Sundheimer

Sundheimer - Hühnerrasse
Gewicht Hahn
3,50 kg
Gewicht Henne
2,50 kg
Anfängerfreundlich
Nein (zeige alle)
Ringgröße
Hahn: 22 / Henne: 20
Legeleistung 1. Jahr
220 Stück
Legeleistung 2. Jahr
220 Stück
Schalenfarbe der Eier
weiß (zeige alle)
Bruteimindestewicht
55 g
Bruttrieb
normal (zeige alle)
Winterleger
Nein (zeige alle)
Federfüße
Ja (zeige alle)
Kammform
Einfachkamm (zeige alle)
Herkunftsland
Deutschland
Farbschläge
weiß-schwarzcolumbia

Sucht man ein ruhiges, robustes Huhn ist man mit dem Sundheimer Huhn gut bedient. Es gilt als guter Futtersucher und ist sowohl für Hobbyzüchter, als auch für Mastprofis geeignet. Anerkannt ist bei diesem Huhn nur ein einziger Farbschlag.

Bilder

Sundheimer Junghenne

Sundheimer – sehr guter Winterleger und wenig anspruchsvoll

Ursprünglich wurde das Sundheimer Huhn als einfach zu mästendes Fleischhuhn in Sundheim am Rhein erzüchtet. Das Sundheimer gilt daher als einzige „echt badische“ Hühnerrasse. Erstmals im Jahr 1886 wurde dieses schnellwüchsige Huhn nun der Öffentlichkeit präsentiert, um seine Vorzüge als Fleischhuhn zu propagieren.

Damals noch von der Interessengemeinschaft vertreten, wurde nach dem Ersten Weltkrieg die Zucht des Sundheimer Huhns vom Sonderverein mehr auf die Legeleistung gelenkt. Eine gute Entscheidung, denn somit hat sich aus dem ehemaligen Fleischhuhn für höchste Ansprüche ein echtes Zwiehuhn entwickelt. Bis heute ist das Zuchtziel unverändert geblieben. Lediglich die lange Zeit gültige Kastenform dieser Hühnerrasse wurde im Jahr 1966 endgültig zugunsten der typischen Wirtschaftshuhnform abgeschafft und gilt seither als unerwünschter Fehler!

Haltung der Sundheimer

Das Sundheimer Huhn ist ein echtes „Volkshuhn“. Es ist einfach in der Haltung, da es hieran nur wenige Ansprüche stellt. Zudem ist es ein friedlicher, ruhiger Zeitgenosse und überaus robust. Ein kleiner Zaun genügt, um das Huhn in seine Grenzen zu weisen, denn es zählt zu den Nichtfliegern. Reine Hobbyzüchter finden großen Gefallen an der Hühnerrasse. Das Huhn lässt sich nämlich kinderleicht zähmen und wird dabei überaus zutraulich. Eine wahre Freude!

Wirtschaftlichkeit

Hinzu kommt seine einfache Mästbarkeit bei zartem, weißen Fleisch und der Umstand, dass die Bemühungen in der Zucht frühzeitig in Richtung Legeleistung gingen. Das Huhn gehört zu den sehr guten Winterlegern und beschert seinen Besitzern mindestens 200 Eier im Jahr. Auf der anderen Seite aber einen ebenso feinen Sonntagsbraten, der auch die Mägen einer Großfamilie füllen kann. Der Sundheimer Hahn bringt es auf ein Gewicht von bis zu 3,5 Kilogramm, die Henne auf immerhin 2,5 Kilogramm.

Sundheimer Küken

Bei entsprechender Versorgung wachsen die Sundheimer Küken besonders schnell heran. Die Hennen sind bereits ab 6 Monaten geschlechtsreif.

Farben und Farbschläge der Sundheimer Hühner

Beim Sundheimer Huhn ist, anders als bei vielen anderen Rassen, nur ein Farbschlag anerkannt. Hierbei sind Hahn und Henne nahezu gleich gezeichnet. Die Hauptgefiederfarbe des Huhns ist:

  • ein reines Weiß mit schwarzen Tropfen am Halsbehang und schwarzen Schwanzfedern (bei der Henne schwarze Schwanzdeckfedern)

Obwohl die Schwingen ebenfalls Schwarz sind, wirken sie im zusammengelegten Zustand durch die weiße Außenfahne ebenso silberweiß, wie das übrige Gefieder.

Sowohl die Augen, als auch die Kehlappen, der Kamm und die Ohrlappen sind von leuchtendem Rot. Die Läufe und der Schnabel der sind hornfarben. An den Außenseiten der Läufe befindet sich außerdem eine schwache Befiederung, als Ausläufer der starken, weißen Schenkelbefiederung.

Sundheimer Hahn und Henne

Wie Eingangs bereits erwähnt, ist die vormals vorherrschende Form dieser Hühnerrasse seit dem Jahr 1966 nicht mehr erwünscht und gilt laut Geflügelstandard als Fehler. Die Erscheinung des Huhns sollte ein mittelschweres Huhn in mittelhoher Stellung in mittlerer Länge, aber keineswegs ein typisches „Mittelmaß“ sein.

Der Rumpf, voll und tief, wird idealerweise waagerecht getragen und verjüngt sich nach hinten etwas. Bei der Henne darf der Rücken zum Schwanz hin ruhig etwas ansteigen, da sie über eine starke Kissenbildung verfügt. Der Sundheimer Hahn trägt den Schwanz hingegen fast waagerecht und locker. Der gesamte Körperbau erscheint wie ein typisches Landhuhn, beinahe im „Rittersport“-Format, ohne dabei plump oder grobschlächtig zu wirken. Man sieht es ihm fast an, dass es nicht nur für die Suppe gut ist, sondern auch eine entsprechende Eileistung bringen kann.