Niederrheiner Hühner

Gewicht Hahn
4,00 kg
Gewicht Henne
3,00 kg
Anfängerfreundlich
Nein (zeige alle)
Ringgröße
Hahn: 22 / Henne: 20
Legeleistung 1. Jahr
200 Stück
Legeleistung 2. Jahr
200 Stück
Schalenfarbe der Eier
weiß (zeige alle)
Bruteimindestewicht
55 g
Bruttrieb
normal (zeige alle)
Winterleger
Nein (zeige alle)
Federfüße
Nein (zeige alle)
Kammform
Einfachkamm (zeige alle)
Herkunftsland
Deutschland

Das Niederrheiner Huhn hat zwar keine lange Geschichte vorzuweisen, überzeugt aber mit zahlreichen, wundervollen Farbschlägen. Es hat eine gute Legeleistung und wird auch gerne als Sonntagsbraten serviert.

Nierderreihner Hühner – frohwüchsig und angenehmes Temperament

Das Niederrheiner Huhn zählt zu den jüngeren Hühnerrassen, die keine lange Lebensgeschichte von imposanten Vorfahren zu bieten hat. Seine Heimat ist Deutschland. Hier wurde es Ende der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts von den niederrheinischen Züchtern Regenstein und Jobs auf der Grundlage von Noord-Holland-Hühnern erzüchtet. Diese damals als Masthuhn sehr beliebte Rasse wurde dann mit anderen leichten und schweren Rassen, unter anderem mit Mechelnern, Orpington und Plymouth Rocks, gekreuzt, um eine neue, schnellwachsendes Schlachthuhnrasse zu kreieren. Bei der Kreation profitierte der Großzüchter Jobs in hohem Maße vom Wissen des Genetikers Regenstein. Das Ergebnis war also nicht nur ein neues Schlachthuhn, wie es seinerzeit in Deutschland dringend gebraucht wurde, sondern gleichzeitig eine neue Nutzrasse, die mit ausgefallenen, teils ganz neuen Farbschlägen glänzte. Im Jahr 1943 erfolgt dann endlich die Anerkennung als Haushuhn.

Haltung der Niederrheiner

In der Haltung kommt den frohwüchsigen Niederrheinern das ursprüngliche Zuchtziel nochmals zugute. In ihnen stecken neben leichten Hühnerrassen auch einige schwere Fleischhuhnrassen, sodass ihr Temperament davon geprägt wurde. Sie sind durchweg ruhig und bedächtig. Handzahm und zutraulich bekommt man sie daher recht schnell. Fliegen mögen die Niederrheiner ebenfalls nicht, sodass eine niedrige Einfriedung völlig ausreicht. Man kann sie jedoch auch im Freilauf halten, was der Figur der Hühner sehr zuträglich ist. Bei zu geringem Auslauf und zu wenig Aktivität, z.B. durch die Futtersuche, neigen Niederrheiner nämlich schnell zur Verfettung.

Wirtschaftlichkeit

Ursprünglich diente das Niederrheiner Huhn als Fleischlieferant, denn zur Entstehungszeit dieser Hühnerrasse war das eigentliche Masthuhn noch gar nicht „erfunden“. Seine Eigenschaft als schnellwachsendes Schlachthuhn hat das Niederrheiner Huhn bis heute nicht verloren und überzeugt mit weißem, kurzfaserigem Fleisch. Wer sich lieber an den ausgefallenen Farbschlägen erfreuen möchte und auf einen schmackhaften Sonntagsbraten verzichtet, der darf sich zumindest über die gute Legeleistung der Hennen freuen. Im ersten Jahr legt die Niederrheiner Henne bis zu 200 gelbe, bzw. hellbraune Eier.

Niederrheiner Küken

Niederrheiner Küken wachsen schnell heran. Man kann schon früh erkennen, ob es sich um einen Hahn oder um eine Henne handelt. Die kleinen Hähne sind heller als die kleinen Hennen.

Farben und Farbschläge der Niederrheiner Hühner

Wie es sich für das Zusammenspiel von Züchter und Genetiker gehört, entstanden zahlreiche wundervolle Sonderfarbschläge der Niederrheiner. Im Rassegeflügelstandard sind hierzu folgende Farbschläge anerkannt:

  • kenn-gesperbert
  • gelb-gesperbert
  • blau
  • birkenfarbig
  • blau-gesperbert

Auffallend ist weiterhin das kräftige Rot, welches sich in Kehllappen, Kamm, dem beinahe gänzlich unbefiederten Gesicht und den kleinen Ohrlappen zeigt. Die Augen sollten bei allen Farbschlägen der Niederrheiner Hühner von einem kräftig leuchtenden Orange sein, während die unbefiederten, vierzehigen Läufe fleischfarben daherkommen.

Niederrheiner Hahn und Henne

Man sieht es ihm an, wofür es einst erzüchtet wurde. Das Niederrheiner Huhn ist ein großes, breit gebautes und mittelhoch gestelltes Huhn, das trotzt seiner Masse aber sehr beweglich ist. Bis zu 4,5 Kilogramm bringt der Niederrheiner Hahn auf die Waage, die Henne immerhin noch 3 Kilogramm. Der breite Körper ist füllig und hoch, erweckt aber keinen übermäßig kompakten Eindruck, was sicherlich nicht zuletzt an dem ziemlich langen Rücken liegt. Die Rückenlinie mit den waagerecht getragenen Flügeln geht in knapper Kurve in den kurzen Schwanz über, der seinerseits nur mäßig hoch und leicht gespreizt getragen wird. Ein wenig sieht man dem Huhn seine einzelnen Vorfahren noch heute an. Betrachtet man den vollen, hohen Hinterleib erinnert dieser stark an das Mechelner Huhn, bzw. auch an das Noord-Holland-Huhn.