Sumatra Hühner

Gewicht Hahn
2,50 kg
Gewicht Henne
2,25 kg
Anfängerfreundlich
Nein (zeige alle)
Ringgröße
Hahn: 18 / Henne: 16
Legeleistung 1. Jahr
130 Stück
Legeleistung 2. Jahr
130 Stück
Schalenfarbe der Eier
weiß (zeige alle)
Bruteimindestewicht
53 g
Bruttrieb
normal (zeige alle)
Winterleger
Nein (zeige alle)
Federfüße
Nein (zeige alle)
Kammform
Erbsenkamm (zeige alle)
Herkunftsland
Sumatra
Farbschläge
schwarz-rot, schwarz, wildfarbig

Das Sumatra Huhn zählt zu den Zier- und Langschwanzrassen. Auf den ersten Blick ist es nahezu mit einem Fassan zu verwechseln. Es stellt an seine Haltungsbedingungen wenig Ansprüche und verbringt auch bei frostigen Temperaturen seinen Tag am liebsten draußen.

Sumatra Hühner – wenig Ansprüche und sehr robust

Das aus Indonesien stammende Sumatra Huhn zählt zu den Zier- und Langschwanzrassen. Das heißt, es wurden seit jeher weder auf Legeleistung oder Fleischansatz, noch zu Kampfzwecken gezüchtet. Es diente ausschließlich der visuellen Freude. Viele der Hühnerrassen, die zu dieser Gruppe gehören, sind schon viele Jahrhunderte alt.

Etwas zeichnet die Sumatra Hühner unter der Gruppe der Zier- und Langschwanzrassen jedoch besonders aus: Sie lassen sich mit keiner anderen Rasse aus dieser Gruppe vergleichen. Das Sumatra Huhn soll nach altem Schriftmaterial von den Kampong Hühnern und einer ausgestorbenen Wildhuhnrasse abstammen. In ihren Adern fließt das Asil-Blut, sodass die Sumatras zu den so genannten Langschwanz-Kampfhühnern gezählt werden. Von Indonesien aus verbreitete sich das Sumatra Huhn, obschon seiner extravaganten Optik, im Jahr 1847 zunächst nach Amerika. Von dort aus kam es über die USA bis auf den europäischen Kontinent. Nach Deutschland wurden die ersten Sumatra Hühner aus den USA im Jahr 1882 eingeführt.

Haltung der Sumatra Hühner

Die Haltung der Sumatra Hühner ist einfach. Sie stellen kaum Ansprüche, da sie durch ihre „Ursprünglichkeit“ sehr robust sind und sogar bei frostigen Temperaturen den Stall am liebsten meiden. Dennoch sollte der ambitionierte Hühnerhalter Obacht auf seine Sumatras geben. Hierzu zählt unter Anderem das Anbringen der Sitzstangen in ausreichender Höhe, damit das üppige Schwanzgefieder nicht beschädigt wird. Auch ein spezielles Futter ist nötig, denn mit einem Standard-Hühnerfutter ist eine korrekte Entwicklung und ein schöner Grünglanz der Schmuckfedern nur sehr schwer möglich.

Möchte man Nachzucht von seinen Sumatras, so sollte man immer das Kämpferblut im Hinterkopf behalten und Junghähne frühzeitig trennen. Ansonsten sind Sumatra Hühner mit einem sehr aktiven Wesen ausgestattet und man gönnt ihnen am besten reichlich, idealerweise freien, Auslauf. Durch eine Freilandhaltung wird zudem Rangkämpfen der Hähne vorgebeugt. Scheu ist das Sumatra Huhn übrigens nicht. Im Gegenteil, geht man ruhig mit ihm um, so wird es sehr zutraulich und erfreut seinen Halter mit ungeahnter Anhänglichkeit.

Wirtschaftlichkeit

Das Sumatra Huhn ist eine recht ursprüngliche Hühnerrasse, die kaum Veredelungen durch Rassekreuzungen unterworfen ist. So ist sie weder auf Fleischansatz, noch auf Legeleistung hin selektiert worden. Die Sumatra Henne legt daher nur ein paar Monate lang weißschalige Eier. Die Eierfarbe ist ohnehin eine Besonderheit, denn alle anderen asiatischen Rassen warten mit braunen oder farbigen Eiern auf, nicht aber mit weißen Eiern. Für die Fortpflanzung reicht dieser „Legerhythmus“ zudem vollkommen aus.

Sumatra Küken

Die Hennen des Sumatra Huhns sind gute Führerinnen. Die Sumatra Küken allerdings kleine Spätzünder. Sie wachsen deutlich langsamer als Landhuhnrassen und werden auch erst spät geschlechtsreif.

Farben und Farbschläge der Sumatra Hühner

Ursprünglich wurde das Sumatra Huhn ausschließlich in der Farbe Schwarz mit kräftigen, smaragdgrünen Glanzlichtern gezüchtet. Durch die Kreuzung mit Yokohama Hühnern entstanden in Deutschland später auch weiße und weiß-rote Rassevertreter. Anerkannt sind diese beiden Farbschläge der Sumatra Hühner bislang jedoch nicht. Der Rassestandard begrenzt die anerkannten Farben auf:

  • schwarz
  • schwarz-rot
  • wildfarben

Bei jedem Farbschlag muss der smaragdgrüne Schimmer vorhanden sein. Besonderer Wert wird auch auf die möglichst dunklen und wenig entwickelten Kehl- und Ohrlappen gelegt. Der kleine, feste Erbsenkamm sollte ebenfalls einen Anflug von schwarz aufweisen. Abgerundet wird die etwas düstere Erscheinung durch die dunkelrotbraunen Augen und den schwarzen, kräftigen Schnabel. Bei der Henne sind Gesicht, Kamm und Augen dabei noch dunkler, als beim Hahn. Dunkelolive, gerne auch grünschwarz müssen auch die Läufe der Sumatras sein, die zudem mit einer gelben Sohle ausgestattet sind. Ein fehlender Grünschimmer im Gefieder oder helle Sohlen werden übrigens als grobe Fehler in der Farbgebung gewertet!

Sumatra Hahn und Henne

Auf den ersten Blick könnte man sich fragen, ob es sich beim Sumatra Huhn tatsächlich um ein Huhn oder doch eher um eine Fasanenart handelt. Vor allem der Sumatra Hahn ist mit reichlich Schmuckfedern ausgestattet. Hinzu kommt, dass er seinen üppigen Schwanz mit dem extremen Grünschimmer sehr niedrig trägt und durch seine insgesamt hohe Aufrichtung somit stark an einen Fasanen-Hahn erinnert. Die Sumatra Henne entspricht dem Hahn, bis auf die geschlechtstypischen Merkmale. Ihr Kopf ist etwas feiner entwickelt, der Schwanz ebenfalls waagerecht getragen und breit befiedert.

Als rassetypisch gilt zudem die „Mehrspornigkeit“ der Sumatra Hähne, die mitunter auch bei den Hennen auftritt. In der Regel besitzen Hähne nur einen einzigen Sporn pro Lauf. Anders der Sumatra Hahn, der durchaus mehrere Sporne pro Lauf entwickeln kann. Sumatra Hühner sind insgesamt recht kräftige Hühner. Der Hahn bringt es auf 2,5 Kilogramm, die Henne auf immerhin 2,25 Kilogramm, denen man das Kämpferblut, das in ihren Adern fließt, durchaus ansehen kann. Die hohe Aufrichtung, die kräftigen Läufe, die kurze, breite Stirn mit den hervorstehenden Augenbrauen und der grimmig Gesichtsausdruck, all das erinnert stark an einen Kämpfer.