Bielefelder Kennhuhn

Gewicht Hahn
4,00 kg
Gewicht Henne
3,25 kg
Anfängerfreundlich
Nein (zeige alle)
Ringgröße
Hahn: 22 / Henne: 20
Legeleistung 1. Jahr
230 Stück
Legeleistung 2. Jahr
230 Stück
Schalenfarbe der Eier
weiß (zeige alle)
Bruteimindestewicht
60 g
Bruttrieb
ausgeprägt (zeige alle)
Winterleger
Nein (zeige alle)
Federfüße
Nein (zeige alle)
Kammform
Einfachkamm (zeige alle)
Herkunftsland
Deutschland

Beim Bielefelder Kennhuhn ist es gelungen, gute und rugihe Gene anderer Hühnerrassen zu vereinen. Die Küken weisen eine Besonderheit auf, sie können bereits am Tage des Schlüpfens voneinander unterschieden werden.

Bielefelder Kennhühner – ruhige Art und ausgesprochen wetterhart

Das Bielefelder Kennhuhn ist eine noch recht junge deutsche Hühnerrasse, die erst im Jahr 1980 vom Zuchtausschuss des BDRG (Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter e.V.) anerkannt wurde. Im Laufe der 70er Jahre befasste sich Gerd Roth aus Bielefeld damit, ein Kennhuhn aus halbasiatischen Hühnertypen zu züchten, das mit einer guten Legeleistung und einer ausgesprochenen Robustheit ausgestattet sein sollte. Um das zu erreichen bediente er sich hauptsächlich gesperberten Exemplaren von Amrock, Mechelnern, New Hampshire, Rhodeländer und Welsumer Hühner, denn nur Hühner mit einem Sperber-, bzw. Streifungsfaktor können kennfarbig sein. 1976 ging er dann mit seinen ersten Zuchtergebnissen an die breite Öffentlichkeit und stellte seine Nachzucht in Hannover aus. Damals noch unter dem Namen „Deutsches Kennhuhn“. Bei der Anerkennung gab es durch die unspezifische Namenswahl allerdings einige Probleme und so wurde dem Züchter nahegelegt, eine örtliche oder zumindest regionspezifische Bezeichnung für seine neu erzüchtete Rasse zu finden – was lag da näher, als die Rasse „Bielefelder Kennhuhn“ zu nennen!

Haltung der Bielefelder Kennhühner

Viele gute und vor allem ruhige Gene vereinen sich in dieser jungen Hühnerrasse. So ist das Bielefelder Kennhuhn nicht nur durch seine Optik ein gerne gesehener Gast im Garten oder auf dem Bauernhof, sondern auch durch seine zutrauliche und ruhige Art. An die Haltungsbedingungen stellt das Bielefelder Kennhuhn dabei nur wenige Ansprüche. Es wächst sehr schnell, lässt sich recht gut mästen und ist ausgesprochen wetterhart. Das, und die Eigenschaft der Kennfarbigkeit, wodurch das „Sexen“, was sonst nur asiatischen Könnern vorbehalten ist, schon am Tag des Schlupfes problemlos möglich ist, machen das Bielefelder Kennhuhn zu einem idealen Huhn für den Hühnerneuling.

Wirtschaftlichkeit

In Sachen Wirtschaftlichkeit besticht das Bielefelder Kennhuhn vor allem durch seine hervorragende Legeleistung. Diese wird in der Fachliteratur zwar mit rund 230 Eiern pro Jahr angegeben, dies kann aber sicherlich nicht verallgemeinert werden, da sie nur vereinzelt erreicht wird. Daneben geben die Bielefelder Kennhühner mit ihrem hohen Gewicht – die Hähne liegen bei 3 bis 4 Kilogramm, die Hennen zwischen 2,5 bis 3,25 Kilogramm – auch noch einen fleischhaltigen und schmackhaften Schlachtkörper ab.

Bielefelder Kennhuhn Küken

Bielefelder Kennhuhn Küken sind kennfarbig. Die kleinen Hähnchen sind hell und haben einen weißen Fleck auf dem Kopf. Die kleinen Hennen sind etwas dunkler und haben einen gestreiften Rücken. Die Küken sind somit bereits am ersten Tag voneinander unterscheidbar.

Farben und Farbschläge des Bielefelder Kennhuhns

Zwei Farben und Farbschläge des Bielefelder Kennhuhns sind anerkannt:

  • silber-kennfarbig
  • kennfarbig.

Das „Ursprungshuhn“ dieser Rasse ist dabei das kennfarbige Bielefelder mit rötlich bis gelbem Mantelgefieder und hellgrauen Sperberstreifen. Die silber-kennfarbige Variante hingegen weist ein silberweißes Mantelgefieder mit eingelagerter grauer Sperberzeichnung innerhalb der Feder auf. Durch ihre Kennfarbigkeit, die vom „Kennen“ (des Geschlechts) abgeleitet ist, lassen sich Hahn und Henne bereits direkt nach dem Schlupf geschlechtlich unterscheiden. Die männlichen Bielefelder Kennhühner weisen dabei ein ockergelbes Flaumkleid mit hellem Rückenstreifen und weißem Sperberfleck auf dem Kopf auf, die Hennen einen hellbraunen Kükenflaum mit dunkelbraunem Rückenstreifen und ebenfalls einem kleinen Sperberfleck auf dem Kopf. Die Läufe des ausgewachsenen Bielefelder Kennhuhns stechen in kräftigem Gelb hervor, wobei das Gesicht, sowie Kamm, Ohr- und Kehllappen von roter Färbung sind. Die Augen treten orangerot hervor und sind von lebhaftem Ausdruck.

Bielefelder Kennhuhn Hahn und Henne

Als grober Fehler bei dieser Hühnerrasse gilt ein zu wenig ausgeprägter Bauch der weiblichen Hühner. Kein Wunder, ist es doch die Legeleistung, die die Wirtschaftlichkeit des Bielefelder Kennhuhns ausmacht. Insgesamt zählen Bielefelder Kennhuhn Hahn und Henne zur Kategorie der großen Hühnerrassen, die ebenso große Eier legen. Eine breite und gut gewölbte Brustpartie, ein beinahe ebenso breiter Bauch und die mittellangen Läufe mit den wenig sichtbaren Schenkeln lassen es jedoch etwas plump wirken. Die beinahe rechteckige Form wird dabei noch durch den langen und sehr geraden Rücken untermauert. Beim Hahn geht die Rückenoberlinie mit einer Winkelung von etwa 45 Grad in den Schwanz über. Bei der Henne ist dieser Übergang nicht ganz so stumpf ausgeprägt. Ansonsten unterscheiden sich Hahn und Henne des Bielefelder Kennhuhns rein optisch und größentechnisch kaum voneinander. Von den geschlechtsspezifischen Merkmalen und den leichten Unterschieden in der Gefiederfärbung einmal abgesehen.