche. Sowohl im Freilauf als auch im Gehege gedeiht der Niederländer Eulenbart sehr gut. Acht geben muss man jedoch auf den Bart, der bei der Fütterung mit Feuchtfutter und ungeeigneter Tränke schnell unansehnlich wird. Der Fachhandel hält für Bart- und Haubenhühner jedoch spezielle Tränken und Futterspender bereit!

Wirtschaftlichkeit

Freude macht dem Hühnerhalter im Übrigen auch die Legefreude der Hennen. Bei guter Pflege legen sie auch in den Wintermonaten eine erstaunliche Anzahl großer, weißer Eier.

Farben und Farbschläge des Niederländer Eulenbart

Den Niederländer Eulenbart gibt es in diversen Farbvarianten. Die bekanntesten Farbschläge sind dabei:

  • schwarz
  • weiß
  • blau
  • gesperbert

Allerdings kommt der Niederländer Eulenbart auch in folgenden Variationen vor:

  • silber- geflockt
  • gold-geflockt
  • gelb-weißgetupft
  • goldlack
  • silberlack

Die wohl attraktivste, aber züchterisch schwierigste Farbvariante, ist der so genannten Mohrenkopf. Auf diese Mohrenkopfzeichnung trifft man nirgendwo in der Hühnervielfalt, wobei allein die Farbbezeichnung schon einen Großteil des „Geheimnisses“ dieses außergewöhnlichen Farbschlages verrät. Der Rumpf der Mohrenköpfe ist einfarbig weiß oder goldbraun, der Kopf hingegen, ebenso wie der obere Abschnitt des Halses pechschwarz. Da diese Gefiederfarbe erst nach der dritten Mauser voll ausgeprägt ist, vorher sind die jungen Hühner beinahe gänzlich schwarz, handelt es sich um eine langwierige Zuchtbemühung. Erschwerend kommt bei den züchterischen Bemühungen hinzu, dass die schwarz begrenzte Färbung auf Kopf und Hals entweder zum Verschwinden neigt, oder sich gleich vollkommen ausbreitet.

Die Irisfarbe ist übrigens bei allen Farbvarianten rostbraun, während die Kehllappen gänzlich vom üppigen Bart verdeckt sind. Die Läufe reichen von hellem grauweiß bis zu schiefergrau bei den dunklen Rassevertretern.

Niederländer Eulenbart Hahn und Henne

Ein wenig erinnert der Niederländer Eulenbart an das Paduaner Huhn. Auch der Eulenbart wirkt wie ein typisches Landhuhn mit aufrecht getragenem Schwanz bei langgestrecktem Rumpf und breiter, kräftiger Brust. Der Hahn bringt bis zu 2,5 Kilogramm auf die Waage, die Henne ist mit 2 Kilogramm etwas weniger wuchtig. Das auffälligste Merkmal des Huhns ist allerdings, wie der Name bereits sagt, der üppige Bart. Dieser sollte nach Möglichkeit keinerlei Einschnitte tragen, also voll und rund unter dem Schnabel platziert sein. Hierdurch sieht der Niederländer Eulenbart immer etwas aufgeplustert aus und macht einen intelligenten, gediegenen Eindruck. Auch der Hörnchenkamm gehört zum typischen Erscheinungsbild des Huhns. Hinter den beiden „Teufelshörnern“ ragen noch die Überreste einer kleinen Haube als krause Federn hervor, was die Verwandtschaft zu den Paduanern bestätigt. Auch die Nasenlöcher sind, wie für Haubenhühner üblich, groß und ziemlich weit geöffnet.