Hamburger Hühner

Gewicht Hahn
2,50 kg
Gewicht Henne
2,00 kg
Anfängerfreundlich
Nein (zeige alle)
Ringgröße
Hahn: 16 / Henne: 15
Legeleistung 1. Jahr
160 Stück
Legeleistung 2. Jahr
160 Stück
Schalenfarbe der Eier
weiß (zeige alle)
Bruteimindestewicht
55 g
Bruttrieb
ausgeprägt (zeige alle)
Winterleger
Nein (zeige alle)
Federfüße
Nein (zeige alle)
Kammform
Rosenkamm (zeige alle)
Herkunftsland
Deutschland, Holland

Das Hamburger Huhn ist, nicht wie sein Name vermuten lässt, aller Wahrscheinlichkeit nach nicht in Hamburg entstanden. Wer ein glückliches Hamburger Huhn möchte gewährt ihm viel Auslauf und Bewegungsfreiheit.

Hamburger Hühner – gute Flieger und sehr lebhaft

Herkunft der Hamburger

Anders, als der Name vermuten lässt, sind die Hamburger Hühner aller Wahrscheinlichkeit nach nicht in Hamburg entstanden. Ihr Name rührt vielmehr daher, dass viele Waren, unter anderem auch Tiere, in früheren Zeiten über den Hamburger Hafen nach England gelangten. Hier erhielten die Hühner dann den Sammelbegriff Hamburgh Poultry. Der Ursprung der Hamburger Hühner wird somit in England vermutet, dessen Züchter zumindest einen großen Einfluss auf die Reinzucht dieser alten Rasse innehaben.

Erstes Auftreten

Über das erste Auftauchen der Rasse ist man sich dabei ebenso wenig einige, wie über seine Herkunft. Vermutet wird, dass das Hamburger Huhn von asiatischen Hühnern abstammt. Zumindest kommen Zeichnungen des Naturforschers Ulisse Aldrovandi mit so genannten Turkeys (türkische Hühner) den Hamburgern recht nahe. Sicher ist hingegen, dass schon der Ornithologe und Naturforscher Johann Bechstein im Jahr 1795 über das Hamburger Huhn berichtete. Allerdings dürften zahlreiche Einkreuzungen, unter anderem aus Spanierhühnern, Ostfriesischen Möwen und Totlegern entscheidend bei der Rasse- und Farbentstehung der Hamburger mitgewirkt haben. Während sich das Hamburger Huhn heute hauptsächlich als Ausstellungshuhn großer Beliebtheit erfreut, war es vor der industriellen Hühnerzucht obschon seiner guten Legeleistung ein beliebtes Wirtschaftshuhn.

Haltung der Hamburger

Die Hamburger Hühner sind eine ausgesprochen lebhafte und quirlige Hühnerrasse, die durch ihre Legeleistung und gleichzeitig hübsche Optik ein sehr ansprechendes Huhn für den Hobbyhühnerhalter abgeben. In der Haltung sind die frühreifen Hamburger Hühner relativ robust, aber keineswegs anspruchslos. Am glücklichsten sind sie sicherlich in freier Wildbahn, wo sie ihrem Bewegungsdrang ungehindert nachkommen können. Gerne fliegen und nächtigen sie dabei auf Bäumen. Für die Haltung in Gefangenschaft sollten diese Eigenschaften in Bezug auf das Platzangebot beachtet werden, sonst langweilen sich die munteren Hühner schnell. So kommt es zu diversen Unarten wie Federpicken oder auch zum gegenseitigen Bepicken der Läufe.

Wirtschaftlichkeit

Im Schnitt legen die Hamburger Hühner rund 160 bis 180 weiße Eier pro Jahr, die erst im zweiten Legejahr ihr Endgewicht von 50 bis 60 Gramm erreichen. Manche Farbvarianten bringen es überdies auch auf eine Legeleistung von deutlich über 180 Eiern. Der Bruttrieb bei den Hamburger Hühnern ist nur sehr gering ausgeprägt. Eine Tatsache, die sie ihrer Ursprungszüchtung als Wirtschaftshuhn zu verdanken haben. Als Tafelhuhn eignet sich das Hamburger Huhn hingegen weniger. Zum einen bringt es nicht genügend Gewicht auf die Waage und zum anderen ist seine Haut leicht gräulich, was nicht gerade appetitanregend wirkt.

Hamburger Küken

Hamburger Küken werden früh reif.

Farben und Farbschläge des Hamburger Huhns

Für das Hamburger Huhn sind sieben Farbschläge bekannt:

  • Reines Schwarz mit grünem Glanz
  • reines Silberweiß
  • Silber gesprenkelt
  • Gold gesprenkelt
  • Silber gelackt
  • Gold gelackt
  • Blau gesäumt

Während die Blau gesäumte Variante bei jeder Feder einen mehr oder minder gesäumten Rand aufweist, erscheinen die gesprenkelten und gelackten Hamburger Hühner deutlich bunter. Vor allem die goldgelackte, bzw. goldgesprenkelte Variante bringt viel Farbe in die Hühnerherde. Vor allem die Hamburger Hähne wirken, trotz ihrer schlanken Körperform durch das üppige Federkleid sehr edel. Hals, Rumpf und Sattelbehang sind nicht selten so reichlich, dass sie die Grundfarbe deutlich überlappen und den Hahn breiter erscheinen lassen, als er tatsächlich ist.

Die Augen der Hamburger Hühner sind dunkel, während der sich nach hinten langsam verjüngende Kamm, sowie die Kehllappen von sattem Rot sind. Die Ohrscheiben stechen, vor allem bei den dunklen Farbschlägen in strahlendem Weiß hervor.

Hamburger Hahn und Henne

Das Hamburger Huhn ist ein sehr elegantes, walzenförmiges Huhn, das in seiner Figur ein wenig an Fasanen erinnert. Der Körper ist lang und kompakt mit schön geschwungenem Schwanz. Die breite, flache Schulter ergänzt dabei wunderbar die gut gerundete Brust und gibt den großen Flügeln genügend Platz, damit sie eng am Körper getragen werden können. Während das üppige Gefieder am gesamten Körper zu finden ist, sind die vierzehigen Läufe nicht gefiedert. Unter den einzelnen Farbschlägen sind die schwarzen Hamburger die größten ihrer Rasse, während die gesprenkelten Rassevertreter durch die beste Legeleistung glänzen. Der Hamburger Hahn bringt dabei maximal 2 bis 2,5 Kilogramm auf die Waage, die Hamburger Henne zwischen 1,5 und 2 Kilogramm – allerdings nur in den Farbschlägen Schwarz, Weiß, Silberlack und Blau gesäumt. Bei den übrigen Farbschlägen sind Hamburger Hahn und Henne deutlich zierlicher und bringen es auf 1,5 bis 2 Kilogramm (Hahn), bzw. 1 bis 2 Kilogramm (Henne).